Goldener Teamplayer

Das Doppel-X-Gebäude schafft vielfältige Ausblicke und maximalen Abstand

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Um das historische Mainzer Hafenbecken entsteht ein neues Quartier mit einer urbanen Mischung aus Wohnen, Arbeiten und Freizeit. Eines der neuen Gebäude ist das Pandion Doxx im Baufeld „Hafenkai“, das durch seine exponierte Lage auf dem in das Hafenbecken hineinragenden Kai auf drei Seiten attraktive Wasserlagen bietet. „Durch die außergewöhnliche Lage und die prägnante Architektur nimmt es eine besondere Stellung ein und hat das Zeug, neuer Treffpunkt der Anwohner und Besucher zu werden“, sagt Michael Schumacher über das Gebäude mit der Doppel-X-Struktur. Der Mitinhaber von schneider+schumacher hat das golden schimmernde Gebäude mit insgesamt 168 Wohnungen und Tiefgarage entworfen – gemeinsam mit bb22 Architekten.
 
Die Anordnung ermöglicht vielfältige Ausblicke in alle Himmelsrichtungen, erzeugt eine optimale Belichtungssituation und maximiert den Abstand zu der gegenüberliegenden Bebauung. Denn die Architekten wollten nicht nur ein Bauwerk mit Charakter schaffen, sondern auch eines, das mit den anderen Gebäuden am Zollhafen zusammenspielt. Daher planten sie den Neubau beispielsweise so, dass er nicht die Sicht auf das ehemalige Weinlager versperrt.

Die Wohnungen befinden sich größtenteils auf den oberen vier der sechs Geschosse. Das aufgeständerte Erdgeschoss öffnet sich zum Außenraum hin und wird durch Gewerbe und Gastronomie öffentlich zugänglich – ein Plus für das von drei Seiten mit Wasser umgebene Hafenkai-Grundstück. Die Eingänge zu den Häusern liegen in den abgerundeten Sockelfüßen. Die Geschosse oberhalb des Sockels werden über gestaltete Laubengänge erschlossen. Das Atrium in der Mitte der Laubengänge ist großzügig, spendet Licht und gibt den Blick auf den Hof frei, während der Weg zur eigenen Wohnungstür in geschützter Privatsphäre verläuft. Im Zentrum des Gebäudes liegt ein luftig-heller Hof mit Grün- sowie Sitz- und Ruheflächen.

Seinen Namen erhielt das Gebäude in Anlehnung an die Gebäudeform und als Reminiszenz an die vorherigen Hafendocks. Die Lage am Wasser stellte das Planungsteam dabei natürlich vor Herausforderungen bei Logistik und Bau. 2015 hatten schneider+schumacher mit bb22 Architekten im November 2015 den ersten Preis gewonnen. Wegen des Hochwasserschutzes fügten sie später noch den Sockel hinzu. Im Vergleich zum Wettbewerbsentwurf gibt es heute zudem mehr Wohnungen und aus den ursprünglich vorgesehenen Loggien sind Loggien und Balkone geworden.

www.schneider-schumacher.de

Fotos:

Jörg Hempel
www.joerg-hempel.com
schneider+schumacher

(Erschienen in CUBE Frankfurt 01|22)

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