Familienfreundliche Hochschule

Kita und Coworking in einem Neubau der Beuth Hochschule für Technik

_DSC8865_10_700pixel

Das Haus Beuth der BHT, eine Hochschule mit 13.000 Studierenden im Bezirk Mitte, wurde nach den Plänen von Stadtbaurat Ludwig Hoffmann von 1908 bis 1910 am Zeppelinplatz im Wedding erbaut. Es hat einen quadratischen Grundriss, zwei Torgebäude standen – als ehemalige Lehrerwohnungen – vorgelagert direkt an den beiden Ecken in südlicher und in westlicher Richtung. Letzteres wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und hinterließ sozusagen ein „amputiertes“ Ensemble. Nun wurde das fehlende Eckgebäude von KRP Architekten wiederaufgebaut. Bauherren sind die BHT in guter Kooperation mit dem Studierendenwerk Berlin, welches neben der Kita in der BHT auch noch weitere Kitas in Berlin unterhält.

Auf insgesamt 2.279 m² Nutzfläche des fünfstöckigen Neubaus stehen in den ersten drei Geschossen sowie im Untergeschoss Plätze für 130 Kinder von Studierenden oder Beschäftigten der Hochschule zur Verfügung. In der ursprünglichen Kita waren es nur 48 Plätze. Auch in der Umgebung wohnende Eltern können ihre Kinder hierherschicken. Im Erdgeschoss findet sich im Eingangsbereich die Schnittstelle zwischen der Berliner Hochschule für Technik und dem Studierendenwerk Berlin. Im restlichen Geschoss sind Funktionsräume für die ganz Kleinen angeordnet. Die älteren Jahrgänge haben ihre Räume im 1. und 2. Obergeschoss. In den oberen beiden Geschossen sind 52 Arbeitsplätze als flexible Coworking-Spaces für die Hochschule entstanden. Eröffnung war im Sommer 2021 – coronabedingt ein Jahr später als ursprünglich geplant. Nun komplettiert der Neubau das vormals kriegsbedingt zerstörte Ensemble wieder.

Für die Kinder wurden umfangreiche Spielstätten im umliegenden Außenbereich vom Büro Dr. Gabriele Holst Landschaftsarchitekten angelegt. Im Gegensatz zum Bestandsgebäude hat der Neubau kein Walm-, sondern ein Flachdach. Die Fassadenorganisation nimmt durch die Prägungen in den Fensterbereichen Bezug auf das Raster des Hauptgebäudes. Die Fensterbreiten variieren von schmal über mittel bis hin zu breit. Die Gebäudehülle setzt sich aus einem Raster von 3 x 3 m in Betonhalbfertigteilbauweise und einer vorgehängten geschlämmten Ziegelfassade zusammen. Der Grundriss entspricht exakt dem gegenüberliegenden Eckgebäude: Einem L-förmigen Körper mit einer konvex gerundeten, verglasten Ecke in Richtung zum Hauptgebäude. Das neue Bauwerk ist ein Ausdruck einer familienfreundlichen Baupolitik.

www.kolbripke.de

Fotos:

Hanns Joosten
www.hannsjoosten.de



(Erschienen in CUBE Berlin 01|22)

 

Nothing found.

Klein Gebaut – groß gedacht

Das „Schwarze Haus im Grünen“ als Modell für modernes Bauen

Die Technik bleibt unsichtbar

Neubau mit Fokus auf biophiles Design setzt auf modulare Fassadenbegrünung

Die Bienen

Haushaltsauflösung & Entrümpelung

Ein klares Statement

Test- und Innovationszentrum für den Motorsport mit aerodynamischer Architektur

Nothing found.

20200425-_C1A6325b-fin_15_700pixel

Wechselhafte Geschichte

Neuer und letzter Erweiterungsbau des Ministeriums für Arbeit und Soziales

1608-WF_Dol_052_19_700pixel

Drei Punkte im Hof

Exemplarische Nachverdichtung in Friedrichsfelde

_BAN0483-lowres_700pixel

Altes Gebäude neu ergänzt

Kriegszerstörtes Industriegebäude Gertrudshof komplett wiederhergestellt

Sitzler_11_19_700pixel

Neubelebte DDR-Schönheit

Revitalisierung eines 1970er-Jahre-Apartments in der Leipziger Straße

20200425-_C1A6325b-fin_15_700pixel

Wechselhafte Geschichte

Neuer und letzter Erweiterungsbau des Ministeriums für Arbeit und Soziales

Rezeption-c-Eduardo-Perez_15_700pixel

Übernachten und mehr

Neues zeitlos designtes Hotel am Potsdamer Platz bietet immer wieder neue Erlebnisse

Gelungen durchdacht

Dachaufbau eines traditionsreichen Eck-Mietshauses schafft weiteren Wohnraum

fine-interior-interior-design-cityappartment-1-_15_700pixel

Back to the Future

Vintage ist in – dies macht sich eine Interior Designerin zunutze