Jeden Zentimeter genutzt

Ein minimalistischer Neubau fügt sich optimal in ein kleines Baufeld ein

Wenn die Bauherschaft und ihr Architekt gut zusammenarbeiten, entsteht auch ein gutes Projekt. So geschehen in Dortmund-Hombruch, wo eine vierköpfige Familie ihr Einfamilienhaus von Lohse Architekten hat planen lassen. In dem beliebten Stadtteil mit seinen Hügeln, Parks und Kleingärten befand sich in einer bestehenden Wohnsiedlung noch ein letztes unbebautes Grundstück, auf das die Wahl fiel. Nachbar ist der Bruder des Bauherrn, was sich für die engen Abstimmungsprozesse als positiv erwies. Die größte Herausforderung stellte das kleine Baufeld auf dem rund 604 m² großen Grundstück dar. In dieses musste Wunschhaus der Familie passgenau platziert werden. „Wir haben jeden Zentimeter des zulässigen Baufeldes ausgereizt“, blickt Architekt Moritz Lohse zurück, der das Projekt von der ersten Skizze bis zur Baugenehmigung betreute.

Für das Bauvorhaben wichtige Rahmenbedingungen hatte die Bauherrenschaft bereits optimal vorbereitet. So lagen von Beginn an alle wesentlichen Informationen zum Grundstück, zu Gestaltungswünschen, Wohnfläche und Raumprogramm bis zum Budgetrahmen vor. Das Gebäude sollte sich deutlich zu den Neubauten abgrenzen, die im Bauhausstil, mit weißer Putzfassade und anthrazitfarbenen Fenstern, gestaltet werden. Für die Fassade des geradlinigen Baukörpers wurde ein heller Grauton gewählt, wobei die Eingangstür aus warmem Holz einen einladenden Akzent setzt. Unmittelbar angedockt an das Gebäude, das rund 160 m² Wohnfläche bietet, ist ein Doppelcarport in Holzbauweise. Er ist auf der gemeinsamen Grenze zum Grundstück des Bruders verortet und wird je hälftig genutzt.

Die minimalistische Gestaltung sieht an der Vorderseite zur Straße hin nur wenige Fensterflächen vor, in Richtung Garten öffnet sich das Gebäude jedoch wie gewünscht großzügig durch bodentiefe Fenster im Erdgeschoss und große Fenster im Obergeschoss. Da für die Reduzierung der Kosten auf einen Keller verzichtet wurde, befinden sich der Abstell- und Technikraum im Erdgeschoss. Dieses dient ansonsten reinen Wohnzwecken. Über das weitgehend verglaste Wohnzimmer gelangt man auf die Terrasse und in den angrenzenden Garten. Esszimmer, Küche, Entree und Gäste-WC komplettieren das funktionale Wohnkonzept, das durch den Einsatz von Parkettböden und Holztreppen Wärme und Geborgenheit ausstrahlt. Im Obergeschoss befinden sich ein Spielflur, Arbeits- und Gästezimmer, ein Schlafzimmer, zwei Kinderzimmer und das Bad. Das Haus, das als Massivhaus den KfW-55-Standard erreicht, ist mit einer Fußbodenheizung ausgestattet. Die Alu-Holz-Fenster sind dreifachverglast, die Energieversorgung erfolgt durch Geothermie. Errichtet wurde das Domizil durch ein örtliches Bauunternehmen.

www.lohse-architekten.de

Fotos:
S. H. Schroeder
www.shschroeder.com

(Erschienen in CUBE Ruhrgebiet 02|25)

Nothing found.

Zwischen lässig und kunstvoll

Neues Hotel in der City mit eigenem Interior-Stil eröffnet

Harmonische Balance

Modernes, inspirierendes Design mit zeitgemäßer Ästhetik für eine Zahnarztpraxis

Im Storchennest

Im Storchennest

Ein denkmalgeschütztes Dachgeschoss wird zum modernen Refugium

Nothing found.

Mercator_One_Olaf-Rohl_013_20_700pixelAfsSEZk1E1K5M

Repräsentatives Entree

Das Büro- und Geschäftsgebäude Mercator One ist Duisburgs neue Landmarke

202104-Schale-AN-mit-Kaffeemu-hle_15_700pixel

Auf das Wesentliche reduziert

Simone Dargel gründete aus Leidenschaft für Holz ihr Label holwerc

Ein Tag Ferien im Park

Der Revierpark Mattlerbusch in Duisburg ist ein riesiger Garten für alle

PK1075-163_19_700pixel

Erhalt des Stadtbildes

Ein Neubau in Heiligenhaus wird dem städtebaulichen Konzept gerecht

Wohnen in der Innenstadt

In der Essener Weststadt entstand erschwinglicher und wertiger Wohnraum

_DSF3545_15_700pixel

Design trifft Technik

Ein familienfreundliches Einfamilienhaus zeigt Qualitäten auf vielen Ebenen

ACE_9203_15_700pixel

In die Zukunft geplant

Die Architektur des Aldi Nord Campus fördert die neue Kommunikation und ist zudem nachhaltig