Klare Formensprache

Ein Mehrfamilienhaus in Moers huldigt dem Bauhausstil und ist barrierefrei

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Die Eigentümer eines in die Jahre gekommenen Einfamilienhauses ließen das Gebäude abreißen und beauftragten das Architekturbüro Stahlmann und Roswalka aus Moers mit der Planung eines Mehrfamilienhauses. So entstand auf dem Eckgrundstück in unmittelbarer Nähe zum Moerser Stadtpark ein Fünffamilienhaus auf drei Etagen im Bauhaustil. Die aus einem Wärmedämmverbundsystem bestehende Fassade wird durch farblich abgesetzte Wandteile akzentuiert. Als Absturzsicherung wurden bei Balkonen und der Dachterrasse Ganzglasgeländer verwendet.

Alle Wohnungen zeichnen sich durch offene Grundrisse aus. Große bodentiefe Fenster und moderne Tageslichtbänder sorgen für viel Lichteinfall, wodurch eine helle, freundliche Atmosphäre geschaffen wird. Die großen und schwellenlosen Duschbereiche sind barrierefrei nutzbar, eigene Hauswirtschaftsräume tragen eine praktische Komponente bei. Im Erdgeschoss befindet sich eine ca. 125 m² große Wohnung für ein älteres Ehepaar und ein kleines Apartment, das bei Bedarf einer Pflegekraft zur Verfügung gestellt werden kann. Das Penthouse wird direkt mit dem Aufzug angefahren. Hier trennt ein schöner Kamin den lichtdurchfluteten Wohn- vom Essbereich. Über große Schiebetüren gelangen die Bewohner auf die nach Südwesten ausgerichtete Dachterrasse. Umweltfreundlich kommt die Energie für das Warmwasser und die Heizung aus dem Fernwärmenetz. Das Gebäude erfüllt die Kriterien als KfW-Effizienzhaus 55. Für die Fahrzeuge steht eine geräumige Tiefgarage zur Verfügung. Wegen der engen Platzverhältnisse auf dem Grundstück wurde der Bau einer Tiefgaragenrampe verworfen. Stattdessen befördert jetzt ein Autoaufzug die Fahrzeuge in das Untergeschoss.

www.architektur-sr.com

Fotos:

Peter van Bohemen

(Erschienen in CUBE Ruhrgebiet 04|20)

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