In die Höhe gewachsen

Die Evangelische Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe in Bochum hat ihr Platzproblem gelöst

vs_efb_abi-0031_15_700pixel

In der größten evangelischen Hochschule in Deutschland qualifizieren sich rund 2.500 Studierende für Berufe im Sozial- und Gesundheitswesen sowie in der kirchlichen Bildungsarbeit und Diakonie. Um die kritische Raumsituation zu entschärfen, erhielt die Evangelische Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe in gut zweijähriger Bauphase ein neues, zurückversetztes Geschoss auf dem bestehenden zweistöckigen Bibliotheksgebäude. Die verantwortlichen Bochumer Architekten Vervoorts & Schindler haben die Aufstockung mit großen Fensterelementen versehen, sodass sich die neue Etage auf dem Ziegelbau durch Leichtigkeit auszeichnet und viel natürliches Licht in die Räumlichkeiten lässt.

Die neue Fassade besteht aus zwei Ebenen, wobei die Primärfassade aus nicht tragenden Fensterelementen im Wechsel mit geschlossenen Paneelen besteht. Vor den verglasten Außenwänden wurde als Sekundärfassade ein vertikales ca. 30 cm tiefes Lamellenrost angeordnet. Zusätzlich erhielten die Ost-, Süd- und Westfassade einen außenliegenden Sonnenschutz. Die Kapazitäten der vorhandenen Heizungsanlage reichten auch für diese Etage aus, sodass lediglich Heizkörper unter den Fenstern installiert werden mussten. Auf den neu geschaffenen rund 760 m² Fläche befinden sich drei neue Seminarräume, ein Selbstlernzentrum mit drei Gruppenarbeitsräumen sowie Sanitärräume und Technikfläche. Für die Erweiterung der Hochschulbibliothek ist ein Schulungsraum, zusätzliche Arbeitsplätze, zwei Büros und zwei Gruppenräume entstanden sowie ein Bereich für die Mediothek Evangelische Kirche Bochum, Herne, Gelsenkirchen. Der Einsatz von viel Glas vermittelt innen Transparenz, Offenheit und Großzügigkeit. Für viel frequentierte Bereiche wie den Eingang, die Flure und die Garderobe wurden robuste Bodenbeläge aus Kautschuk gewählt. Andere Bereiche sind ergänzend mit unempfindlichem Nadelvlies ausgekleidet. In das neue Geschoss führt als Blickfang eine zentral im Raum gelegene filigrane Wendeltreppe aus Eichenholz. Der Altbau und die Aufstockung wurden über eine Rampe miteinander verbunden sowie das Fluchttreppenhaus in das zweite Obergeschoss verlängert. Ein bereits vorhandener Aufzug wurde behindertengerecht saniert, ein weiterer neu gebaut. Im Rahmen der Baumaßnahme wurde auch im Bestand saniert. So wurden in der Bibliothek im ersten Stock die Verkabelung und die Decke erneuert sowie die Etage neu gestrichen. Das hinzugewonnene Geschoss wird durchgehend mechanisch belüftet, die Seminarräume erhielten eine zusätzliche Kühlung. Die Arbeitsplätze präsentieren sich modern mit bildschirmgerechter Arbeitsplatzbeleuchtung, Brüstungskanälen beziehungsweise Bodentanks.  

www.vs-architekten.de

Fotos:

Oliver Noeske

(Erschienen in CUBE Ruhrgebiet 01|21)

Architekten:

Vervoorts & Schindler Architekten
www.vs-architekten.de

Sekundärfassade, Innentreppe:

Middeldorf & Söhne
www.middeldorf-soehne.de

Elektro:

E.H.G. Elektro Härter
www.ehg-bochum.de

Dachdecker:

Hoose Bedachungen
www.hoosedach.de

Fliesen:

Bettenhausen Fliesen
www.fliesen-bettenhausen.de

Innentüren, Tischlerarbeiten, Glastrennwände:

Werkstätten Dickerhoff
www.dickerhoff.de

Malerarbeiten:

Gerhard Mohr
www.mohr-maler.de

Trapezblech:

STN Dach- und Fassadenbau
www.stn-dach-fassade.de

Fenster:

Metallbau Heiduck
www.metallbau-heiduck.de

Stahlbau:

HS Hallensysteme
www.hallensysteme.com

Nothing found.

HH_0425_AndLichtdesign für eine Galerie

Lichtdesign für eine Galerie

Zeitgenössische Kunst trifft jahrhundertealte Architektur

Arbeitswelten mit Teehaus

Arbeitswelten mit Teehaus

Funktionaler Minimalismus nach der Japandi-Philosophie

LATZ FÜR KLEINE ENTDECKER

Platz für kleine Entdecker

Harmonische Erweiterung einer Kindertagesstätte

Verblüffende Wandlung

Verblüffende Wandlung

55 Jahre später: Grundlegende Veränderung eines klassischen Zweifamilienhauses von 1968

Nothing found.

102485_HS_Hamm_0033_19_700pixel

Inspirierende Offenheit

Architektur des neuen Campus Hamm schafft ideale Bedingungen für Kommunikation und Lehre

Wohnen in der Innenstadt

In der Essener Weststadt entstand erschwinglicher und wertiger Wohnraum

MP-02-016_HiRes30cm_15_700pixel

Künstlersuiten

Land Hotel im Essener Süden widmet seinem berühmten Künstlervorfahren drei Räume

Drohne-2_15_700pixel

Begehrten Wohnraum gewonnen

Aus einer Gewerbeimmobilie in Essen wurde ein Mehrfamilienhaus

HILD-2_19_700pixel

Frisch herausgeputzt

Ein erhaltenswertes Gebäudeensemble wurde behutsam modernisiert

ACE_9203_15_700pixel

In die Zukunft geplant

Die Architektur des Aldi Nord Campus fördert die neue Kommunikation und ist zudem nachhaltig