Alles im Kubus

Der kompakte Erweiterungsbau einer Gesamtschule in Neuss bündelt Mensa, Foyer und Klassenräume

Foto-Michel-1-_15_700pixel

Um wachsenden Schülerzahlen und der Ausweitung des schulischen Angebotes nachzukommen, hat die Gesamtschule in Neuss-Norf einen komprimierten Erweiterungsbau mit Mensa erhalten. Die Werkgemeinschaft Quasten-Mundt Architekten aus Grevenbroich hat an der Feuerbachweg einen kompakten dreigeschössigen Baukörper geplant und umgesetzt, der die vielfältigen Funktionen bündelt und den dafür notwendigen Raum- und Flächenbedarf optimiert. 

Der Neubau ist über einen Verbindungsgang an die Bestandsgebäude der Schule angeschlossen und greift die Klinkerfassade des Bestandes, als identitätsstiftendes und besonders dauerhaftes und beständiges Element, auf. Die Fassade wird dabei bewusst als Lochfassade strukturiert, deren Fenster durch eine umlaufende, farblich akzentuierte Zarge besonders betont werden. Davon abgehoben sind die Fensterfronten von Foyer und Mensa: Durch eine vollverglaste Pfosten-Riegel-Konstruktion wird in diesen Bereichen ein größtmöglicher Lichteinfall erzielt. Ebenso lassen sich auch die Treppenhäuser durch ihr vertikales Fensterband an der Fassade ablesen. Im Erdgeschoss des Gebäudes befinden sich neben der Mensa mit Küchenbereich, das zentrale Foyer, ein Oberstufen-Aufenthaltsraum, Unterrichtsräume für Musik und Kunst sowie Sanitär- und diverse Lager-, Technik- und Nebenräume. Die Mensa ist mit direkter Anbindung an die zentrale Eingangshalle mit WCs und einem Kiosk angeordnet, der auch als Ausschank nutzbar ist. Dies ermöglicht auch eine Nutzung für außerschulische Veranstaltungen von Vereinen in den Abendstunden. Durch mobile Trennwände kann ein Teilbereich der Mensa für einen weiteren Differenzierungsraum flexibel abgetrennt werden. Jede Raumeinheit verfügt dabei über einen direkten Zugang zum Außengelände. Im Falle einer Veranstaltung kann der feststehende Teil des vorhandenen Bühnenpodestes um einen mobilen Teil ergänzt werden. Im Erdgeschoss befindet sich aber auch ein Klassentrakt, der sich in zwei Kunst- und zwei Musikräume aufteilt – mit dem entsprechenden Nebenraumprogramm, einem Regieraum und einem Bühnenzugangsraum. Das erste und zweite Obergeschoss bieten genügend Fläche für die zwölf Klassenräume zweier Jahrgangsstufen zuzüglich aller Differenzierungsräume, Lehrerbüros, Sanitär- und Nebenräume. Die Räume sind dabei in beiden Geschossen über einen umlaufenden Flur erschlossen, der über den zweigeschossig konzipierten Lichthof belichtet wird. Die überbreiten Flure im Klassentrakt beider Geschosse erfahren dabei über die eingelassenen Lichtbänder eine natürliche Belichtung. Besonders charakteristisch in der Raumfolge der Flure sind die wechselnden Breiten durch die farblich besonders akzentuierten Sitznischen und Lernkojen.

www.quasten-mundt.de

Fotos: 

Matthias Michel
www.fotograf-matthias-michel.de

Thorsten Wankum

(Erschienen in CUBE Düsseldorf 03|23) 

 

Nothing found.

Wie eine Komposition

Ein Musiker erhält für seine Haidhauser Wohnung ein maßgeschneidertes Interior-Design

Selbstbewusst vermittelnd

Wohnhaus mit reduzierter Matrialpalette definiert den Begriff der Stadtvilla neu

Ans Tageslicht geholt

In der Bonner Südstadt wurde ein früheres IT-Rechenzentrum zur Kita umgebaut

Dynamisch und nachhaltig

Das Bürogebäude „One Plaza“ orientiert seine flexiblen Arbeitswelten rund um eine grüne Mitte

Nothing found.

00_rn_003595_-C-claudialinnhoff_15_700pixel

Ein Liebhaberprojekt

Mit Präzision, Sorgfalt und guten Ideen wird ein Gründerzeithaus zu neuem Leben erweckt

Farbspektrum

Ein Business Club in Citylage setzt farbenreich auf Exzellenz und Vielfalt

Empfang_02_19_700pixel

Konzentriert alles im Blick

Die Notaufnahme des St. Martinus-Krankenhauses wirkt beruhigend auf Patient:innen und Angehörige

SchubHocker_01_15_700pixel

Ideen für den Alltag

Christian Lessing entwirft Möbel und Produkte – vom Prototypen bis zur Serienreife

2-KV_0215_b_15_700pixel

Nachhaltig zwischen Bäumen

Küche, Ess- und Wohnbereich bilden das kommunikative Zentrum des Hauses.

Zwischen lässig und kunstvoll

Neues Hotel in der City mit eigenem Interior-Stil eröffnet

Von 1833: Der Mäschig-Hof

Im Stadtteil Heerdt wird Baugeschichte weitergeschrieben

Spektakulär und wohnlich

Gehen Architektur und Einrichtung Hand in Hand, entsteht pures Wohnglück