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Wenig Platz, viel Raum

Mikroappartment in Kreuzberg zeigt den Trend zu mehr Architektur auch auf kleinen Wohnflächen

Wohnraum im Trendbezirk Kreuzberg ist derzeit äußerst knapp. Der Architekt Jan Rösler stand... mehr

Wohnraum im Trendbezirk Kreuzberg ist derzeit äußerst knapp. Der Architekt Jan Rösler stand deshalb vor der Aufgabe, bei der Sanierung einer Wohnung sehr sorgsam mit dem ihm zur Verfügung stehenden Platzangebot umzugehen. Bei nur 55 m² verteilt auf zwei Zimmer plus Küche keine leichte Aufgabe. Der Hausbesitzer wollte ursprünglich ein Gästezimmer einrichten, welches die Bewohner des Mietshauses gemeinsam nutzen. Die gesamte Fläche nur gelegentlich zu vermieten, kam aus wirtschaftlichen Gründen aber nicht in Frage.

Zusammen mit dem Hausbesitzer wurde entschieden, die an sich schon nicht große Wohnung noch kleiner zu machen. Es wurde ein Mikroappartment auf 28 m² eingerichtet, welches nun bereits wieder vermietet ist. Auf den restlichen verbleibenden Quadratmeter entsteht das Gästezimmer.

Das Apartment hat den Charme einer typischen Berliner Altbauwohnung und bietet dem Bewohner zusätzlich ein Maximum an Flexibilität. Zentrales Element sind dabei die Einbauten, die der Architekt selber geplant und auch umgesetzt hat. „Mich interessiert es, auch Sachen selber zu machen und nicht nur am Schreibtisch zu sitzen“, so Rösler, der neben dem Büro für Planung und Entwurf auch eine 150 m² große Werkstatt mit kompletter Tischlereiausstattung beherbergt.

In dem Miniappartment wurde eine der Seitenwände komplett mit einem Schrank belegt. Dahinter befinden sich das Badezimmer mit WC und Dusche, reichlich Stauraum und ein kleiner Eingangsflur mit Garderobe. Auch die Küche ist sehr reduziert gehalten. Der Nutzer kann die Küche zuklappen und komplett verschwinden lassen. Zurück bleibt ein Möbelstück in Form eines Sideboards. Die freistehende Wand im hinteren Bereich der Wohnung separiert den Schlafbereich.

„Der Trend geht zur kleinen Wohnung“, titelte die Frankfurter Allgemeine Zeitung im Februar dieses Jahres einen Artikel. Steigende Mieten in den Großstädten sind ein Grund für diese Entwicklung, ebenso die immer größer werdende Mobilität der Menschen. Die Investoren und Entwickler vernachlässigen die hohe Nachfrage nach Miniwohungen derzeit noch. Welch ein Potential das Thema für Architekten bietet, zeigt das Projekt in Kreuzberg.

www.janroesler.de

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