Asymmetrisch konturiert

Ein eingeschossiges Satteldachhaus in Ratingen passt sich den Raumwünschen flexibel an

PK1186-132-v1_15_700pixel

Eine junge Familie wollte sich den Traum vom eigenen Heim erfüllen – ursprünglich in einem alten Satteldachhaus. Dieses hätte allerdings umfänglich saniert werden müssen. Das beauftragte Ratinger Architekturbüro Lücker Beckmann kam in seiner Prüfung zu dem Ergebnis, dass ein Neubau die bessere Option wäre und entwickelte diesen so, dass er die klassische Satteldachhaus-Architektur aufgreift und doch abwandelt.

Die Bauherren wünschten sich ein modernes offenes Wohnkonzept, verbunden mit der Möglichkeit einzelne Bereiche und Zonen flexibel voneinander abtrennen zu können. Zugleich sollte alles großzügig und weitläufig wirken. Die erste Bauvoranfrage für ein eingeschossiges Gebäude mit hohem Kniestock und flachem Satteldach wurde vom Bauamt abgelehnt – zu groß war die Differenz zu den Traufhöhen der Nachbargebäude. Um dennoch genügend Raum für die Familie auf dem schmalen Grundstück zu schaffen, entwickelten die Architekten ein giebelständig zur Straße orientiertes Gebäude mit einem Erdgeschoss. Dieses wurde mit einem asymmetrisch verschobenen Dachgeschoss in unterschiedlichen Dachneigungswinkeln und zwei Dachaufbauten nach Süd-Ost versehen. So konnte ein maßgeschneidertes Wohnhaus entstehen – mit rund 230 m² Wohnfläche und flexibel trennbaren Funktionszonen. Im Erdgeschoss liegt der vom Flur ausgehende, fließende Wohn- und Essbereich mit raumhohen Fensterfronten und Blick in den Garten. Die straßenseitig orientierte Küche schließt ebenfalls an diesen Bereich an, lässt sich über Schiebelemente aber auch separieren. Der Esstisch erfährt zudem als Zentrum des Familienlebens eine besondere Akzentuierung: Über ihm öffnet sich ein großer vertikaler Luftraum in die Schräge des Dachgeschosses mit drei Dachflächenfenstern als Oberlichtern. Im Obergeschoss verbindet eine belichtete Galerie den Elterntrakt mit den beiden Kinderzimmern. In der Dachschräge haben beide Bereiche ein eigenes Badezimmer erhalten – der für die Eltern etwas großzügiger und mit angrenzender Ankleide. Durch eine mit dem Giebel verschnittene Dachgaube konnte das Elternschlafzimmer zudem einen reizvollen Gartenausblick erhalten. Holz spielte beim Innenausbau des Hauses eine tragende Rolle: Sowohl das Parkett als auch der Treppenbelag sind aus Eichenholz-Dreischicht-Massivdiele ausgeführt. Die Treppenharfe und die Haustür wurden nach Entwürfen der Architekten ebenfalls in Eiche gefertigt. Die Wärmeerzeugung erfolgt über Luftwärmepumpe mit Fußbodenheizung, die Lüftungsanlage funktioniert mit Wärmerückgewinnung. Ein KNX-System sorgt für die smarte Steuerung aller Komponenten.

www.lbarchitekten.de

Fotos:

Philip Kistner
www.philipkistner.com

(Erschienen in CUBE Düsseldorf 04|23)

Architektur:

Lücker Beckmann
www.lbarchitekten.de

Haustür, Innentüren, Treppenharfe Küche, Inneneinbauten:

Schreinerei Clemens
www.tischlerei-clemens.de

Heizung, Sanitär, Lüftung:

Tim Klein
Sanitär- & Heizungsbaumeister
www.kleinshk.de

Elektroinstallation:

Thoma Elektroanlagen
Telefon: 02131-666189

Nothing found.

Wohnraum nach außen erweitert

Wohnkubus mit ergänzendem Freisitz erhöht die Wohn- und Aufenthaltsqualität

Bereicherung für den Stadtteil

Zwei Mehrfamilienhäuser mit viel Wohnkomfort in Oberhausen-Schmachtendorf

Hochwertig und effizient

Der tecHHub Hamburg im Innovationspark Altona setzt Maßstäbe

Ripple-Effekt zum Auftanken

Das Café des Wave Hotels – eine Transformation im Bestand wirft Wellen

Nothing found.

EP03642-0227_19_700pixel

Wiedergewonnene Leichtigkeit

Das sanierte Schauspielhaus zeigt eine neue Offenheit zur Stadt

Empfang_15_700pixelDebLjXuad8sMs

Das flexible Büro

Ein gemeinnütziges Unternehmen bietet ein modernes und erfrischendes Arbeitsumfeld

mo-office-III-13_10_700pixel

Aller guten Dinge sind drei

Architekturbüro setzt dritte Büroerweiterung im historischen Vierkanthof um

Dialog der Fassaden

Dialog der Fassaden

Eine Wohnbebauung schließt einen unterbrochenen Blockrand in Pempelfort

Schatz gehoben

Ausbau eines Dachgeschosses im Sinne urbaner Nachverdichtung setzt auf nachhaltige Entwicklung

200317_BOE_Portra-t-DBS_700pixel

Der Immobilienmakler 4.0

Im Interview erläutert die Maklerin, wie das Berufsbild von digitalen Geschäftsprozessen profitiert und sich auch in Corona-Zeiten gut behaupten…

Kontrastvoll weitergebaut

Eine sanierte Doppelhaushälfte besticht durch den Dialog ihrer Zeitschichten