Soziale Arbeitswelt

Gelungene Sanierung und Umnutzung einer Sparkasse in Oberhausen

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Das Verwaltungsgebäude der ehemaligen Sparkasse in Oberhausen wird nach einem aufwändigen Umbau als Sozialrathaus genutzt. Meier-Ebbers Architekten und Ingenieure haben das 1999 errichtete Gebäude für seine neue Bestimmung zukunftsfähig gemacht. Es ist am 17. Juni, dem Tag der Architektur, zu besichtigen.

Von außen zeigt sich das L-förmige Gebäude mit einem viergeschossigen Hauptbaukörper und höherliegendem Turm an der Rückseite nur subtil verändert. An den massiv wirkenden Bau aus anthrazit-lilafarbenem Klinker dockten an der Stirnseite straßenseitig bereits zwei eingeschossige Anbauten an, die durch eingeschossige Glaskuben ergänzt wurden, die die Fassade auflockern. Der Hauptbaukörper erhielt zudem ein allseitig zurückspringendes Staffelgeschoss. Der Gestaltungsschwerpunkt lag auf der inneren Neugestaltung und Organisation des Grundrisses. Entstanden sind 6.445 m² Arbeitsfläche, die vielfältigen Anforderungen gerecht werden. Da die Mitarbeitenden häufig Kund:innen empfangen und jeder einen eigenen ruhigen Workspace benötigt, war ein wichtiger Gedanke diese beiden Hauptnutzungen zu trennen. Besucher:innen haben zum Schutz der Mitarbeitenden ausschließlich Zugang zum Frontbereich, der Backoffice-Bereich ist Letzteren vorbehalten und nur durch kontrollierten Zugang erreichbar. Das Oberhausener Architekturbüro führte in der Planungsphase intensive Workshops durch und band die Vorstellungen der Nutzer:innen in die Gestaltung ein. Das Ergebnis ist unmittelbar erlebbar: Einst enge und dunkle Einzelbüros sind offenen Grundrissen gewichen, große Fensterflächen lassen natürliches Licht ins Innere und gemütliche Gemeinschafts- sowie Besprechungsbereiche sind entstanden. Als Raumtrenner fungieren Pflanzentöpfe, die das Wohlbefinden fördern und als Sichtschutz dienen. Von Beginn an flossen alle Aspekte von Sicherheit über Beschilderung, Licht- und Farbkonzept sowie Akustik in einen harmonischen Gesamtentwurf ein. Das öffentliche Verwaltungsgebäude ist dank schwellenloser Zugänge und Aufzüge barierrefrei. Ein umfangreiches Bodenleit- und Beschilderungssystem erleichtert auch Menschen mit Handicap die Orientierung. Anlaufstelle im Foyer ist ein großzügiger Tresen mit guter Sicht zum Eingang. Die Kund:innen werden im Front-Officebereich zu einer kleinen Wartezone mit Loungemöbeln und zu den Besprechungsräumen geleitet. Die hier verbaute Baffeldecke sorgt für eine angenehme Akustik und ist ein markantes Gestaltungselement. Im Back-Officebereich ist jedem Mitarbeitenden ein eigener ruhiger Arbeitsplatz zugewiesen. Besprechungsräume in verschiedenen Größen, Pausenräume, Küchen und Sanitäranlagen komplettieren das Raumangebot. Teppichböden und Akustikdecken sowie Akustiksegel sorgen für guten Schallschutz. Die Gemeinschaftsflächen, etwa vor den Besprechungsräumen, werden nicht nur als Kommunikationsplattform genutzt, sondern zunehmend auch zum Arbeiten. Ein erster Schritt in Richtung non-territoriales Arbeiten, das hier dank flexibler Raumgestaltung jederzeit ohne weiteren Umbau umsetzbar ist.

www.meier-ebbers.de

Fotos:

Meier-Ebbers Architekten
Siegfried Dammrath
www.dammrath.de

(Erschienen in CUBE Ruhrgebiet 02|23)

Architektur:

Meier-Ebbers Architekten
www.meier-ebbers.de

Fachplaner:

IGB Hoffmann
www.igb-hoffmann.de

Fenster:

Pilgram Oberhausen
www.metallbau-pilgram.de

Türen:

Trockenbau Rhein Ruhr Duisburg
www.trockenbau-rhein-ruhr.de

Planung Elektro, KNX, Leuchten und Schalter:

Tempa Borken
www.tempa.de

Elektro:

Elsa
www.elektro-elsa.de

Küchen:

Zeissig
www.zeissig.de
Signum
www.signum-ob.de

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