Keine wie die andere

Ein Treppenbauer aus Forstern fertigt individuelle Traumtreppen aus Stahl

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Rund 30 km von München entfernt, entstehen in den Werkstätten des Unternehmens Kunstschmiede und Metallbau Neumaier handwerklich gefertigte Metalltreppen von außergewöhnlicher Qualität und Ästhetik für den privaten und gewerblichen Bereich. In zwei Werkhallen wird hier Stahl geschnitten, gebogen, gehämmert, geschweißt, gebohrt, geschliffen und lackiert. Der Metallbaumeister und Gestalter Christian Neumaier führt mit seinen Mitarbeitern das Unternehmen in zweiter Generation. Wie viele Metalltreppen das Haus schon verlassen haben? Neumaier lächelt über die Frage, er kann es nicht genau sagen. Über fast ein halbes Jahrhundert hinweg könnten es an die tausend Exemplare gewesen sein, vermutet er.

Darunter jegliche nur vorstellbare Bautypen und Formen. Einige der von ihm gefertigten Treppen sind dem Oberbayern besonders in Erinnerung – etwa Stiegen, die passgenau in historische Gebäude eingebracht wurden, deren alte Gemäuer ungleichmäßige Maße aufweisen. Auch in der Münchner Frauenkirche steht eine von Metallbau Neumaier gefertigte Treppe. Für ihren Einbau musste damals ein Teil vom Dach des spätgotischen Backsteinbaus geöffnet werden, um die über drei Etagen reichenden Elemente mit einem Kran von außen präzise an Ort und Stelle zu heben. „Wir stellen handwerkliche Unikate her, keine industrielle Massenware“, betont Neumaier. Jede Metalltreppe wird gemeinsam mit dem Auftraggeber individuell für den jeweiligen Ort entwickelt. Das können geschickt raumsparende Lösungen mit Mehrfachfunktion sein oder repräsentative Objekte mit hoher ästhetischer Wirkung. Für die Kunst des Treppenbauens bedarf es eines ausgeprägten Vorstellungsvermögens für räumliche Situationen, gestalterischen Talents und handwerklicher Erfahrung. Während der Planungsphase wird die Treppe softwareunterstützt konstruiert und für die Bauherrenschaft in 3D-Renderings und gegebenenfalls mithilfe eines Modells anschaulich gemacht. Die Treppenstufen können aus Metall, Holz, Stein, Beton oder Glas bestehen. Griffsichere Handläufe aus Edelstahl, Messing, Bronze oder Holz tragen zur Sicherheit bei. Sind alle Komponenten in der Werkstatt angefertigt, wird die Treppe zum Bestimmungsort geliefert und von Monteuren vor Ort fachgerecht aufgestellt. Konzentriert bewegen die Männer ihre teils tonnenschwere Last und jeder Handgriff sitzt. Der exakte Einbau ist das Finale des Entstehungsprozesses. Neumaier nennt ihn „die Ankunft“.

www.traumtreppen.com

Fotos:

Anne Wild
www.annewild.de

(Erschienen in CUBE München 03|21)

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