Öffnen und schützen

Erweiterung eines Gymnasiums schafft effizient nutzbare Flächen und eine eindeutige Adresse

3_dzpa_Erweiterung_Faust-Gymnasium_Staufen_Ansicht-Su-den_Bernhard-Tra-nkle_19_700pixel

Bauen bei laufendem Betrieb ist immer wieder eine große Herausforderung. So auch bei diesem Gymnasium, das erweitert werden sollte. Das Architekturbüro dasch zürn + partner entwickelte ein Konzept, das sowohl die Erweiterung als auch die Neugestaltung der Fahrerschließung auf der Nordseite der Schule positioniert. Mit dieser Vorgehensweise konnten die Eingriffe sowohl in den Schulbetrieb als auch in das Bestandsgebäude und in die bestehenden Freianlagen sinnvoll minimiert werden.

Mit dem Neubau auf einer Bruttogeschossfläche von 3.320 m² erhielt die Schule nicht nur mehr Raum, sondern auch einen neuen Haupteingang mit eindeutiger Adressbildung. Er ist auf die Zufahrtsstraße und die neu organisierte Fahrerschließung mit einer Vorfahrt für die Schulbusse ausgerichtet. Durch die Positionierung des Erweiterungsbaus ist zwischen den Schulen und Sporthallen ein geschützter Pausenhof entstanden. Als transparenter „Pavillon“ setzt das Erscheinungsbild des Erweiterungsbaus einen bewussten Kon­trast zum massiven Altbau. Die umlaufenden Fluchtbalkone gliedern den zweigeschossigen Baukörper horizontal. Dabei übernehmen sie auch klimatechnische Funktionen wie den Sonnen- und Witterungsschutz.

Das Erdgeschoss des Neubaus liegt leicht erhöht über dem bestehenden Gelände. Auf diese Weise konnten die Architekten die Höhendifferenz zum Hauptgeschoss des Bestandes verringern. Ein rollstuhlgerechter Aufzug verknüpft die höhenversetzten Geschosse des Neubaus barrierefrei mit den Geschossen des Bestandsgebäudes. Im Notfall können Lehrer und Schüler über die umlaufenden Fluchtbalkone und Außentreppen im Neubau ins Freie flüchten. Von jedem Klassen- und Aufenthaltsraum ist der Fluchtbalkon direkt zugänglich. Dies reduziert die brandschutztechnischen Anforderungen der Innenräume und die Verkehrsflächen sind als pädagogisch wertvolle Lern- und Kommunikationsbereiche nutzbar.

Das Eingangsgeschoss nimmt neben drei Unterrichtsräumen – eines davon als Computerraum ausgestattet – die Mensa mit Cafeteria und Küche auf. Im Obergeschoss befinden sich neun weitere Klassenräume mit zwei Funktionsräumen. Sie bilden zwei Jahrgangscluster mit fünf bzw. vier Klassen.
 
www.dzpa.de

Fotos:

Henrik Schipper
www.henrikschipper.de
Bernhard Tränkle
www.architekturimbild.de

(Erschienen in CUBE Stuttgart 02|22)

Nothing found.

WENIGER IST MEHR

Im „Club Zukunft Düsseldorf“ auf dem EUREF-Campus wird die klimaneutrale Stadt gestaltet

Wohnen im Komponistenviertel

Junges Wohnquartier in alter Nachbarschaft in Weissensee

Lichtdurchflutete Arbeitswelt

Hocheffizientes Bürogebäude in der Maxvorstadt

Gelungene Überführung

Der Umbau eines ehemaligen Wochenendhauses begeistert die Bauherrin

Nothing found.

Neu im Ensemble

Rathaus mit Vorplatz fungiert als Gelenk und verbindet die einzelnen Ortsstrukturen

CF005522_19_700pixel

Campus der Zukunft

Ersatzneubau für das Interfakultäre Institut für Biochemie IFIB der Universität Tübingen

Kein Schmarrn!

Das neue „Brunner“ im wunderschön renovierten historischen Haus

Bild-Uhr-nachgeliefert_15_700pixel

Individuelles Design

Frithjof Maschke entwickelt Produkte, die das Interesse an Technik fördern

Offen zur Natur

Winkelförmiges Einfamilienhaus öffnet sich bewusst nicht dem Weitblick

Die zwei Seiten

Organische Front trifft auf klare, lineare Rückfassade

230622005_15_700pixelVh927z1vpFe8s

Modern und doch wie damals

Neues Wohnhaus nimmt sich seinen Vorgängerbau aus den 1920er-Jahren zum Vorbild