Rheinisch-alpin

Das Interieur für eine Agentur in Neuss bringt die Marke räumlich auf den Punkt

h1-01-013_15_700pixel

Jede Marke braucht Räumlichkeiten, mit denen sie ihre Qualitäten und Wertvorstellungen in Szene setzen kann. Für den Eigentümer der Marketingagentur „Beratbar“ fand sich im Zollhafen in Neuss das passende Gebäude dafür. Entstehen sollte auf der ganzen weitläufigen Etage des ersten Obergeschosses ein inspirierender Open-Space-Bereich mit Büroflächen für kreatives Arbeiten. Teilbereiche der Agentur sollten aber auch einer Bar und einer Lounge sowie einem multifunktionalen Konferenz- und Veranstaltungsraum zur Verfügung stehen. Idee war dabei, dass dieser Bereich nicht nur für die tägliche Agenturarbeit genutzt wird. Auch externe Unternehmen und Institutionen sollten sich hier für Präsentationen, Workshops und Events einmieten können.

Die Innenarchitektin Jutta Hillen aus Neuss, die mit dem Projekt beauftragt wurde, plante eine Markenarchitektur, die den Ort im früheren Industriehafen mit einem State-of-the-Art-Wohlfühlambiente verbindet, wie man es vom Hüttenzauber im Skiurlaub her vielleicht am besten kennt. Dieses spezifisch rheinisch-alpine Ambiente sollte die Marke perfekt inszenieren. Zu einer wichtigen Leitlinie des Interieurs wurde somit der Faktor Authentizität – jede aufgesetzte Attitüde sollte unbedingt vermieden werden. Entstanden ist eine atmosphärisch ausgefeilte Markenarchitektur auf rund 300 m² Nutzfläche, die inspirierend auf die gemeinsame kreative Arbeit wirkt. Alle Wände wurden dazu in naturbelassenes Altholz gekleidet, um ein besonders warm-gemütliches, aber auch haptisches Ambiente zu schaffen. Herausragende Einzelwände und alle Deckenbereiche wurden dagegen ganz in Schwarz gestrichen. Das verdichtet die Atmosphäre des Innenraums weiter und verstärkt somit auch die Inszenierung des Kontrastes von innen und außen. Vor allem der Ausblick, der sich auf den urbanen Industriehafen ergibt, wird dadurch besonders betont.

Aus Materialien, die aus der alpinen Welt kommen, aber auch im Rheinland nicht fremd sind, wurden auch die Möbel maßangefertigt: So dienen lange Bohlen, die auf groben Holzstämmen schwebend lagern, als Besprechungstisch. Aber auch Felle und Naturstein kommen zum Einsatz. Besondere Akzente verleihen LED-Lichtnischen und die punktuell gesetzten Deckenleuchten in gedeckten Farben. Für ein besonderes Erlebnis sorgt schließlich der Ethanol-Kamin, der die Stirnwand des Besprechungsraumes dominiert. So archaisch rau das Gewand erscheint, so perfekt funktioniert die Raumstruktur. Der Besprechungsraum wurde technisch mit allen Raffinessen ausgestattet: Von jedem Platz aus lassen sich via iPad Lichtszenarien mit der Gira-Lichtbeleuchtung einstellen, Präsentationen per Beamer vorführen oder Filme präsentieren. Eine Soundanlage liefert den perfekten Klang. Ein smartes Bussystem erleichtert die Steuerung aller technischen Features.

www.jutta-hillen.de

(Erschienen in CUBE Düsseldorf 03|19)

Innenarchitekten:

Jutta Hillen
www.jutta-hillen.de

Innenausbau:

Schreinerei Stefan Sahnen
www.die-schreinerei-neuss.de
Schreinerei Jürgen Dorweiler
www.jd-tischlerei.de
Marcin Stasch Trockenbau
www.sm-trockenbau.de

Kamin:

Paprotny Feuerstellen
www.paprotny-kamine.com

Fotos:

Soenne Fotodesigner
www.soenne.de
h1 brand communication
www.h1com.de

Nothing found.

Wohnraum nach außen erweitert

Wohnkubus mit ergänzendem Freisitz erhöht die Wohn- und Aufenthaltsqualität

Bereicherung für den Stadtteil

Zwei Mehrfamilienhäuser mit viel Wohnkomfort in Oberhausen-Schmachtendorf

Hochwertig und effizient

Der tecHHub Hamburg im Innovationspark Altona setzt Maßstäbe

Ripple-Effekt zum Auftanken

Das Café des Wave Hotels – eine Transformation im Bestand wirft Wellen

Nothing found.

hap-89_10_700pixel

Produkte mit Charakter

Beim Design kombiniert Hoffmann gerne glatte Oberflächen mit rauen Flächen.

Wupperpark_303_19_700pixel

Ein Platz an der Wupper

Früherer Busbahnhof verwandelt sich in einen belebten grünen Stadtraum

DMF_0420M_0338_Rasen_19_700pixel

Behutsames Zusammenspiel

Die Erweiterung des Cecilien-Gymnasiums in Niederkassel beweist Fingerspitzengefühl

Landmark der Nachhaltigkeit

Das Bürohochhaus „Eclipse“ in Golzheim erfindet das Arbeiten im Hochhaus neu

Tanja-Gross_Architektur_210604_005_15_700pixel

Vergrößert und verschönert

Umbau und Erweiterung eines Wohnhauses aus den 1950er-Jahren

nora-systems_Zentralbibliothek_Du-sseldorf_2_15_700pixel

Farbräume als Leitkonzept

Die neue Zentralbibliothek setzt vor allem auf den Fußboden als Orientierungssystem

Klassisch reduziert

Ein Wohnhaus aus den 1960er-Jahren in Büttgen wurde energetisch saniert und formal überarbeitet