Vom Glück der zweiten Reihe

Platz für ein maßgeschneidertes Zuhause für eine Familie

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Bauplätze für Einfamilienhäuser sind rar in Hamburg. Aber manchmal ergibt sich eine Chance, auf einem sogenannten Pfeifenstielgrundstück, also quasi in zweiter Reihe im rückwärtigen Bereich eines bereits bebauten Grundstücks, Platz für ein weiteres Haus zu finden. Nach rechtlicher Aufteilung des vorhandenen Grundstücks in zwei neue sowie Klärung der gemeinsam mit dem Hausbesitzer in der ersten Reihe genutzten Zuwegung konnten die Bauherren, ein Ehepaar mit zwei kleinen Kindern, loslegen. Sie beauftragten Sieckmann Walther Architekten, ihr neues Zuhause zu errichten.

Die Umgebung ist geprägt durch Putz- und Rotklinkerbauten. Die Klinkerfassade des Gebäudes fügt sich mit dem Aufgreifen der vorhandenen Materialität städtebaulich in den Bestand ein, erhält aber durch das sehr lange Klinkerformat eine ganz eigenständige, moderne Optik. Auch aus Gründen der Langlebigkeit bot sich das Material an. Zudem stehen in der direkten Umgebung viele Bäume, durch die Robustheit des Klinkers ist die Fassade aber gegen eine Veralgung gefeit.

Die Familie wünschte sich ein offenes, kommunikatives Haus, in dem es auch Rückzugszonen gibt. Die Entwurfsidee des Büros war, im Erdgeschoss eine durchlässige Raumabfolge zu gestalten, die sich sowohl von der Küche aus nach vorne als auch nach hinten in den Garten öffnet. Durch die Kubenkomposition entsteht ein Baukörper mit differenzierten Außenbereichen, wie dem überdachten und hierdurch klar definierten Eingangsbereich und dem geschützten Terrassenplatz auf der Gartenseite. Durch die geschickte Ausrichtung auf dem Pfeifenstielgrundstück entsteht zusätzlich noch ein großzügiger Vorplatz am Ende der gemeinsam mit den Nachbarn genutzten Zuwegung.

Das stimmige und ruhige Gesamtbild des Hauses setzt sich im Inneren durch die Beschränkung auf wenige Farben und Materialien fort. Weiße Wände und weiß geölte Eichenböden werden akzentuiert durch Fenster und ausgewählte Einbauten in Schwarz wie in der Küche oder der Kamin als Bestandteil des langen Stahl-Sideboards. Gleiche Fliesen in den Bädern verstärken den harmonischen Eindruck. Die Eichenholzlamellen an der Treppe weisen ein raffiniertes Detail auf: Sie sind seitlich weiß und dienen als „Filter“ zwischen Keller und Obergeschoss. Für den Eingangsbereich entwickelten die Architekten ein raumteilendes Möbel – auf der einen Seite die Garderobe, auf der anderen die Hochschränke der Küche, die vom langen Küchenblock geprägt ist. Sehr beliebt bei der Familie sind die Sitzfenster in den privaten Räumen. Das Gebäude hat 195 m² Wohnfläche und ist ein Niedrigenergiehaus im KfW 40-Standard. Die großen Fensterflächen erhielten außen liegenden Sonnenschutz. Die KNX-Anlage (intelligentes Bussystem) wurde in Eigenleistung vom Bauherren verbaut.

www.sieckmannwalther.de

Fotos:

Frederike Heim
www.frederikeheim.de

(Erschienen in CUBE Hamburg 03|22)

Architekten:

Sieckmann Walther Architekten
www.sieckmannwalther.de

Dachdeckerei:

Bedachungs-GmbH Flüß & Meyer
www.bedachungs-gmbh.de

Sanitär, Heizung:

Prehn & von Hoeßlin
www.prehn-hoesslin.de

Tischler:

Kreitz & Hansen
www.kreitz-hansen.de

Parkett:

geßler fußbodendesign
www.gessler-parkett.de

Fliesenarbeiten:

Ralf Ludwig
www.ralfludwig.com

Glaserarbeiten:

Glaserei Alexander Kerbs
www.glaserei-kerbs.de

Malerarbeiten:

Malerbetrieb Lindemann
www.malerbetrieb-lindemann.de

Einbau Fenster:

Tischlerei Popken
www.tischlerei-popken.de

Trockenbau:

Future Bau
www.futurebau.de

Gründach:

Dirk Nastke
www.nastke.de

Kaminbau:

Plewka, Kachelofen und Kaminbau
www.kaminbauplewka.de

Fenster:

Kneer-Südfenster
www.kneer-suedfenster.de

Küche:

next 125
www.next125.com

Sonnenschutz:

Roma
www.roma.de

Klinker:

Vandemoortel
www.vandemoortel.de

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