Individualität im System

Grundschule verbindet Planungs- und Fertigungseffizienz mit zeitgemäßer Gestaltung

Moderne Schulgebäude erfordern effiziente, wirtschaftliche und architektonisch anspruchsvolle Lösungen. Hier setzt die neue zweizügige Grundschule an der Bregenzer Straße in Monheim am Rhein ein Zeichen: Der Neubau, der von der Goldbeck Niederlassung Büro- und Schulgebäude Rhein Ruhr entworfen und realisiert wurde, zeigt, wie eine effiziente Systembauweise und individuelle Architektur miteinander verschmelzen können.

Das Grundschulgebäude erstreckt sich über rund 4.900 m² Bruttogeschossfläche und umfasst neben den Klassenräumen eine moderne Ein-Feld-Sporthalle mit 800 m² Nutzfläche. Das architektonische Konzept gliedert sich in zwei klar strukturierte Baukörper, die durch überdachte Laubengänge miteinander verbunden sind. Diese erschließen die Klassenräume, schaffen fließende Übergänge zwischen Innen- und Außenräumen und fördern so ein lebendiges, offenes Lernumfeld. Das Herzstück des Schulkomplexes bildet das zentrale Holzbauwerk, das die beiden Gebäudeflügel verbindet. Es beherbergt das zentrale Foyer, den Ganztagsbereich sowie die lichtdurchflutete, multifunktionale Mensa mit großzügiger Glasfront. Die Verwendung von Holz als nachhaltigem Baustoff für Fassaden und Dachtragewerke verleiht dem Bau – sichtbar belassen – nicht nur eine warme, einladende Optik, sondern sorgt auch für ein gesundes Raumklima. Das innovative Raumkonzept der Schule verzichtet auf klassische Fluranordnungen zugunsten der Clusterschule. Dieses pädagogische Konzept ermöglicht klassenübergreifende Bereiche, eine Bibliothek und vielfältige Lernzonen, die die individuelle Entfaltung der Kinder fördern. Marina Baack, Architektin und Projektleiterin der Monheimer Grundschule, betont die Bedeutung dieser zusätzlichen Räume: „Eine Grundschule ist mehr als funktionale Raumgestaltung. Räume, in denen Kinder sich entfalten können, bilden die Grundlage für positive Bildungserfahrungen.“ Dank industrieller Vorfertigung wesentlicher Bauelemente konnte die Montage des Schulgebäudes schnell und präzise auf der Baustelle erfolgen. Statt auf herkömmliche Bauweise zu setzen, wurden die Elemente wie in einem Baukastensystem vor Ort zusammengesetzt. Das Ergebnis: eine Bauzeit von nur 18 Monaten bei Einhaltung des Budgets. Der Goldbeck-Manager Dirk Hillenhayn fasst den integrierten Planungs- und Bauprozess zusammen: „Wir systematisieren das Unsichtbare und individualisieren das Sichtbare.“ Aber nicht nur damit kann der Neubau punkten: Neben Geothermie für Heizung und Kühlung unterstreichen die für eine PV-Anlage vorbereiteten, biodivers begrünten Dächer auch den ökologischen Anspruch des Gebäudes.

www.goldbeck.de

Fotos:
Tim Kögler Fotografie
www.timkoegler.de

(Erschienen in CUBE Düsseldorf 04|25)

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