Gebaute Teilhabe

Das neue SOS-Kinderdorf in Garath besticht durch seine Gemeinschaftsflächen

KRESINGS_SOS_NilsKoenning_6_15_700pixel

Seit 2008 ist das SOS-Kinderdorf fest etabliert im südlichsten Stadtteil Düsseldorfs. Was als kleiner Stadtteiltreff mit Kindertagespflege und Veranstaltungsraum begann, hat sich über die Jahre durch neue Nutzungen und Räumlichkeiten immer weiter über den Standort zerstreut. Ein 2016 organisierter Wettbewerb sollte alles an einem zentralen Standort nicht weit vom Zentrum Garath in städtebaulich prominenter Position an der Frankfurter Straße bündeln. Das Architekturbüro Kresings, das als Gewinner aus dem Verfahren hervorging, plante und realisierte einen Entwurf, der das Kinderdorf weitestmöglich für den Stadtteil öffnet und gemeinschaftliche Teilhabe ermöglicht.

Das Ensemble wird aus fünf zweigeschossigen Gebäudeteilen gebildet, die sich auf zwei Grundstücken beidseitig der Matthias-Erzberger-Straße befinden. Das Kinderdorf orientiert sich somit einerseits nach Norden zur Stadt, andererseits aber auch nach Süden hin zum Park von Schloss Garath und zur baumbestandenen Schlossallee. Nach Süden wurden entsprechend die drei Neubauten des pädagogischen Zentrums, der Kindertagesstätte sowie eines Mehrgenerationenhauses angeordnet: Die Gebäude öffnen sich auch nach außen gut sichtbar rund um einen zentralen Platz mit einer alten ausgewachsenen Eiche. Dabei entsteht eine geradezu dörfliche Atmosphäre. Die drei Solitäre werden über Brücken im Obergeschoss miteinander verbunden, die Kita durch eine grüne Freitreppe erschlossen. Sowohl die über zwei Geschosse geführten Kita-Gruppenräume als auch die Projekträume des Zentrums und das Stadtteilcafé des Mehrgenerationenhauses sind zur Schlossallee hin orientiert, wo sich auch der großzügige öffentliche Außenspielbereich befindet.

Alle Gebäudeteile sind mit einer vertikalen Holzfassade versehen. Die naturbelassenen Holzlamellen wickeln sich als verbindendes Element wie ein Kleid um die Baukörper herum. Mit ihren abgerundeten Ecken leiten sie zudem die Besucher auf den Platz und laden zum Betreten der Gebäude ein. Die öffentlichen Flächen bestechen durch eine hohe Transparenz und große, bodentiefe Fensterflächen. Vor allem im Erdgeschoss kann sich so ein direkter Innen-Außenbezug entwickeln, der dem Ensemble die gewünschte Offenheit verleiht. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite in nordwestlicher Grundstückslage befinden sich die beiden übrigen Neubauten. Die besonders sensiblen und schützenswerten Bereiche der Wohngruppen und Kinderdorffamilien liegen hier um einen gemeinsam genutzten, begrünten Innenhof angeordnet.

www.kresings.com

Fotos:

Nils Koenning
www.nilskoenning.com

(Erschienen in CUBE Düsseldorf 03|22)

Nothing found.

Lichtdurchflutete Arbeitswelt

Hocheffizientes Bürogebäude in der Maxvorstadt

Gelungene Überführung

Der Umbau eines ehemaligen Wochenendhauses begeistert die Bauherrin

Individualität im System

Grundschule verbindet Planungs- und Fertigungseffizienz mit zeitgemäßer Gestaltung

Harmonie mit Liebe zum Detail

Farbkonzepte und Kunstobjekte für ansprechende Praxisräume in Moabit

Nothing found.

Haus_Perspektive_v2-1_20_700pixel

Individuell konzipiert

Das großzügig über zwei Geschosse konzipierte Wohngebäude öffnet sich zum weitläufigen Garten, der durch den teilweise erhaltenen Baumbestand geprägt…

CARA_19_L_36ZUtKqw6TBDPoA

Rolf Benz Cara

Rolf Benz Cara. Cara beweist Charakter.

Reaktiviertes Bauernhaus

Historischer Bestand in Niederkassel wird zeitgemäß interpretiert und doch behutsam erhalten

MarcEller_high-res-13_700pixel

Nachhaltig flexibel

Ein Wohn- und Atelierhaus überzeugt durch seine variierbaren Raumstrukturen

Skulpturales Tor zum Kirchberg

Ein neues Pfarrzentrum in Monheim stärkt den Bestand

Olaf_Kitzig_2_10_700pixel

Liebe auf den ersten Blick

Der Designer Olaf Kitzig über seine Villa „The Flat“ und die Herausforderungen des Umbaus

7RM4_059393_4_5P5r2-4k_15_700pixelaRHEEKViM6DYv

Ein Stück Stadtteilgeschichte

In Anlehnung an die historische Backsteinarchitektur entschied sich Bahners für einen Wiederaufbau in Form eines Mehrfamilienhauses mit sieben…

CG-Gruppe_UNT_19_700pixel

Neue Wohnvielfalt

UpperNord Tower: Düsseldorfs höchstes Wohnhochhaus soll Mitte 2022 fertig sein