Netzwerk als Leitidee

Das Gebäude einer Firmenzentrale in Langenfeld spiegelt die Unternehmensphilosophie wider

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Huckauf Ingenieure sind immer dort gefragt, wo Highend-Lösungen in der Industrieproduktion weltweit im Spiel sind. Ein professionelles Netzwerk und die enge Zusammenarbeit im eigenen Team sind unverzichtbar, um das zusammenzubringen, was zusammengehört. Dieses Selbstverständnis der „professionellen Netzwerker“ sollte auch im neuen Firmengebäude zum Ausdruck kommen, das seinen Sitz in Langenfeld hat. René Brouns von Schwarzgold Architekten aus Essen entwickelte mit seinem Team ein darauf angepasstes Konzept, das sowohl die externe Arbeitsweise als auch die Zusammenarbeit der Ingenieure am Standort selbst beschreibt.

Das Bürogebäude wird umhüllt von einer schwarzen Metallfassade, die aus gelochtem Trapezblech besteht und von zwei markanten Einschnitten durchbrochen wird. Der eine markiert den Eingang, der andere betrifft die Dachterrasse. Beide werden durch ein frisches Türkis betont, das jeweils die Bereiche hervorhebt und einen ebenso frischen wie eleganten Akzent setzt. Trotz der hohen Transparenz aufgrund des gelochten Trapezbleches ist der sommerliche Wärmeschutz gewährleistet. Eine UV-beständige Folie hinter dem Trapezblech dient dem Witterungsschutz. Raffiniert sind zudem die elektrisch zu bedienenden Klappläden, die Sonnen- und Blendschutz in einem sind. Im geschlossenen Zustand bildet die Fassade eine komplett homogene Fläche.

Herzstück des Gebäudes ist das zentrale, lichtdurchflutete Atrium. Alle Räume lassen sich darüber betreten und sind dadurch miteinander „vernetzt“. Zudem dient das Atrium als Treff- und Kommunikationspunkt und kann für Veranstaltungen genutzt werden. Auch die funktionale Erschließung des zweigeschossigen Baukörpers ist hier organisiert. Die einläufige Treppe mit dem darüber angeordneten Lichtband betont den zentralen Charakter und verleiht dem Raum eine besondere Atmosphäre. 

Um den einheitlichen Gesamteindruck zu wahren, übernahmen Schwarzgold Architekten auch die Gestaltung des Interieurs. Ziel war es, die geradlinige Architektursprache im Inneren fortzusetzen. Dementsprechend wählten die Architekten sämtliches Mobiliar selbst aus oder entwarfen es neu. So sind die Einbaumöbel des Mitarbeiterbüros im Erdgeschoss, die Kaffeenische im Obergeschoss, Schreibtische und Ablageschränke sowie der Schreibtisch des Geschäftsführers Ergebnis des intensiven Entwurfsprozesses. Wiederkehrende Holzelemente und originelle Leuchten bilden Farbakzente, die die geradlinige Einrichtung auflockern.

www.schwarzgold-architekten.de

Fotos:

Gregor Theune
www.gregortheune.de

(Erschienen in CUBE Düsseldorf 01|22)

 

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