Lässige Oase in der Stadt
Ein Hotel am Sendlinger Tor begeistert mit biophilem Design und urbanem Lebensgefühl
Das Hotel Cocoon Sendlinger Tor erzählt mit einem klaren gestalterischen Konzept eine Geschichte der Metamorphose. Inspiriert vom Gedanken der Verwandlung sind die Zimmer als intime Rückzugsorte konzipiert, Orte zum Einkuscheln, in denen Gäste zur Ruhe kommen und sich vom Rhythmus der Stadt lösen können. Gedämpfte, erdige Farbtöne, kombiniert mit Korbmöbeln und wohnlichen Details, schaffen eine Atmosphäre der Geborgenheit. Im Kontrast dazu stehen die lebendigen öffentlichen Bereiche des Hauses. So präsentieren sich die Lobbys als kommunikative Treffpunkte – offen, einladend und urban.
Hinter der Marke steht Hotelier Johannes Eckelmann, der mit seinen inzwischen sechs Cocoon-Standorten in München, Wien und Salzburg (darunter auch das kürzlich als Hotel-Immobilie des Jahres 2025 ausgezeichnete Cocoon Theresienwiese) eine klare Vision verfolgt: urbane Rückzugsorte zu schaffen, die Ruhe, Inspiration und Kraft schenken. Das Hotel am Sendlinger Tor war das Ursprungs-Cocoon, das vom Büro Dreimeta aus Augsburg neu inszeniert wurde. Mit feinem Gespür für Materialität setzt das Studio auf hochwertige, zugleich unkonventionelle Elemente. Großformatige florale Motive, kräftige Farben und ein ausdrucksstarkes Design verleihen den öffentlichen Räumen eine dynamische Energie, die Begegnung und Austausch fördert. In der Lobby laden abgestufte Loungebereiche zum Entspannen ein: Blau- und Grüntöne in Verbindung mit Grünpflanzen setzen frische Akzente. Tapeten mit üppigen Pflanzen- und Waldmotiven verstärken das biophile Design. In den Zimmern liegt der Fokus auf dem „Nestgedanken“: Holzoberflächen schaffen Wärme, Filzelemente verbessern die Akustik und vermitteln ein Gefühl von Geborgenheit. Die Farbwelt bleibt bewusst zurückhaltend und erdig. Schwarze Akzente – etwa matt-schwarze Türdrücker – setzen markante Kontraste und unterstreichen den modernen Anspruch des Designs. Auch für die neue Rooftopbar „Freischwimmer“ entwarf Dreimeta ein außergewöhnliches Design: eine Poolbar ohne Wasser, aber voller Sommergefühl. Türkisfarbene Fliesen, Schwimmflossen und Strohtaschen fangen Urlaubsstimmung in der Stadt ein. Schaukeln ersetzen Barhocker, eine Poolleiter lehnt an einem imaginären Becken und das Schild „Nicht vom Beckenrand springen“ lädt spielerisch dazu ein, loszulassen und sich zu entspannen. Die Bar ist nach Osten und Westen ausgerichtet und eignet sich perfekt für einen Kaffee bei Sonnenaufgang oder einen Drink bei Sonnenuntergang. Liegestühle, gestufte Sitzgelegenheiten und kleine Tische laden zum Verweilen und Netzwerken ein. Auch die Pinsabar im Haus greift das Interior-Konzept auf: moderner Look, warme Materialien, entspannte Atmosphäre. Kulinarisch setzt das Hotel konsequent auf Regionalität und Nachhaltigkeit – von Bio-Frühstücksprodukten bis zur frisch gebackenen Pinsa.
Fotos:
Cocoon
(Erschienen in CUBE München 01|26)