Maßvoll und farbenreich

Eine Loftwohnung mit Sheddach bietet Wohn-, Arbeits- und Entspannungsraum

002-Ku-che_15_700pixel

Über ein Jahrhundert war das Areal der früheren Löring-Fabrik im Kölner Stadtteil Raderberg gewerblich genutzt. Vor einigen Jahren machten die verbliebenen Relikte der Industriearchitektur Platz für das neue Raderberg-Stadtquartier. Ein industriegeschichtlich wie architektonisch bedeutendes Schmuckstück wurde dabei erhalten: Die Sheddach-Halle geht auf die Gründungszeit des Maschinenbau-Standortes zurück, die Fassade mit ihrer gezackten Silhouette bildet einen unverwechselbaren Blickfang des neuen Quartiers. Geschaffen wurden darin 21 großzügige Loftwohnungen – eine davon hat das Kölner Innenarchitekturbüro plan-id von Cibelle de Pádua so geplant und ausgestattet, dass Wohnen und Arbeiten kombinierbar werden.

Die etwa 150 m² große Wohneinheit erstreckt sich über zwei Etagen und bietet mit Loggia und Balkon ansprechende Außenräume. Die Wohn­ebene nimmt das gesamte erste Obergeschoss ein: Neben Eingangsbereich mit Garderobe, Bad und Schlafräumen befindet sich hier die große Wohnküche, die das eigentliche Zentrum des Apartments bildet. Sie ist vor allem durch die minimalistischen Einbaumöbel geprägt, die auf Maß angefertigt wurden. Die praktischen Ordnungshelfer nehmen keinen Platz weg, bieten dennoch jede Menge Stauraum und Möglichkeiten, Dinge hinter geschlossenen Türen verschwinden zu lassen. Ganz ähnliche Überlegungen bestimmten auch die Gestaltung des Badezimmers: Mit seinen clusterartig verschachtelten Fächern bietet der farblich akzentuierte Wandschrank ausreichend Platz für kleine und große Kosmetikprodukte. Eine Holztreppe führt hinauf auf die Büroebene. Der anthrazitfarbene Anstrich der Stufen lässt dabei etwas vom früheren Industriecharakter des Gebäudes erahnen und kreiert dadurch einen eigenen Raum für die darunter arrangierte Leseecke. Das Büro, das sich über die gesamte Dachebene erstreckt, ist sowohl von den beiden Seitenfronten als auch von oben über die Sheddächer belichtet. Für eine produktive, konzentrierte Arbeit schafft das ideale Voraussetzungen. Die auf einem Tulpenfuß ruhende Arbeitsplatte und ein darunter arrangierter Floral-Teppich markieren den Arbeitsmittelpunkt. Der maßgefertigte Aktenschrank ist platzökonomisch in die Dachschräge inte­griert. Sitzmodule lassen sich zu unterschiedlichen Situationen – Besprechung, Präsentation oder auch Liegewiese zum Entspannen – flexibel arrangieren. Der Bürobereich geht an der Rückfront direkt in eine Loggia über: Eine moderne Outdoor-Küche setzt der erhaltenen Backsteinsubstanz der Wände einen eigenen intensiven Farbakzent entgegen – mit viel Stauraum in den Schränken. Sobald sich Sonnenstrahlen zeigen, lässt sich eine Platte ausziehen und mit Böcken spontan zum Außentisch arrangieren.

www.plan-id.com

(Erschienen in CUBE Köln Bonn 01|20)

Innenarchitekten:

plan-id
www.plan-id.com

Ausbau:

Möbelwerkstätte Gert Schumann
www.schumann-ak.de

Schreiner, Küche:

Schreinerei Ockenfels
www.schreinerei-ockenfels.de

Teppich:

Ege Carpets
www.egecarpets.de

Licht:

Fischer Lichtgestaltung
www.lux-petri.de

Raumausstattung:

Dorfmüller Raumausstattung
www.dorfmueller-raumausstattung.de

Fotos:

Peter Krauss

Nothing found.

Leuchtturm in Rot

Sympathischer Eingangspavillon zum Kreativquartier

Behutsam ergänzt

Das Bonner Haus der Geschichte hat auch seine öffentlichen Begegnungsflächen modernisiert

Unter dem Mammutbaum

Rückzugsort im Garten, der Entspannung und Aktivität in Einklang bringt

Facelift für zwei weiße Riesen

Revitalisierung eines Wohnkomplexes mit einer Keramikfassade

Nothing found.

Vom Bolzplatz zum Erlebnispark

Ein Sport- und Bürgerpark verknüpft alte und neue Sportanlagen zu etwas Größerem

statthaus-statt-hotel-000-04-hausfront-und-buero-von-links_15_700pixelmXQzbOIqQ3pxW

Komfort in neogotischen Mauern

Ruhigen Schlaf mitten in Köln bieten sechs Geschosse eines schmalen Stadthauses

CHILL_Mood-1_15_700pixel

Individuelle Lösungen

Das Kölner Label Wood U? steht für Möbel und praktische Wohnaccessoires

Porzer Würfel

Eine Nachverdichtung in Holzhybridbauweise schafft bezahlbaren Wohnraum im Kölner Süden

Modular im Hinterhof

In der Kölner Südstadt erschließt ein Holzmodulbau eine Baulücke für Wohnraum

rba_d056253_42-Fassade-Eingang_15_700pixel

eingehegter Schrein

Das neue Archivgebäude schützt das Gedächtnis der Stadt – und öffnet es zugleich

LR3112-24_15_700pixel

Gemeinsames Zusammenspiel

Das Forum am Deutzer Dom schafft urbane Begegnungsräume – innen wie außen

Selbstbewusst verbindend

Zwei repräsentative Räume im Historischen Rathaus haben ihr Gesicht geschärft