Plastisch artikuliert

Ein langer Wohnblock im Clouth Quartier besticht durch seine differenzierte Fassadengestaltung

01_SFA_KoelnClouth_LisaFarkas_7492_700pixel

Über einen Zeitraum von 140 Jahren schrieb die von Franz Clouth gegründete Rheinische Gummiwarenfabrik Kölner Industriegeschichte. 2005 wurde die Produktion stillgelegt. Die Stadt Köln erwarb das 14,5 Hektar große Gelände in Nippes und ließ es von der kommunalen Planungsgesellschaft „moderne stadt“ entwickeln. Im Rahmen eines städtebaulichen Realisierungswettbewerbs wurde ein Bebauungsplan für das Clouth Quartier mit über 1.200 neuen Wohnungen, aber auch Ateliers, Gastronomie und Gewerbeflächen erstellt. Auf dieser Grundlage haben Stefan Forster Architekten aus Frankfurt am Main auf einem der letzten Grundstücke ein Gebäude mit 77 Mietwohnungen geplant, das sich über eine Länge von ziemlich genau 100 Metern erstreckt. Jeweils zwei größere Vier- und zwei Zweizimmerwohnungen liegen dabei etagenweise um ein Treppenhaus mit Aufzug gruppiert. Die größeren Wohnungen wurden so angeordnet, dass ein Durchwohnen zu beiden Seiten möglich wird.

Der Wohnblock befindet sich direkt im Zentrum des neuen Quartiers am Luftschiff-Platz, der in den letzten Jahren eine großzügige Gestaltung mit Grün-, Freiraum- und Spielflächen erfahren hat. Der realisierte Entwurf entwickelt sich über einem L-förmigen Grundriss, der im Verbund mit den gegenüberliegenden Gebäuden die Figur eines aufgelösten Blockrands beschreibt. Die fünfgeschossige Fassade wird dabei durch Einschnitte im Dachgeschoss rhythmisiert, welches als Staffelgeschoss ausgeführt wurde. Dadurch wird die Identität der einzelnen Häuser nach außen sichtbar gemacht und die Länge des Baukörpers in kleinere Einheiten strukturiert. Als positiver Nebeneffekt entsteht eine klare Adressbildung. Der rund 8.000 m² Geschossfläche umfassende Neubau zeichnet sich zugleich durch wertige Materialien und eine fein detaillierte Ausführung mit differenziertem Fassadenaufbau aus. Der in einem warmen dunklen Braunton ausgewählte Klinker wird im Erdgeschoss als Vollklinker eingesetzt, in den oberen Geschossen wurde das gleiche Material in einem dünneren Format verwendet. Der Klinker artikuliert die Fassade so, dass sich glatte und reliefartige Fassadenbereiche sowohl in vertikaler als auch horizontaler Richtung abwechseln. Die aus dem Verband hervortretenden Ziegelbänder strukturieren die Geschosse dabei besonders plastisch. Im Zusammenspiel mit den eingeschnittenen Loggien und den zurückspringenden Terrassen auf den Dachgeschossen trägt das zur Belebung des Fassadenbildes deutlich bei.

www.sfa.de

Fotos:

Lisa Farkas
www.lisafarkas.de

(Erschienen in CUBE Köln Bonn 03|21)

Nothing found.

Die Bienen

Haushaltsauflösung & Entrümpelung

Ein klares Statement

Test- und Innovationszentrum für den Motorsport mit aerodynamischer Architektur

Haus mit zwei Gesichtern

Drei schmale Satteldächer prägen ein Doppelhaus für zwei Parteien

Zwischen Produktion und Pause

Die neue Kantine auf dem HAKRO Campus

Nothing found.

Schönheit trifft Nachhaltigkeit

Ein Kosmetikhersteller beeindruckt an neuem Standort mit atmosphärischem Entrée

pd-raumplan_26_6_21_15023_700pixel

Für ein entspanntes Lächeln

Wohlfühlatmosphäre in weißen Behandlungsräumen mit Eichenholz und weichen Kurven

HPA-1342_15_700pixel

Kreativer Industriecharme

Atelierartige Gewerbeeinheiten reagieren flexibel auf den Bedarf der Mieter

10-2018_MotelOne_Koeln-Neumarkt-372_15_700pixel

Hommage an den Kölner Dom

Das Design der Bar im Motel One Köln-Neumarkt nimmt Bezug auf das Wahrzeichen der Stadt

if5d_netcologne_bueroflaeche-01_15_700pixel

Im Herzen Kölsch

Die Arbeitswelt eines IT-Dienstleisters setzt auf Offenheit und Kommunikation mit Regionalbezug

Haus-S-bednorz00005_19_700pixel

Mit der Landschaft im Dialog

Ein Wohnhaus verschließt sich zur Straße und öffnet sich zum Garten

Bildausschnitt-vera-ndern-Asphalt-und-Himmel-anpassen-_FRD4560_15_700pixel

Mittendrin in Ehrenfeld

Ein früheres Industrieareal wird in ein offenes und grünes Wohnquartier transformiert

_MG_2447_19_700pixel

Widersprüche harmonisch vereint

Farbnuancen und Beleuchtung strukturieren ineinanderfließende Wohnzonen