Ressource Raum

Geschickte Lösungen ermöglichen komfortables Wohnen auf kleinster Fläche

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Am Beispiel einer nah der Alster gelegenen Wohnung zeigt das Lüneburger Innenarchitekturbüro Formwænde, wie mit einer geschickten, maßgeschneiderten Lösung komfortables Wohnen auf kleinster Fläche möglich ist. Ganz im Sinne des Zeitgeistes wird hier Raum als Ressource aufgefasst und entsprechend sorgsam mit ihm umgegangen. Der Ausbau aus Terrazzo, Leinenstoff, norwegischem Naturstein, japanischem Papier und viel Massivholz ist nicht nur deshalb nachhaltig, weil er theoretisch recycelbar wäre, sondern auch der Idee der Slow Architecture entspricht. Aufgrund ihrer planerischen und handwerklichen Qualität sowie durch die Möglichkeit zur Erweiterung und Veränderung des modular aufgebauten Systems wird diese Ausstattung über viele Jahre und Lebensphasen hinweg funktionieren. Trotz aller Zurückhaltung in Material und Farbe verleiht sie der Wohnung eines jungen Paares einen ganz persönlichen und unverwechselbaren Charakter.

Die Idee zum raumgreifenden Regal entstand einerseits aus dem Wunsch nach einer individuellen Lösung mit perfekter Flächennutzung, andererseits aber auch aus den Herausforderungen durch den baulichen Bestand. Die 79,5 m² große Wohnung wirkte verschachtelt und ist einseitig belichtet. Diese Nachteile sollten nicht überspielt, sondern durch intelligente Lösungen in Vorteile umgewandelt werden. Alle nicht tragenden Wände wurden abgebrochen und eine Art Regalsystem ergänzt, das mit sämtlichen funktionalen Elementen gefüllt ist und die Wohnung in zwei Hälften teilt. Auf der einen Seite liegen Eingang, Garderobe, Bad, WC und diverse Stauflächen, auf der anderen Seite strecken sich Wohn-, Ess- und  Schlafzimmer sowie die Küche Richtung Licht. Dabei bleiben immer wieder Blick- und Lichtöffnungen frei. Somit erlebt man in nahezu jeder Blickrichtung die gesamte Größe der Wohnung und nutzt das Tageslicht bis in den hintersten Winkel.

Der gesamte Ausbau ist bis zur letzten Griffleiste maßgeschneidert, sodass neben einer optimalen Raumausnutzung auch einige persönliche Details Einzug halten konnten: Das Modellschiff in der Stirnwand des Flures, hinter der sich eine Abstellkammer verbirgt, und handwerklich begeisternde Werkstücke wie die Terrazzo-Arbeitsplatte mit eingearbeitetem Spülbecken und das obere Regalfach, das mit Leuchte und japanischem Papier zu einem Lampion wurde.

www.formwaende.de

(Erschienen in CUBE Hamburg 01|21)

Innenarchitekten:

Formwænde
www.formwaende.de

Tischler:

SMF Wohndesign
www.smf-wohndesign.de

Trockenbau:

Isco Innenausbau
www.innenausbau-isco.de

Malerarbeiten:

Carsten Lapatke Der Malermeister
www.malermeister-lapatke.de

Möbel:

BOS Büro- und Objekteinrichtung
www.bos-buero.de

Raumausstattung:

Baumeister Programm
www.baumeister-programm.de

Leuchten:

Mawa Design
www.mawa-design.de
Occhio
www.occhio.de

Küchengeräte:

Miele
www.miele.de

Hocker:

Mater Design
www.materdesign.com

Fotos:

Fred Dott
www.freddott.de

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