Der Gleichförmigkeit getrotzt

Ein Haus am See fällt durch markante Schrägen auf

PHO-NIXSEE-Bild-9_19_700pixel

Städte, die den meist gefürchteten Strukturwandel kreativ nutzen, gewinnen – zum Beispiel neue Wohngebiete. Statt rauchender Schlote und schwefelgeschwängerter Luft gibt es auf dem Gelände des ehemaligen Stahlwerks Phönix-Ost in Dortmund jetzt Wohnhäuser eines neuen Stadtteils. Als die Stadt die Brache als Baugebiet auswies, wurden gezielt planerische Vorgaben gemacht. Dortmund sollte am Phönix-See ein Stück weit seine Loslösung von der alten Schwerindustrie zeigen. Moderne, zukunftsorientierte Wohngebäude sollten rund um das Ufer entstehen. Trotz der gegebenen Anforderungen kein Einerlei entstehen zu lassen, ja vielmehr aus der Fülle zeitgenössischer, teils luxuriöser Villen herauszuragen, war nun wiederum der Wunsch der Bauherren an das Büro Avantecture.

Die strenge Form des Kubus blieb grundsätzlich erhalten, gerät aber aus dem Blick. Es dominieren die Schrägen der Fassadengestaltung, durch die der Betrachter optisch in die Irre geleitet wird, einen zweiten Blick wagen muss, um die Geometrie richtig zu erkennen. So prätentiös das Haus äußerlich erscheint, so funktional zeigt sich der Grundriss der 280 m² großen Wohnfläche. „Die Ausstattung des Wohnraums sollte ein zur Außenarchitektur adäquates Ambiente erzeugen. Dabei haben wir die Formen deutlich ruhiger gestaltet und die Funktion absolut in den Vordergrund gestellt“, beschreibt Hans A. Heinze von Avantecture den Ansatz. Die wenigen, aber bis ins kleinste Detail aufeinander abgestimmten Materialien zeugen von dieser zurückhaltenden Formensprache ebenso wie die zahlreichen Einbauten, mit denen der Innenraum klar strukturiert ist.

Der Blick auf den See steht ohnehin im Vordergrund und fällt schon beim Betreten des Hauses ins Auge. Die Wände scheinen ihm zu weichen und alles strebt zum Wasser. Das ist mit einem Aquarium als Raumtrenner zwischen Flur und Wohnraum schon sehr präsent, wird an der großen Fensterfront des Wohnzimmerbereichs noch intensiver und verstärkt sich auf der Terrasse vor dem Essbereich. Der wiederum hat einen bis ins Obergeschoss offenen Luftraum. Eine gewollte Verbindung, wenngleich vornehmlich eine optische. Denn das Obergeschoss ist den Eltern vorbehalten, einschließlich Galerie mit Bibliothek und Dachterrasse mit Panoramablick. Die Kinder dagegen wohnen im Untergeschoss, mit direktem Gartenzugang und ganz nah am See.

www.avantecture.com

Fotos:

Eric Kemnitz
www.eric-kemnitz.com

(Erschienen in CUBE Ruhrgebiet 02|20)

Nothing found.

Versöhnen und beflügeln

Die Topografie als Einladung für ein modernes offenes Zuhause

Mit einem Lächeln zur OP

Ein OP-Zentrum für Augenheilkunde vereint funktionale Architektur mit kreativen Elementen

Spannende Transformation

Aus 2 mach 1 – Apartment Berlin X eröffnet neue, großzügige Freiräume

Ins Bewusstsein gerückt

Der skulpturale Empfangspavillon ist weithin sichtbar und leicht zu finden

Nothing found.

3588_pers12_dk_15_700pixel

Grüne Wohnoase in Rüttenscheid

Die direkte Nähe zu Essens grüner Lunge, dem Grugapark, und zur Rüttenscheider Straße macht die Lage besonders attraktiv.

Palmen, Berge und Sport

Drei Coworking Spaces in Bochum mit individuellem Charme

101-Auf-dem-Rode-15-191010-100801_19_700pixel

Am liebsten die pure Natur

Ein Holzhaus in Hagen ist Ausdruck des ökologischen Bewusstseins seiner Bewohner

Hier macht Lernen Spaß

Die neue Reinoldi-Gesamtschule in Dortmund ist ein Lichtblick in der Schullandschaft

Lernen, Natur, Gemeinschaft

Die Gestaltung der Berswordt-Europa-Grundschule in Dortmund unterstützt das pädagogische Konzept

0188_pkp_KO-NIGSSTR_2020_11_18_10_700pixel

Ausblick auf Kunst und Natur

Ein Mehrfamilienhaus in Duisburg tritt in Dialog mit seiner Umgebung

3588_pers12_dk_15_700pixel

Grüne Wohnoase in Rüttenscheid

Die direkte Nähe zu Essens grüner Lunge, dem Grugapark, und zur Rüttenscheider Straße macht die Lage besonders attraktiv.