Wohnen auf dem Dach

Dachausbau und Frischzellenkur für ein Gründerzeithaus

DSC_6905_15_700pixel

In einem spätgründerzeitlichen Wohn- und Geschäftshaus am Prenzlauer Berg wurde der bestehende Dachstuhl abgetragen, um unter weitgehender Rekonstruktion der historischen Fassadengliederung ein neues Dachgeschoss zu Wohnzwecken zu errichten. Auch der Fassade wurde möglichst originalgetreu ihre ursprüngliche Gliederung zurückgegeben und auf der Rückseite des Gebäudes ein außenliegender Fahrstuhlturm angebaut. Das Grundstück liegt in Mittellage an der nördlichen Kante eines begrünten Platzes und ist somit mit seiner Vorderseite nach Süden hin ausgerichtet. Von dem ursprünglich U-förmigen, viergeschossigen Haus ist seit dem Krieg nur noch das Vorderhaus und der linke Seitenflügel erhalten. Und auch der einst üppige Fassadenschmuck wurde abgeschlagen. Das Haus wurde in massiver Bauweise mit Holzbalkendecken errichtet. Nach dem Dach­ausbau verfügt es nun über fünf Geschosse. Zur Umsetzung des Dachausbaus musste der bestehende Dachstuhl abgetragen und neu errichtet werden. Der Dachaufbau wurde so geplant, dass er vollständig innerhalb der bauzeitlichen Kubatur liegt. Der Fassadenabschluss mit einer Scheinattika sollte ebenso erhalten bleiben.

Im Dachgeschoss entstanden eine Dreizimmer- und eine Vierzimmerwohneinheit, deren Wohnbereiche sich mit Dachterrassen zum Platz nach Süden orientieren, während Schlaf- und Kinderzimmer zum ruhigeren Hof oder über dem Seitenflügel nach Osten liegen. Esszimmer, Elternschlafzimmer und Küche liegen ebenfalls unmittelbar an den Terrassen. Die Wohnungen sind jeweils klar in Wohn- und Schlaftrakt gegliedert und verfügen über kleine Gäste-WCs und Abstellräume. Der zentrale Innenraum hinter dem Frontispiz ist der kleineren Dreizimmerwohnung als Wohnraum zugeordnet und wird neben den Giebelfenstern bodentief seitlich über die Terrasse belichtet. In Verbindung mit Eingangsbereich, Garderobe und Gäste-WC sowie dem hinter der Terrasse angeordneten Koch- und Essbereich entsteht somit ein großzügiger Raumzusammenhang mit Rundlauf um die bestehende Schornsteingruppe, der die räumlichen Vorzüge der Dachsituation angemessen zur Geltung bringt und die Einzelbereiche gliedert, während das über Eck mit dem Masterbad verbundene Schlafzimmer separat und privat mit eigener Terrasse dem Hof zugewandt liegt. Die größere Vierzimmerwohnung erstreckt sich vom Vorderhaus in den Seitenflügel. Auch hier ergibt sich ein großzügiger Raumzusammenhang zwischen Wohn- und Essbereich mit Blickbeziehung zwischen platz- und hofseitigen Terrassen.

www.kaupwiegand.de

Fotos:

Andrew Alberts
www.andrewalberts.de

(Erschienen in CUBE Berlin 04|22)

Architekten:

Kaup + Wiegand Architekten
www.kaupwiegand.de

Zimmer- und Stahlbauarbeiten:

Kleinert Bau
Telefon: 030-86474920

Dachdeckerei:

Phoenix Holz- & Dachbau
www.phoenixholz.de

Fenster:

Kubasch
www.kubasch-fensterbau.de

Oberlichter:

GSL Glasolux
www.glasolux.com

Estrich:

Estricon
www.estricon.de

Parkett:

Richter & Peter Parkett
www.parkett-berlin.de

Glaserarbeiten:

GlasHaus
www.glashaus-berlin.de

Malerarbeiten:

Malereibetrieb Rothe
www.rothemaler.de

Küche:

Berlincuisine
www.berlincuisine.de

Kamin:

Kamin-Profi
Telefon: 030-40998979

Nothing found.

Radikal reduziert

Neubau aus Holz für eine Familie konzentriert sich aufs Wesentliche

Neu und doch vertraut

Über die Erweiterung und Umgestaltung von Hamburgs grünem Herz

Neuzugang in der Altstadt

Am Oberanger fügt sich ein eleganter Neubau zwischen Nachkriegsbauten ein

Nachhaltig und flexibel

Neubau des Schulzentrums Stockbrünnele in Böblingen vereint zwei Schulen unter einem Dach

Nothing found.

Ein Thron Über der Stadt

Exklusive Penthousemaisonette-Wohnung in Mitte

Dichte und Distanz

Zwei Mehrfamilienhäuser „tarnen“ sich als Einfamilienhäsuer

RA_KfW_Tresen_15_700pixel

Pausieren in neuem Ambiente

Neugestaltung der Kantine und des Innenhofes der KfW Bankengruppe

TL_NYBar_004-_19_700pixel

Nur für Nachtschwärmer

Die New York Bar macht ihrem Namen alle Ehre

Batek_Remise_MarcusWend_DSC07805_22_700pixel

Würfelpyramide

Dreiseitiges Stadthaus RHE42 lehnt an der nachbarlichen Brandmauer

782-282_43_700pixel

Aus einem Block

Der Bau im Grunewald wirkt abstrakt, reduziert und bedient sich eines sachlichen Formenvokabulars, was an die russische Architekturavantgarde…

Ein Thron Über der Stadt

Exklusive Penthousemaisonette-Wohnung in Mitte