Sichtbare Heimatgefühle

Gleiches Material für Dach und Außenwand gibt dem Zweifamilienhaus ein markantes Gesicht

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Inmitten eines stetig gewachsenen Wohngebiets im Kaarster Westen gelegen fällt diese moderne Version eines Zweifamilienhauses besonders auf. Grund hierfür ist vor allem der Einsatz des gleichen Materials bei Dach und Außenwand, sodass ein fließender Übergang zwischen beiden entsteht. „Sowohl für die Wand als auch für das Dach haben wir uns gemeinsam mit den Bauherren für Schiefer entschieden“, sagt Architekt Caspar Indenhuck vom Büro Indenhuck Architekten, das mit der Planung und Realisierung des Hauses beauftragt wurde. „Da die Bauherrenfamilie ursprünglich aus dem Bergischen Land kommt, schaffen wir mit diesem Material einen klaren Heimatbezug.“ Doch nicht nur das: Zugleich wird dem Wunsch des Eigentümers nach einer hochwertigen Fassadenverkleidung entsprochen. Die komplette dynamische Schieferverkleidung stammt von der Firma Rathscheck aus Mayen und wurde in Kooperation der Firma Riemel Bedachungen aus Neuss mit der Firma Johannes Rössel Dachdeckerbetrieb aus Binningen montiert.

Zu den weiteren Wünschen der Familie gehörte die Integration einer zweiten Wohnung im ersten Obergeschoss, die über einen separaten Zugang erreicht wird. Außerdem sollten genügend Stellplätze auf dem eigenen Grundstück mit eingeplant werden, was durch ein Doppelcarpot realisiert werden konnte. Dieses zeichnet sich – wie der Eingangsbereich zum ersten Obergeschoss auch – durch eine helle Holzverkleidung aus Lärche aus, wodurch ein farblicher Gegenpol zum dunkel gehaltenen Gebäude geschaffen wird. Für einen weiteren spannenden Kontrast sorgt auch die hell gestrichene Frontseite, die leicht zurückgesprungen und damit geschützt zur Gartenseite zeigt. Wie für das Wohnviertel typisch wählten die Architekten als Dachform das Satteldach, um auf diese Weise einen Bezug zur Umgebung herzustellen.

Im Innenbereich fällt auf, dass die hier gewählten Farben mit denen des Außenbereichs korrespondieren: Weiß gestrichene Wände treffen auf helle Holztöne und schwarze Möbel. Für ein gemütliches Highlight sorgt der vollständig integrierte offene Kamin im Wohnbereich der Erdgeschosswohnung, der an kalten Tagen zusätzlich für wohlige Wärme sorgt. Hauptsächlich übernimmt diesen Part jedoch eine Sole-Wasser-Wärmepumpe. Eine dezentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung schafft noch mehr Komfort ebenso wie die integrierte Sauna. Für die Verwirklichung der beiden Vollgeschosse mit einer Wohnfläche von rund 284 m² waren lediglich zehn Monate nötig.

www.indenhuck-architekten.com
www.rathscheck.de

Fotos:

Gerard Halama/Rathscheck
www.halama-presse.de
Julius Brauckmann
www.juliusbrauckmann.de

(Erschienen in CUBE Düsseldorf 04|20)

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