Leinen los für ein anderes Leben

Mit der Pandemie kam das Homeoffice, vorher schon New Work und nun vielleicht auch New Living?

Was spricht dagegen, die neue Flexibilität des Arbeitens auf die eigene Wohn- und Lebenssituation zu übertragen? Stimmt. Eigentlich gar nichts. Spannende Ideen dafür gibt es jedenfalls genügend. Ein Beispiel: Home Office und die Möglichkeit, auch zu 100 Prozent remote arbeiten zu können, haben das Leben flexibler gemacht. Auch, was die Wahl des Wohnortes angeht. In Paris leben und für ein Büro in Köln arbeiten? Gar kein Problem. Mit Blick auf das Mittelmeer an Meetings in Frankfurt teilnehmen? Warum nicht. Sogar die Idee, ganz auf einen festen Wohnsitz zu verzichten, durch die Welt zu reisen und währenddessen seinem Job nachzugehen, scheint gar nicht mehr so abwegig. Vieles scheint möglich, was vor einiger Zeit noch undenkbar war. Vor allem in Anbetracht der sehr ansprechenden Lösungen, die es mittlerweile gibt, diesen Fernweh-Traum zu leben. Eine davon kommt aus den Niederlanden, genauer gesagt vom Unternehmen Cruising Home, dessen Hausboote reisen, leben und arbeiten unter einem Dach vereinen. Auf Wunsch auch mit dem gewissen Etwas. 

Die Traveller Klasse von Cruising Home zum Beispiel ist ein Wohn-, Büro- und Reiseschiff im Look and Feel eines schwimmenden Penthouses. Hinter dem zu 100 Prozent recyclebaren Schiffbaustahl und den großen, verspiegelten Glasflächen, die für Privatsphäre an jedem Hafen sorgen, verbirgt sich ein richtiges Raumwunder. Vor allem auch, weil es vollflächig unterkellert ist und einen großzügigen Wohnbereich auf zwei Ebenen mit viel Stauraum bietet. Während sich im Erd- oder – besser gesagt – Wasseroberflächengeschoss das Wohn-, Schlaf-, Badezimmer und der Wohn-Essbereich befinden, ist im Untergeschoss eine 25 m2 große Kabine mit zwei großen länglichen Panoramafenstern untergebracht, die vom Wohnraum aus über eine Treppe erreichbar ist. Dieser Raum ist idealerweise als Lesezimmer, Lounge oder auch Kinderzimmer nutzbar. Für Wohnkomfort auf dem ganzen Schiff sorgen die Doppelverglasung, ein Parkettboden mit Fußbodenheizung, eine großzügige Einbauküche sowie ein voll ausgestattetes Bad. Der gesamte Innenausbau ist massiv gearbeitet und lässt auch Raum für eigene Möbel. 

Möglich sind auch fahrende Offices, die steuerbegünstigt betrieben werden können. Die 15 Meter Traveller Klasse bietet Raum für bis zu zehn Arbeitsplätze – ausgestattet mit Smartphone, Wlan, Sat-TV und professioneller Veranstaltungstechnik. Um sicher an jedem Hafen vor Anker gehen zu können, lässt sich das Schiff auch mit speziellen Systemen wie dem DockSense Control System ausrüsten, das wie eine Einparkhilfe für Autos funktioniert. Ob Binnengewässer, Fluss- oder Küstenregionen – die Wohn- und Officeschiffe eigenen sich für unterschiedliche Einsatzgebiete, wobei der markante Schiffsrumpf mit V-Bug und Wellentunnel ein sicheres und bequemes Reisen erlaubt.

www.marina-duesseldorf.de

www.cruisinghome.de

Fotos:
Marina Düsseldorf

(Erschienen in CUBE Düsseldorf 03|24)

Nothing found.

Geborgen unter hohen Dächern

Zeitgemäße Kitaarchitektur macht auch aus der Topografie ein pädagogisches Angebot

Neues macht Altes präsenter

Sensible Transformation einer Altbaubauwohnung mit Kunstsammlung

Vitale Neuordnung im Raum

Modernes Arbeiten für eine internationale Kanzlei am Potsdamer Platz

Nothing found.

_52A3824_15_700pixel

Räume wie Membrane

Ein durchdachtes Raumkonzept garantiert einem Zweifamilienhaus Ruhe und Privatsphäre

AOK-Haus-Mo-nchengladbach_-c-kplus-konzept_26_15_700pixel

Flexibel und multifunktional

Das AOK-Haus in Mönchengladbach ist Vorreiter eines zeitgemäßen Bürodesigns

DJI_0002_19_700pixel

Städtebauliche Visitenkarte

Ein Hotel-Trio am Hauptbahnhof wertet die Umgebung grundlegend auf

75157_15_700pixel

Das Treppen-Haus

Haus Steinert von Hans Poelzig in Krefeld war ein wichtiger Treffpunkt der verstoßenen Moderne

Genesung unterm Lindenbaum

Genesung unterm Lindenbaum

Das LVR-Klinikum in Grafenberg hat ein neues Zentrum für Psychiatrie

konture_tisch_klein_27590_master_15_700pixel

Ästhetik und Atmosphäre

Norman Kamp und Birger Schneider konzipieren Raumkonzepte und entwerfen Möbel

Skulpturales Tor zum Kirchberg

Ein neues Pfarrzentrum in Monheim stärkt den Bestand

Die-klare-k_rperhafte-Architektur-der-Mixed-Use-Immobilie-wird-durch-skulpturale-Einschnitte-gegliedert_15_700pixel

Öffentlich und großzügig

Der neue Bürohauptsitz von HPP im Medienhafen schafft Räume für agiles, kreatives Arbeiten