Einzigartig und inspirierend

Der Hammerbrooklyn Digital Pavillon dient dem vernetzten Arbeiten und Forschen

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Das Anfang Mai eröffnete Gebäude des „Digital Pavillon“ ist der erste Baustein auf dem neu entstehenden Hammerbrooklyn DigitalCampus, einem Projekt der Stadt Hamburg für digitale Transformation der Gesellschaft und Wirtschaft. Entlang des Oberhafens, zwischen Deichtorhallen und Großmarktgelände, erhalten Stadtgesellschaft, etablierte Unternehmen aller Branchen, Organisationen und Start-ups aus der ganzen Welt auf 2 ha Fläche eine Infrastruktur für Austausch und Forschung sowie Entwicklung und Erprobung von Zukunftsmodellen für die Themen Stadt, Wirtschaft, Mobilität, Arbeit und Wohnen, Handel und Produktion. Folgen werden bis 2027 zwei weitere Gebäude.

Nachhaltig ist die Wiederverwendung des Expo-Pavillons der USA in Mailand 2015 hier in Hamburg. Das Bauwerk des New Yorker Architekten James Biber musste an die deutschen Bauvorschriften angepasst werden. Das Hamburger Büro Spine Architects nahm im Inneren räumliche Modifikationen für die neuen Nutzungen vor, ertüchtigte die thermische Hülle, errichtete die unteren beiden Ebenen in massiver, feuerbeständiger Stahlbetonbauweise auf einer Tiefgründung und stellte über drei neue Stahlbetontreppenhäuser die Entfluchtung sicher. Für die oberen drei Geschosse wurde die ursprüngliche Stahltragkonstruktion beibehalten, bauphysikalisch an die hiesigen klimatischen Bedingungen angepasst und durch eine galerieartige Stahlkonstruktion für die zentrale „hängende“, flexibel nutzbare Townhall ergänzt. Auch die aussteifenden Brettsperrholzdecken (X-Lam) wurden zum Großteil wiederverwendet. Das durch den Hurrikan Katrina teilweise zerstörte Holz des Coney Island Boardwalk wurde aufgearbeitet und als Fußbodenbelag in der Townhall verlegt. Das Erdgeschoss nimmt die Höhenlage des Stadtdeichs auf. Im nördlichen Bauteil befinden sich alle notwendigen Treppen und Aufzüge sowie Besprechungs- und Nebenräume auf den oberen vier Geschossen. Zur Wasserseite hin liegen die Co-Workingflächen, ein Auditorium und Ausstellungsflächen. Im Sockelgeschoss sind im südöstlichen Bereich Einzelhandelsflächen, Podcast- sowie YouTube-Studios und Creative Labs untergebracht. Das 1. Obergeschoss mit individuell ausgebauten Büroflächen wird über die Stirnseiten des Gebäudes erschlossen. Das öffentlich nutzbare Auditorium für 192 Besucher erstreckt sich über zwei Geschosse mit Terrasse und von außen zugänglichem Bistro auf der Südostseite. Im 3. Ober- und im Dachgeschoss befinden sich kleinteiligere Büro- und Besprechungseinheiten sowie weitere Open Space Bereiche. Das von WES LandschaftsArchitektur im Sinne eines Gartens gestaltete Entree des Campus schafft einen grünen Aufenthaltsbereich für Beschäftigte und Besucher.

www.spine-architects.com
www.hammerbrooklyn.hamburg

Fotos:

Martin Kunze

(Erschienen in CUBE Hamburg 04|21)

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