Ein Stück Stadtteilgeschichte

In Anlehnung an die historische Backsteinarchitektur entschied sich Bahners für einen Wiederaufbau in Form eines Mehrfamilienhauses mit sieben Wohnungen.

7RM4_059393_4_5P5r2-4k_15_700pixelaRHEEKViM6DYv

„Gruss aus Heerdt“ steht auf einer Postkarte, welche mindestens über 90 Jahre alt ist. Mit abgebildet ist das einstige Heerdter Rathaus, ein herrschaftlicher, souveräner Bau, der zu damaliger Zeit Anlaufstelle der linksrheinischen Bevölkerung für Behördengänge jeglicher Art war. Obwohl das Rathaus 1929 abgerissen wurde, vermittelt das Gebäude bis heute eine identitätsstiftende Wirkung. Das veranlasste Andreas Bahners, alteingesessener und vielseitig engagierter Heerdter, wie die gesamte Familie, einen bedeutenden Schritt zu unternehmen: Mit seiner Projektentwicklungsgesellschaft Bahners & Schmitz und in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Klobusch wollte er seinem Stadtteil und insbesondere den Anwohnern ein wesentliches Stück Stadtgeschichte wieder gegenwärtig machen.

In Anlehnung an die historische Backsteinarchitektur entschied sich Bahners für einen Wiederaufbau in Form eines Mehrfamilienhauses mit sieben Wohnungen. Wenngleich das ehemalige Grundstück am belebten Nikolaus-Knopp-Platz – benannt nach dem ehemaligen Bürgermeister – heute Standort der eindrucksvollen kinetischen Skulptur des Bildhauers Jörg Wiele ist, so fand sich doch rasch ein ebenbürtiges Grundstück ganz in der Nähe: Am ehemaligen Dorfplatz und großzügigen Kreuzungspunkt Alt-Heerdt und Pestalozzistraße. Noch heute strahlt der platzartige Straßenraum eine Weite aus, die in dem sonst eher durch Gassen geprägten Ortskern selten zu finden ist.

Die Fassade selbst wurde wie einst Stein für Stein gestaltet: Rundbögen, Lisenen, Portale und Kreuze sorgen für Gliederung, Verzierung und Betonung. Die Wohnungen sind modern und klar ausgestattet und erweisen sich als adäquate Antwort auf die historisch anmutende Fassade. Weiße Wand- und Deckenoberflächen sowie Wildeiche-Parkettböden bestimmen maßgebend die Innenräume. Die Böden der Bäder sind mit großformatigen Platten in warmen Erd- und Anthrazittönen gefliest. Teile der Möblierung wurden als hochwertige Einbaumöbel in Weiß beziehungsweise in Holz ausgeführt und erzeugen somit ein einheitliches Erscheinungsbild. Ferner befindet sich in allen Wohnungen eine moderne Einbauküche mit einer Natursteinarbeitsplatte. Zusätzlich zu der hellen Ausstattung sorgen großzügige Fensterflächen für lichtdurchflutete Räume. Ein kleines Highlight, verborgen an oberster Stelle, bietet das Penthouse mit eigener Dachterrasse und unvergleichlichem Ausblick über den Rhein auf die Skyline von Düsseldorf. Ohne viel Aufhebens hat sich das Mehrfamilienhaus schnell und sehr gut in das städtische Umfeld eingefügt. Zurückzuführen ist das auf die wohlüberlegte Planungsidee, das äußere Erscheinungsbild des historischen Vorgängers aufzugreifen und zugleich den Fortschritt der heutigen Zeit sichtbar und erlebbar zu machen.

www.klobusch.de
www.bahners-schmitz.com

Fotos:

Gordon Bussiek
www.gordonbussiek.de

(Erschienen in CUBE Düsseldorf 02|21)

Nothing found.

Camouflage

Ein scheinbarer Massivbau entpuppt sich als ökologisch durchdachtes Holzhaus

Housing First Düsseldorf

Obdachlose Menschen bekommen ohne Vorbedingungen ein neues Zuhause

Ein sicherer Ort zum Wohlfühlen

Nachhaltiger Kita-Neubau mit kindgerechten Sanitärräumen als integraler Bestandteil der Architektur 

Nothing found.

Haus_Perspektive_v2-1_20_700pixel

Individuell konzipiert

Das großzügig über zwei Geschosse konzipierte Wohngebäude öffnet sich zum weitläufigen Garten, der durch den teilweise erhaltenen Baumbestand geprägt…

PK1080-381_47_700pixel

Die Natur ins Haus holen

Ein Bungalow besticht durch seine großzügige Transparenz und vielfältigen Gartenperspektiven

Individuell und nachhaltig

Catrin Gockel entwirft und produziert Taschen abseits der Massenproduktion

GGSLO-Dd-11-JS-19-11-19-1220_19_700pixel

Stimmig ergänzt und flexibel

Die GGS Lörick hat einen Erweiterungsneubau mit zentraler Aula bekommen

Vermittelnder Solitär

Der Neubau des Landesrechnungshofes in Oberbilk überzeugt auch durch Nachhaltigkeit

Unbenanntes_Panorama12_19_700pixel

Geradewegs schön

Die Herausforderung des spitz zulaufenden Grundstücks wurde gelöst, indem die rechtsseitige Wand schräg verläuft, sodass das Grundstück optimal…

Beruhigend wohnlich

Eine kieferorthopädische Praxis wirkt einladend und vermeidet sterile Räume

CM-1974-0371_15_700pixel

Nachhaltig und digital

„The Oval“ in Golzheim schafft ideale Voraussetzungen für ein smartes New Work