Einladend auf zwei Niveaus

Die neue Toni-Turek-Realschule in Stockum bietet großzügige Innen- und Außenräume

Eine der infolge steigender Schülerzahlen vorgenommenen Schulneugründungen ist die vierzügige Toni-Turek-Realschule in Stockum. Der Schulneubau, der dafür von Immobilien Projekt Management Düsseldorf im Auftrag der Stadt Düsseldorf entwickelt wurde, ist das Ergebnis einer Totalunternehmerausschreibung, die in einem Bieterverfahren der Goldbeck Ost zusammen mit dem Braunschweiger Architekturbüro Dohle + Lohse übertragen wurde.

Das Gebäude besetzt das Gelände eines ehemaligen Sportplatzes, der gegenüber dem benachbarten Max-Planck-Gymnasium und der Wohnbebauung um ca. 2,50 m abgesenkt war. Städtebaulich wird der Baukörper so integriert, dass nach Norden eine attraktive Adressbildung zum Stadtteil entsteht: Im Zusammenspiel mit der vorgelagerten, ebenfalls neu entstandenen Sporthalle bildet der rechteckige Schulbau einen geneigten Vorplatz aus. Andererseits entsteht ein großzügiger Pausenbereich, der sich nach Süden zu einem benachbarten Grünzug hin orientiert, ohne die benachbarte Wohnbebauung dabei akustisch zu beeinträchtigen. Aufgrund der abschüssigen topografischen Lage wird die Schule auf zwei Ebenen erschlossen: Das untere Schulfoyer und der Zugang zur Sporthalle wird über einen teilweise terrassierten, mit Bauminseln gestalteten Platz erreicht. In das obere Foyer gelangt man über eine langgestreckte Rampenanlage oder seitlich über eine kommunikative Treppensituation. Die einfache orthogonale Gebäudestruktur mit zwei innenliegenden Höfen bringt dabei viel Tageslicht ins Innere des Schulgebäudes und ermöglicht eine schnelle und einfache Orientierung. Die zentralen Einrichtungen der Schule wie Foyer, Mensa/Aula und Ganztagsbereich sind miteinander im Erdgeschoss verwoben und unterhalten so einen direkten Außenraumbezug. Das Foyer als zentraler Treffpunkt und Kommunikationsort übernimmt die horizontale und vertikale Verteilung im Gebäude. In den Obergeschossen liegen nach Norden die Verwaltungs- und Lehrerräume sowie die Naturwissenschaften. In allen weiteren Bereichen sind die verschiedenen Jahrgangsstufen in einzelnen Clustern organisiert. Ein Verbindungsbau schafft einen zentralen, transparenten Eingangsbereich zwischen Schule und Sporthalle. Von dort aus werden sowohl die kleine Tribünenanlage als auch der Umkleidebereich erschlossen. Die Geräteräume nutzen wiederum die topografische Situation aus und schieben sich von außen unsichtbar in den Hang. In ihrer Material- und Farbauswahl stellen sich die Neubauten der Toni-Turek-Realschule als offene und einladende Gebäude dar. Ein weiß-gelblicher Klinker kommt bei dem Schulbau sowie im Sockelbereich der Turnhalle zum Einsatz. Als Fassadenmaterial strahlt er Beständigkeit und Modernität aus. Die Fassaden sind zugleich über horizontale Fensterbänder großzügig gegliedert. Geschosshohe Glasfassaden an den Zugangsseiten, dem Pausenhof und im Mensabereich sorgen für viel Transparenz und Offenheit.

www.dohle-lohse.de

Fotos:

Chris Rausch
www.christopherrausch.de

(Erschienen in CUBE Düsseldorf 01|21)

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