Der Charme einer anderen Zeit

Behutsamer Umbau einer Villa mit minimalen Eingriffen in die Bausubstanz

CM-1829-014_15_700pixel

Wenn Häuser zu oft um- und angebaut werden, kann das schon mal den ursprünglichen Charme des Gebäudes beeinträchtigen. Nicht so bei dem heutigen Haus Elisabeth in Bad Honnef. Stolz und erhaben präsentiert sich das schmucke Gebäude seit seinem Entstehungsjahr 1904, als es von den Himmel & Abels Architekten als Wohnhaus erbaut wurde. Nur sieben Jahre später fand der erste Umbau statt – mit einer Umstrukturierung der Grundrisse und dem Anbau eines Wintergartens sowie einer Außentreppe zum Garten hin. Ein Anbau – ebenso groß wie das Hauptgebäude selbst – mit überdachter Terrasse auf der Gartenseite folgte dann 1927.

Beim jüngsten Umbau, bei dem das Büro von Brechtel Architekten die Villa, die zuletzt als Wohnheim für geistig behinderte Menschen genutzt wurde, in Mietwohnungen verwandeln sollte, stellten die verschiedenen Bauphasen mit den unterschiedlichen Baumaterialien beziehungsweise das heterogene Höhenniveau eine der Herausforderungen dar. Ein Ausgleich konnte über einen Bodenaufbau und Gefälleplatten geschaffen werden. „Was auch nicht ganz einfach war, war die Erhaltung des Haupttreppenhauses und der Eingangstür aus Holz“, erklärte Architekt Andreas Brechtel. Doch gemeinsam mit einem Tischler konnten sowohl die Türen als auch die Treppe originalgetreu wiederhergestellt werden. Die defekten Holzfenster tauschte der Tischler durch neue Holzfenster aus, die er zuvor nach altem Vorbild hergestellt hatte. Einen Hingucker stellt die Beleuchtung im Treppenhaus dar. Der abgehängte Kronleuchter, der sich über drei Etagen erstreckt, wurde aus Eierleuchten vom Bestandsbau neu zusammengestellt. Mit dem Charme vergangener Zeiten setzt er die überarbeitete Treppe in Szene, die sich vor einer grünen Wand wirkungsvoll abhebt. „Die Farbe der Wand ist letztendlich auch eine Reminiszenz an das ursprüngliche Gebäude“, erklärt der Architekt. „Denn als wir die Tapete im Treppenhaus entfernten, kam die ursprüngliche grüne Tapete zum Vorschein.“ Ebenso wie die Erneuerung der Türen und Treppe zeichnet sich der gesamte Umbau durch minimale Eingriffe in die Bestandsubstanz aus. Und das Ergebnis beeindruckt: Die fünf neuen Wohnungen bestechen durch eine lichtdurchflutete, freundliche Atmosphäre und vor allem durch ihre Barrierefreiheit, die den Bewohnern das Gefühl von Selbstbestimmtheit, Vertrauen und Sicherheit bietet. Um das gemeinschaftliche Leben der Mieter zu stärken, wurde zudem ein Begegnungsraum im Erdgeschoss geschaffen.

www.brechtel-architekten.de

Fotos:

Constantin Meyer
www.constantin-meyer.de

(Erschienen in CUBE Köln Bonn 03|21)

Architekten:

Brechtel Architekten
www.brechtel-architekten.de

Aufzug:

Otis
www.otis.com

Boden:

Ten Eikelder Bodenbeläge
www.ten-eikelder-bodenbelaege.de

Dachdeckerarbeiten:

Michael Mohr Dachbau
www.mohr-dachbau.de
Remac
www.remac.de

Fliesen:

Fliesen Grigoli
www.grigoli-fliesen.de

Garten- und Landschaftsbau:

Losem
www.losem.de

Küchen:

Hennefer Möbelhaus Jürgen Wuddel
www.kueche-wuddel.de

Maler:

Heinrich Schmid
www.heinrich-schmid.com

Schlosser:

Schlosserei Schoen
Telefon: 0211/333204

Nothing found.

Haus mit zwei Gesichtern

Drei schmale Satteldächer prägen ein Doppelhaus für zwei Parteien

Zwischen Produktion und Pause

Die neue Kantine auf dem HAKRO Campus

Gesundheitsfördernd

Die Architektur des Karolinen-Hospitals Arnsberg unterstützt den Heilungsprozess

Schöner Wohnen in Winterhude

Auf einer Tiegarage in rückwärtiger Hoflage entstand dieses Haus mit viel Grün

Nothing found.

DDC_9715_19_700pixel

Vernetzte Lernlandschaft

Der neue Campus der TH Köln eröffnet mit einem nachhaltigen Lehr- und Laborgebäude

Bildausschnitt-vera-ndern-Asphalt-und-Himmel-anpassen-_FRD4560_15_700pixel

Mittendrin in Ehrenfeld

Ein früheres Industrieareal wird in ein offenes und grünes Wohnquartier transformiert

Einheit von innen und außen

Solitär präsentiert sich mit einer komplett verglasten Front

DSC_8944-Grad-_15_700pixel

Erneuertes Himmelshaus

Das Gemeindezentrum der Christengemeinschaft in Lindenthal wurde modernisiert und umgebaut

LR3109-05_15_700pixel

Klassisch vermittelnd

Das Wohnhaus fügt sich harmonisch ausgleichend in die hetero­gene Situation ein und schafft genügend Raum für insgesamt sechs helle Drei- bis…

Ländlicher Rückzugsort

Ein erdgeschossiges Haus bietet kompakten Raum mit Ausblicken in die Natur

210917-Wohnhaus-Go-bel-HP-Siegen_MG_5688_b_thumb_thumb_thumb_19_700pixel

Stadt-Land-Verbindung

Ein Familienhaus bringt Wünsche und Vorgaben unter ein Dach

HMG-31-JS-18-5-19-8855_19_700pixel

Freies Spiel von Farbe und Fassade

Der Neubau des Heinrich-Mann-Gymnasiums in Volkhoven besticht durch Kompakt- und Offenheit