Ripple-Effekt zum Auftanken
Das Café des Wave Hotels – eine Transformation im Bestand wirft Wellen
Das Café des Wave Hotels Potsdam am Tiefen See präsentiert sich mit einem deutlich weicheren, feminineren Erscheinungsbild – und damit auch einladender als zuvor. Der Wunsch der Bauherr:innen war ein neuer, frischer Look. Das Ziel: eine Formensprache zu entwickeln, die zum Gesamtkonzept passt und in abgewandelter Form später auch auf andere Bereiche des Hotels sowie die Zimmer und Apartments übertragen werden kann. Da es sich um einen mehr oder weniger öffentlichen Bereich handelt, mussten die verwendeten Materialien außerordentlich robust und langlebig sein.
Die Designerin Anna Ebert legte bei ihrem Entwurf jedoch nicht nur besonderen Wert auf Haltbarkeit und Flexibilität sowie auf gute Laufwege und eine ruhige, entspannte Atmosphäre, sondern auch auf eine harmonische Balance der Gegensätze hell und dunkel, maskulin und feminin, hart und weich. Ein echter Hingucker sind die Wandverkleidungen. „Das zentrale Thema ist natürlich die Welle, die wir aber sehr subtil untergebracht und frei interpretiert haben“, so die Designerin. Die wellenförmige Gestaltung der Oberflächen ist vom sogenannten Ripple-Effekt inspiriert, der entsteht, wenn ein Stein auf einer Wasseroberfläche auftrifft. Dieses Gestaltungselement wiederholt sich im Raum und kann in Zukunft auf unterschiedlichste Weisen auch in den Hotelzimmern Einzug halten. Die Einfassungen der Wandlampen unterstreichen diesen Effekt perfekt und machen das Design – im wahrsten Sinne des Wortes – rund.
Fotos:
Jakob Ebert
www.jakobebert.de
(Published in CUBE Berlin 01|26)