Liebe zum Detail

Wohnbauten mit individuellem Charakter in begehrter Wohnlage Frankfurts

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Das Holzhausenviertel mit seinen eleganten Villen, Einfamilien- und Etagenhäusern gehört zu den begehrtesten Wohnlagen Frankfurts und wurde von mehr als 250 Architekten über Jahrhunderte geformt. Die verschiedenen Einflüsse und die Liebe zum Detail wirken bis heute fort. Sie verleihen dem Viertel seinen authentischen Charakter und seine unverwechselbare Gestalt. In diesem Viertel liegt auch das Grundstück „Diakonissenareal“, auf dem vier Wohnhäuser und eine Kita entstanden. Insgesamt 66 Wohnungen fassen die neuen Gebäude, darunter 21 Wohnungen im Rahmen des Frankfurter Programms für familien- und seniorengerechten Mietwohnungsbau. Zudem gibt es unterirdische Tiefgaragen, Kellerbereiche und jedes der vier individuellen Wohnhäuser profitiert von Außenanlagen und großzügigen Balkonen.

2015 hatte die Schwesternschaft des Frankfurter Diakonissenhauses das rund 8.000 m² große Areal samt dem Krankenhaus an die City 1 Group verkauft. Insgesamt wurden in dem städtebaulichen Block drei Bauabschnitte realisiert, die das Büro Volleth Ruß Lang Architekten entworfen hat. Das Krankenhaus aus dem Jahr 1877 musste größtenteils abgerissen werden, da es nach heutigen Bauvorschriften nicht für den Wohnungsbau geeignet war. Die Fassade jedoch konnte originalgetreu erhalten und in die Entwicklung des Areals eingebunden werden.

„Das ausgewogene Zusammenspiel von Rahmen, Balkonen und Vorsprüngen bildete den Ausgangspunkt für die Ausgestaltung der drei angrenzenden neuen Wohnhäuser“, erläutert Carsten Volleth das Konzept. Vier verschiedenfarbige Natursteinfassaden und individuelle Gebäudeformen verleihen heute jedem Haus eine eigene Persönlichkeit und formen zugleich ein elegantes Ensemble. „Städtebaulich bilden die einzelnen Bausteine ein Gesamtgefüge, das sich entlang der Holzhausenstraße erstreckt, den Innenbereich schützt und durch Höhenzäsuren die Straßenansicht gliedert. Um ein einheitliches Bild entlang der Holzhausenstraße zu erreichen, passen sich die Neubauten in Höhe und Gestaltung an die umgebende Bebauung an.“

Im Holzhausenviertel wurden zur Jahrhundertwende die Bauten mit klassizistischen Details wie Gesimsen, Friesen und besonderen Eingangsportalen verziert. Der Naturstein an den Fenstern sowie den Gesimsen wurde zumeist in rotem Sandstein oder in einem hellen Muschelkalk ausgeführt. Daher orientiert sich auch die Fassadengestaltung der neuen Gebäude an den vorhandenen Bauten des Viertels und greift solche klassizistischen Details auf.

Die Fassaden der Häuser wurden von den Architekten mit Crailsheimer Muschelkalk geplant und von der Natursteinfirma Schön + Hippelein realisiert. Die Entwurfsidee der Fassade nimmt das Wechselspiel zwischen Natursteingesimsen und Putzflächen der historischen Gebäude in der Nachbarschaft auf. Der gewählte Crailsheimer Muschelkalk ähnelt dabei der eleganten historischen Bausubstanz in diesem besonderen Frankfurter Viertel, die den Architekten als Vorbild diente.

www.city-1.de
www.edenholz.immo
www.vrl-gmbh.de

Fotos:

Thomas Eicken
David Straßburger
www.davidstrassburger.de

(Erschienen in CUBE Frankfurt 04|20)

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