Sichtachsen im Dialog

Das zur Gartenseite hin seitlich abfallende Grundstück war dabei Herausforderung und Chance zugleich.

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Für ihre vierköpfige Familie wünschten sich die Bauherren ein Einfamilienhaus in einem etablierten Wohnviertel in Mönchengladbach. Modern und reduziert sollte es gestaltet sein. Insbesondere sollte es aber auch eine klare Zonierung zwischen dem Bereich geben, der das Büro und einen Gästebereich aufnimmt, und dem Wohnbereich, der sich zum rückwärtigen Garten hin öffnet. Schrötgens Architekten aus Mönchengladbach haben ein Gebäude entworfen und realisiert, das durch seine Sicht- und Lichtachsen überzeugt.

Das Grundstück in einer Bestandssiedlung mit freistehenden Wohnhäusern konnte nach §34 BauGB bebaut werden. Der Neubau ist wie die umliegenden Gebäude zehn Meter von der Straße abgerückt. Dadurch ließ sich ein reduzierter Vorgarten realisieren mit zwei großen Bäumen als punktuelle Bepflanzung. Das zur Gartenseite hin seitlich abfallende Grundstück war dabei Herausforderung und Chance zugleich: Ein Teil des Untergeschosses konnte dank der abfallenden Hanglage mit Tageslicht belichtet werden und ein Austritt aus dem dortigen Wellnessbereich wurde möglich. Das großzügige Wohnhaus wird straßenseitig über eine leicht aus der zentralen Achse gerückten Eingangstür aus Holz betreten. Ihre helle Farbigkeit und warme Haptik bilden einen harmonischen Kontrast zu der dunklen Fassade aus Verblendmauerwerk. Der mit 3,20 m Deckenhöhe repräsentativ gestaltete Eingangsbereich eröffnet eine Sichtachse durch das Gebäude, die sich durch den Wohnbereich bis in den Garten erstreckt. Die geradläufige Treppe wurde aus dieser Flucht dabei bewusst herausgedreht: Sie orientiert sich an einer Lichtfuge, die quer zur Garten-Sichtachse verläuft. Dadurch kann die Treppe hell belichtet werden, aber es wird auch eine innere Gliederung des Raumprogramms möglich: So trennt die Lichtfuge im Erdgeschoss den straßenseitigen Gästebereich und das Arbeitszimmer klar vom gartenseitigen Wohn- und Essbereich ab. Im Obergeschoss bildet sie zudem die Grenzlinie zwischen Elternbereich und Kinderzimmern. Der Wohn- und Essbereich lässt sich zusätzlich durch eine in der Wand versenkbaren Schiebetür separieren. Der als transparente Glasfassade ausgebildete Übergang zum Garten erhält über eine Loggia eine zusätzliche Pufferzone.

Das obere Geschoss wurde als Staffelgeschoss mit einer umlaufenden Terrasse ausgebildet. Aluminiumfenster in großen Formaten lassen viel Licht tief in den Raum fallen. Die Verschattung wird durch Raffstore und im Bereich der Lichtfuge durch einen textilen Sonnenschutz gewährleistet, der zugleich als halbtransparenter Sichtschutz zum Nachbarn fungiert. Der Innenraum verfügt im vorderen Bereich über rohe Sichtbetondecken, wohingegen im Wohn- und Essbereich die Decken weiß verputzt sind. Der Holzboden, maßgefertigte Einbaumöbel und filigrane Vorhänge verleihen den Räumen ihre Wohnlichkeit.

www.schroetgens-architekten.de

(Erschienen in CUBE Düsseldorf 04|20)

Architekten:

schrötgens architekten
www.schroetgens-architekten.de

Rohbau, Fassade:

Bauunternehmung Kret
www.kret-gmbh.de

Möbel:

Heyer Schreinerei – Innenausbau
www.heyer-schreinerei.de

Küche:

Rosenschild
www.boffistudio-duesseldorf.com

Fliesen:

Fliesen Büsdorff
Telefon: 02452 180027

Putz, Trockenbau:

Norbert Kroker Stukkateurmeister
www.kroker-stuck.de

Sanitär:

Andreas Kuhlen Heizung Sanitär
Telefon: 02161 583220

Außenanlage:

Hops GaLaBau
www.galabau-hops.de

Schlosser:

Metallbau Meba
www.meba-design.de

Schlosser (Treppe):

MetallArt
www.metallart-treppen.de

Heizung:

Lewerenz Energiespartechnik
www.lewerenz.de

Dach:

Rieck & Lingen Bedachungen
www.rieck-lingen.de

Elektro:

Michael Zimmermann Elektrotechnik
Telefon: 02166 144192

Kamin:

S.K.Ö. Kaminstudio
www.kaminstudio-skoe.de

Parkett:

Parkett Dietrich
www.parkett-dietrich.de

Lampen:

Molto Luce
www.moltoluce.com

Marset
www.marset.com

Flos
www.flos.com

Armatur:

Boffi
www.boffi.com

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