Gut gelöst

Das Konzept einer Wohnanlage in Ratingen trotzt allen behördlichen Anforderungen

_SNY8095-HDR_korr_15_700pixel

Dem heutigen Erscheinungsbild am Bertramsweg 27 in Ratingen sieht man die herausfordernden Auflagen, die das Grundstück einst schwer vermarktbar machten, nicht mehr an. Doch die gab es – unter anderem auch vom Amt für Stadtentwässerung. So durfte nicht mehr Regenwasser in den schwach dimensionierten Regenwasserkanal eingeleitet werden als von dem ursprünglichen Einfamilienhaus. Zudem untersagte das Bauamt eine Parzellierung. Bedingungen, welche die Baugemeinschaft Bertramsweg 27 nicht verschrecken konnten. Im Gegenteil. In Kooperation mit einem Baufinanzierer entwickelte der Ratinger Architekt Prof. Manfred Morlock in Kooperation mit dem Atelier Rhein-Ruhr ein genehmigungsfähiges Baukonzept, das durch einen großen Baukörper mit neun Maisonettewohnungen im Charakter eines Stadthauses bestimmt wird.

Erschlossen werden die Wohnungen über einen privaten, befahrbaren und von Apfelbäumen gesäumten Wohnweg. Dabei führen drei Stufen vom Weg über eine nach Osten orientierte Holzterrasse zu den jeweils 4,10 m breiten Maisonettewohnungen. Durch das begrünte, nach Westen ansteigende Pultdach entstehen zur Gartenseite drei Wohnebenen, während die Wohnungen zur Eingangsseite zwei Ebenen umfassen. Im Zentrum des Hauses verbindet eine offene Treppe die nach dem Split-Level-Prinzip organisierten Ebenen miteinander. Mit dem Vorteil, dass das Morgenlicht durch das ganze Haus strömen kann. Und auch in den späteren Stunden präsentieren sich die Wohnungen tageslichthell. Schließlich scheint ab Mittag die Sonne auf den Garten, sodass das Haus ab dann bis zum Abend hin weiterhin lichtdurchflutet ist. Der Eingang der Häuser ist durch die Küche mit dem Essplatz geprägt. In Kombination mit der Holzterrasse stellt sie einen Kommunikationsbereich dar, der sich sowohl nach innen als auch nach außen hin orientiert.

Der von alten Bäumen und einer rundum laufenden Hainbuchenhecke geprägte Garten besteht aus neun addierten Einheiten mit Sondernutzungsrecht. Da Zäune nicht gewünscht waren, fiel die Wahl auf begrünte, wärmespeichernde Betonwände, die – zwischen den Terrassen angebracht – für genügend Privatheit sorgen. Besonders freundlich und einladend präsentiert sich die Fassade, die aus grau-lasierter Schwarzwälder-Weißtannen-Schalung im Verbund mit Holz-Alu-Fenstern zum harmonischen Gesamtbild der Wohnanlage beiträgt.

Fotos:

Markus Luigs
www.bueroluigs.de
Kay Yoshimatsu

(Erschienen in CUBE Düsseldorf 03|21)

Nothing found.

Um die Ecke gebaut

Um die Ecke gebaut

Mehrfamilienhaus interpretiert Gestaltungselemente historischer Nachbargebäude neu

Monotih mit Rundungen

Monolith mit Rundungen

Ein Wohnhaus überzeugt mit starken Innen-Außen-Bezügen und feinen Details

Kunst und Zeitgeist

Kunst und Zeitgeist

Eine Wohnung aus den 1970er-Jahren wird in die Zukunft transformiert

Luxusliner an der Spree

Luxusliner an der Spree

„Dockyard“ – ein zukunftweisendes Bürogebäude in Friedrichshain

Nothing found.

20230421_125855_56807_15_700pixel

Der Mix macht’s

Modernes Büro mit spannenden, aber harmonischen Kontrasten

2093_M02_DRUCK_15_700pixel

Wände raus, Licht rein

Umfangreiche Änderungen machen eine Doppelhaushälfte zum großzügigen Einfamilienhaus

32885_Krefeld_0709_700pixel

Geöffneter Monolith

Eine Villa im Wald beeindruckt durch vielfältige Sichtbezüge in den Außenraum

Die-klare-k_rperhafte-Architektur-der-Mixed-Use-Immobilie-wird-durch-skulpturale-Einschnitte-gegliedert_15_700pixel

Öffentlich und großzügig

Der neue Bürohauptsitz von HPP im Medienhafen schafft Räume für agiles, kreatives Arbeiten

DJI_0002_19_700pixel

Städtebauliche Visitenkarte

Ein Hotel-Trio am Hauptbahnhof wertet die Umgebung grundlegend auf

Terrasse_1295_4c_19_700pixel

Tradition mit Kräutern

Das Byliny in Bilk bietet Klassiker der bürgerlichen Küche mit saisonalem Twist

Klares Design am Puls der Stadt

Das Hotel „the niu Hub“ bietet Komfort und Urban Lifestyle in Mörsenbroich

01_ansichtoffice_ateliergursky_neugestaltungoffice-C-ivofaber_10_700pixel

Minimalistische Reduktion

Der Umbau des Officebereichs von Atelier Gursky besticht in der Wirkung von Raum und Licht