Kein Bällebad mehr

Neue Räume für eine neue Unternehmenskultur

KF1588-08_15_700pixel

Bereits 2016 hatten A und O Architekten, die schwerpunktmäßig Markenräume gestalten, für ihren Kunden FCB die Agenturräume im Hamburger Kaufmannshaus in der Innenstadt neu entworfen. Damals orientierten sich die Gestaltungsideale an den großen Playern wie Google und Facebook. Den Bedürfnissen der kreativen Mitarbeiter entsprechend wurde zeittypisch eine verspielte, inspirierende Atmosphäre mit Collab Spaces, Themenwelten und einem Musikübungsraum geschaffen. Zwei Jahre später nach einer Neuaufstellung und der Umfirmierung in CarlNann wurden adäquate Räumlichkeiten gesucht, die auch die neue Unternehmenskultur widerspiegeln sollte.

Ein wichtiger Unterschied zu anderen Projekten war, dass hier eine frühe Abstimmung zwischen den zukünftigen Nutzern und dem Vermieter der Büroflächen stattfinden konnte. Dadurch hatten die Architekten die Chance, von Anfang an gemeinsam mit der Agentur zu klären, was ihre Bedürfnisse und Anforderungen sind und wie diese zu den neuen Räumlichkeiten passen. Das so entwickelte Raumkonzept, das insbesondere offene Arbeitsräume und flexible Flächen für unterschiedliche Nutzungssituationen erlaubt, konnte dann passgenau für die Kreativprozesse in der Werbeagentur umgesetzt werden. Das Entwurfscredo lautete diesmal weniger „Bällebad“, sondern eine erwachsene Atmosphäre und Raumwirkung zu schaffen: glatt, modern, wertig. Das urbane Umfeld des Bürohauses SKAI in der HafenCity an der Schnittstelle zur Speicherstadt und mit Blick auf die Elbphilharmonie passt dazu.

Das Raumdesign ist eine Reminiszenz an den metropolen Charme der New Yorker Agenturszene der 1960er-Jahre. Der Empfangsbereich ist der Auftakt für die prägenden Materialien Messing und Eiche für Möbel und Objekte sowie Kautschuk für die Böden. In der oberen Etage wurde ein großzügiger „Social Area“-Bereich realisiert. Das Messing findet sich hier als Oberfläche am Tresenblock und den Pantrymöbeln. Anfängliche Sorgen wegen Schmutz und Kratzern wurden mit einem beherzten „Fingerabdrücke erlaubt!“ ausgeräumt. Die Sonderanfertigungen der Ess- und Hochtische unterstützen die gewünschte Flexibilität dieses multifunktionalen Raumes, der für unterschiedliche Arbeitssituationen und für Besprechungen, aber auch für Veranstaltungen genutzt wird.

Die Raumteiler aus vertikalen Eichenprofilen nehmen die Geometrie der Fassade des Gebäudes auf. Durchgängig auftauchende Materialien, die subtile Farbgebung und die wiederkehrenden Sonderanfertigungen mit Messingoberflächen im Empfangsbereich, den Arbeits- und Konferenzräumen sowie dem Gemeinschaftsbereich fassen das Gestaltungskonzept über die Etagen zusammen.

www.aundo-architekten.de

Fotos:

Klaus Frahm
www.klaus-frahm.de

(Erschienen in CUBE Hamburg 01|21)

Nothing found.

Mit der Landschaft verbunden

Reversibler Monolith interpretiert die Typologie des Schwarzwaldhofs neu

Metamorphose der Akropolis

Aus der früheren Bundesbahndirektion in Wuppertal wird ein offenes Stadthaus

Ruhe, Wärme und Identität

Neues Innenraumkonzept verbindet Großzügigkeit mit Intimität

Schaukochen im Bestand

Eine frühere Großmetzgerei in Ehrenfeld wird zum Filmkochstudio

Nothing found.

Haus und Düne im Einklang

Ein Gesundheitsresort auf Sylt fügt sich eindrucksvoll in die Landschaft ein

RoomArt_FH-Wedel_172_15_700pixel

Vom Hobbyraum zur Lounge

Ein inspirierender Ort für Studenten und Gründer

Zwischen Tradition und Moderne

Im Parketthaus in Eppendorf begegnen sich Geschichte und Gegenwart

Maßgeschneidert

Wie ein Mehrfamilienhaus zum Einfamilienhaus wurde

05_Grossmarkt-Theatre-Pavilion_johandehlin_copyright_19_700pixel

Eine smarte Lösung

Der Pavillon für das Theater am Großmarkt ist nachhaltig, flexibel und effizient

Daniel-Faro-_Studio-Lineatur_authentikka_013_15_700pixel

Authentische indische Küche

Das Ambiente eines Restaurants in Winterhude ist von den Farben und der Kultur Indiens inspiriert