Tradition und Innovation

Denkmalgeschützte Brücke erstrahlt in neuem Licht, das eine besondere Tiefenwirkung erzeugt

Die Lombardsbrücke, 1868 von Johann Hermann Maack errichtet, erfuhr eine umfassende Sanierung. Das Lichtkonzept von Team Licht schafft eine überaus stimmungsvolle Inszenierung dieses denkmalgeschützten Wahrzeichens im Herzen der Stadt. Die Grundidee der Lichtplaner:innen betrachtet die Brücke als harmonische Einheit, bei der Teilbereiche bewusst in den Fokus rücken. Durch die gezielte Platzierung der Leuchten wird besonders die horizontale Linie des Bauwerks betont, indem sich das Licht in der strukturierten Abschlusskante der Brücke fängt und somit die architektonische Klarheit unterstreicht. Die atmosphärische Beleuchtung entlang der Balustrade setzt sich innerhalb der Durchfahrten fort, was den einheitlichen Charakter zusätzlich verstärkt und bei dem Brückenbauwerk eine Tiefenwirkung erzeugt.

Die Pfeiler der Brücke erhalten eine besondere Aufmerksamkeit. Die höchste Lichtintensität betont dabei die vertikale Linie der Pfeiler und erhöht deren Präsenz im Gesamtbild. Gleichzeitig bleibt die horizontale Wirkung der Brücke durch die spezielle Beleuchtung der Balustrade und die gezielte Lichtrichtung nach oben sichtbar. Dieser Effekt läuft sanft aus und vermeidet Blendungen durch den Einsatz von Wabenrastern und durchdachte Positionierung der Leuchten. Um Bohrungen und Eingriffe in die denkmalgeschützte Substanz zu vermeiden, wurden eigens konzipierte Versorgungsprofile entwickelt, die unauffällig entlang der Brücke integriert sind und sowohl Leuchten als auch technisches Equipment aufnehmen. Seitlich verlaufende Profile enthalten lineare Leuchten, die das Gewölbe der Durchfahrten mit Streiflicht akzentuieren und die Tiefe sowie die Verbindung des Wasserweges hervorheben.

Die historischen, geradezu ikonischen Kandelaber von Carl Börner, die die Brücke bekrönen und die Verkehrswege auf der Brücke beleuchten, wurden rekonstruiert und als dekorative Elemente in das Gesamtkonzept integriert. Das gilt auch für die bauzeitlichen Wandleuchter. Sogar die „Gaslampen“ in den Bögen der Durchfahrten wurden wiederhergestellt; sie erzeugen faszinierende Lichtreflexionen auf dem Wasser und verleihen dem Bauwerk eine zusätzliche, funkelnde Note. Per App steuerbar, lassen sich Lichtintensitäten und -farben anpassen, um so auf natürliche Verwitterung und Nachdunkeln des Sandsteins zu reagieren. Lichtfarben, Dimmwerte und Beleuchtungszeiten wurden in enger Abstimmung mit dem Lichtbeirat der Stadt Hamburg festgelegt. Das Lichtkonzept für die Lombardsbrücke verbindet historische Sensibilität mit modernster Lichttechnik: Es hebt die architektonische Einheit der Brücke hervor, während es gleichzeitig einzelne Elemente betont und gekonnt in Szene setzt.​

www.teamlicht.de

 

Fotos:
Timo Sommer
www.timosommer.com

(Erschienen in CUBE Hamburg 04|25)

Nothing found.

Ins Bewusstsein gerückt

Der skulpturale Empfangspavillon ist weithin sichtbar und leicht zu finden

Leben auf der Halbinsel

Neubau in nachhaltiger Bauweise denkt Gemeinschaft neu

Ort der Begegnung

Das neue Pfarrheim Mariä Himmelfahrt in Miesbach prägt ein Kontrast aus Modernität und Tradition

Nothing found.

Inspiration über alle Sinne

Martin von Freeden über seine Vision bei V-Zug und den Ansatz seiner minimalistischen Ästhetik

TA-VEGAN-HOUSE_Interior_f-Phillipp-Troche-1-_15_700pixel

Farbenfroh und knackig frisch

Vegane vietnamesische Küche im Ta Vegan House in der Reimarusstraße

Auffahrt_19_700pixel

Elegante Nachverdichtung

Großzügiges und angenehmes Wohnen in zweiter Baureihe

Welche Farbe hat das Wasser?

Balance zwischen Abwechslung und Wiederholung in der Jenfelder Au

1116_MB_7437_Edit_19_700pixel

Naturverbunden wohnen

Aufgelockerte Wohnanlage im Vogelkamp Neugraben

_USC7620_15_700pixel

Verizontal

Die richtige Menge Platz am richtigen Ort durch eine geringfügige, aber gezielte Reorganisation der vorhandenen Grundrissstruktur

Traumhafte Lage

Umbau und Erweiterung eines Siedlungshauses schaffen Platz für eine Familie

6050_Su-derfeld_2900_034_c_Daniel_Sumesgutner_15_700pixel

Zeitlos und nachhaltig

Im Quartier Süderfeldpark gehen Natur und Architektur eine Symbiose ein