Gelungene Überführung

Der Umbau eines ehemaligen Wochenendhauses begeistert die Bauherrin

Auf dem Gelände des Mutterhauses Sancta Maria in Kladow – einem vormaligen Luxushotel, das vor Kurzem vollständig in ein Kinderheim umgewandelt wurde (Bericht in der letzten Ausgabe) – befindet sich auch das Michaelhaus, ein ehemaliges Wochenendhaus. Im späten 19. Jahrhundert im Stil der Bäderarchitektur errichtet, sollte das Gebäude ursprünglich als Verwaltung des Kinderheims dienen. Da das vom Verfall bedrohte Gebäude jedoch unter Denkmalschutz steht, war die gewünschte Nutzung als Verwaltungsgebäude nicht realisierbar. Gefragt war ein alternatives Konzept, das der bisherigen Wohnnutzung des Gebäudes entspricht und die Eingriffe in die bestehende Bausubstanz minimiert. Nach einigen Überlegungen stand die Alternative fest: Architekt Andreas Bach sollte das Michaelhaus in ein Wohnhaus für ehemalige Heimbewohner umwandeln, die aufgrund ihres Lebensalters das Kinderheim verlassen müssen, aber dennoch weiteren Betreuungsbedarf haben.

Zunächst galt es, die erheblichen Schäden an der Bausubstanz zu beheben. Dabei wurde konsequent darauf geachtet, die historische Substanz ausnahmslos zu erhalten. Um den Ansprüchen an zeitgemäßes Wohnen gerecht zu werden, wurden im Anschluss zwei sehr kleine Schlafräume zu einem Schlafraum zusammengelegt. Zudem wurden die vorhandenen Bäder vollständig erneuert. „Aufgrund häufiger Umbauten in den vergangenen Jahren konnten das Badezimmer im Obergeschoss und das WC im Erdgeschoss problemlos den geltenden Anforderungen angepasst werden“, so Architekt Andreas Bach. Besonders herausfordernd war die Bewahrung des prächtigen Wohnzimmers, das mit seinem hochglanz-grünen Kachelofen, der dunkelbraunen Holzverkleidung und den grünen Fliesen in der Küche ein echtes Highlight darstellt. Dieses wurde sorgfältig restauriert und der Kamin funktionstüchtig gemacht. Im ehemaligen Terrassenzimmer konnte der Architekt ebenfalls die gesamte, komplett aufklappbare Fensteranlage über Eck erhalten. Das Michaelhaus besticht heute wie damals durch seine heitere Bäderarchitektur und das prächtig gestaltete Wohnzimmer mit dem Kachelofen. „Der Erhalt dieser anspruchsvollen Gestaltung mit Überführung in ein heutiges, zeitgemäßes Nutzungskonzept ist die eigentliche Aufgabe unserer Tätigkeit und unseres Entwurfes gewesen“, resümiert Bach.

www.aba-bau.de

Fotos:
Andreas Bach Architekt

(Erschienen in CUBE Berlin 04|25)

Nothing found.

Denkmal mit viel Potenzial

Transformation des Essener Colosseums in einen modernen und in die Zukunft gerichteten Ort

Bücher.Licht.Leben

Ein Neubau für eine Familie im Münchner Westen wird zur wohnlichen Bühne

Grüne Achse von Ost nach West

Eine einzigartige Vitalisierung durch die Kombination innerstädtischer Flächen

Klar zoniert und grosszügig

Ein moderner Bungalow trennt die offene Wohnzone geschickt von den Privatbereichen

Nothing found.

Luxusliner an der Spree

Luxusliner an der Spree

„Dockyard“ – ein zukunftweisendes Bürogebäude in Friedrichshain

Robert_Beyer_Architekten_Haus_M_1-C-KR_web-29_19_700pixel

Neuer alter Charakter

Robert Beyer erhielt den Auftrag, das typische 1930er-Jahre Wohnhaus von Grund auf zu sanieren und dabei dessen ursprünglichen Charakter wieder…

2020-02-17-caimmo-berlin-cube-001-h_19_700pixel

Gläserne Skulptur mit Gehirn

Das würfelförmige Gebäude wirkt von außen wie eine abstrakte, moderne Skulptur. In der gefalteten Fassade aus Glas spiegelt sich kaleidoskopartig die…

DSC03229bXL_19_700pixel

Fenster zum Hof

Auch im Hinterhof entsteht in Berlin spannende zeitgenössische Architektur

Preisgekrönt

Wohnquartier in Holz-Hybrid-Bauweise – in jeder Hinsicht beispielhaft ausgeführt

10-_Fassade-A4-300dpi-by-Andreas-Meichsner_15_700pixel

Unkonventionell und innovativ

60 Personen hatten sich für dieses Bauvorhaben zusammengefunden und für die insgesamt 22 Wohnungen ihre individuellen Bedürfnisse und Wünsche in die…

041_Fassade_210915_DSF1005_neu_15_700pixel

Alte Pracht wiederhergestellt

Ehemalige Schau- und Verkaufsräume originalgetreu erneuert

gaerten_der_welt_-_chinesischer_garten_09_-_2013_c_gruen_berlin_15_700pixel

Weltreise an einem Tag

Die „Gärten der Welt“ sind ein Erlebnis – auch sechs Jahre nach der IGA