Schule im Kreativquartier

Wo sich früher eine Kaserne befand, steht nun eine beispielhafte Grundschule

Infanteriestrasse_Bild01_15_700pixel

Auf dem Gelände der ehemaligen Luitpoldkaserne, geprägt durch denkmalgeschützte Bauten und durchgrünte Bereiche, plant die Stadt München ein neues urbanes Stadtviertel. Südlich des Olympiaparks entsteht ein Ort, an dem sich Wohnen, Arbeiten, Kultur und Wissen zu einer attraktiven Mischung verbinden. Das Grundstück der neuen Schule befindet sich auf dem nordöstlich gelegenen Kreativquartier. Das unmittelbare Umfeld ist heterogen geprägt, mit der kleinteiligen Wohnbebauung der Barbarasiedlung sowie Universitäts- und Gewerbebauten. Es ist begrenzt durch die Infanteriestraße im Osten, die Frei-Otto-Straße im Norden sowie die Günter-Behnisch- und Fritz-Schuster-Straße im Südwesten.

Die neue fünfzügige Grundschule, für bis zu 500 Kinder mit Doppelsporthalle, wurde von Behnisch Architekten geplant. Offene Raumstrukturen in fünf Lernhäusern bieten die Voraussetzung für einen vielfältig nutzbaren Ort und ein lebendiges Lernumfeld. Im angegliederten Haus für Kinder, einer Ganztageseinrichtung, können 100 Kinder im Alter von 0 und 6 Jahren betreut werden. Mit einem Vorplatz und üppigem Baumbestand formt die dreigeschossige Schule zur Infanteriestraße eine differenzierte, schützende Raumkante aus. Rückwärtig entwickelt sich ein großzügiger Außenbereich mit Sportanlagen, der die Schule im Quartier verankert. Der Grundriss der Grundschule ist als sternförmiges Ensemble organisiert. Drei Gebäudeflügel gruppieren sich um ein zentrales Atrium mit verbindendem Treppenraum. Es ist das Herzstück der Schule und bildet die vertikale sowie horizontale Orientierungsachse des Gebäudes. Nördlich  an das Schulgebäude schließt sich die Sporthalle an, im Süden das Haus für Kinder. Die Schule, die ventsprechend dem Münchner Lernhauskonzept in fünf kleinere Lerneinheiten für je bis zu 100 Schüler:innen unterschiedlicher Altersstufen unterteilt ist, sorgt für eine angenehme Maßstäblichkeit. Während sich die Gemeinschaftsfunktionen, wie Speisesaal und Mehrzweckraum, im Erdgeschoss befinden, sind die Lernhäuser im ersten und zweiten Obergeschoss verteilt und jeweils um eine „gemeinsame Mitte“ arrangiert. Eine Dachlandschaft auf einem Teil des Sporthallendachs bietet zusätzlichen Lernraum im Freien.

Im weiteren Außenbereich laden ein Verkehrsparcours, eine Kletterlandschaft und Sportplätze die Kinder zu Aktivität ein, während unter einem weit auskragenden Gebäudeflügel geschützte Pausenflächen entstehen. Das nachhaltige Klima- und Energiekonzept beinhaltet tageslichtreflektierende Lightshelves sowie auskragende und Schatten spendende Balkone. Weitere nachhaltige Maßnahmen sind eine Dachbegrünung, Retentionsflächen sowie Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach.

www.behnisch.com

Fotos: 

David Matthiessen
www.davidmatthiessen.com

(Erschienen in CUBE München 03|23)

 

Architektur:

Behnisch Architekten
www.behnisch.com

Fassade:

Raico Bautechnik 
www.raico.de

Seufert Niklaus
www.seufert-niklaus.de

Knauf Gips 
www.knauf.de

Dauerlüfter:

Renson
www.renson.eu

Holzbau:

Lignotrend 
www.lignotrend.com

Hoba – Holzbau Schmid 
www.hoba.de

Fliesen:

Ceramica Vogue
www.voguekeramik.de

Villeroy & Boch
www.villeroy-boch.de

Trennwände:

Lindner
www.lindner-group.com

Franz Nüsing
www.nuesing.com

Pfleiderer Deutschland 
www.pfleiderer.com

Bodenbelag:

Tarkett
www.tarkett.de

Gerflor
www.gerflor.de

Chemotechnik Abstatt
www.chemotechnik.de

Farbe:

Brillux
www.brillux.de

Leuchten:

Trilux
www.trilux.com

Planlicht
www.planlicht.com

Nimbus Group
www.nimbus-group.com

Türtechnik:

Dormakaba
www.dormakaba.com

Hafi
www.hafi.de

Athmer
www.athmer.com

 

Nothing found.

Wohnraum nach außen erweitert

Wohnkubus mit ergänzendem Freisitz erhöht die Wohn- und Aufenthaltsqualität

Bereicherung für den Stadtteil

Zwei Mehrfamilienhäuser mit viel Wohnkomfort in Oberhausen-Schmachtendorf

Hochwertig und effizient

Der tecHHub Hamburg im Innovationspark Altona setzt Maßstäbe

Ripple-Effekt zum Auftanken

Das Café des Wave Hotels – eine Transformation im Bestand wirft Wellen

Nothing found.

_E0A8748-Kopie_230803_DINA4_19_700pixel

Vom Kloster zur Klinik

Profanierung eines Gebäudes von Friedrich von Gärtner

SR0474_15_700pixel

Oberbayerisches Lebensgefühl

Alle einzelnen Elemente vom Pooldeck, der Terrasse zum Haus und neben dem Pool sowie dem kleinen hölzernen Freisitz in Richtung Kuhweide nehmen die…

2_42_700pixel

Stern des Südens

Die Architekten machen sich das Gefälle des Hanggrundstücks zunutze und lassen das Haus über die Wanne im Untergeschoss auskragen.

001_Werk12_-C-Ossip_1_15_700pixel

WOW – OH – PUH – AAHHH

Das „Werk 12“, ein quaderförmiger, fünfstöckiger Bau für flexible Nutzung ist derzeit bereits als bunte Gewerbenutzung in Betrieb gegangen.

Gemeinsam statt einsam

Zukunftsweisendes Wohnprojekt mit dem Prädikat „KlimaKulturKompetenz”

368_PEP_F01_15_700pixel2

Stadtsimulation

Geschosswohnungsbauten im urbanen Look

Bild_002_15_700pixeloWIi0qqxuK3bG

Harlachinger Eisberg

Einkaufen, Wohnen, Kinderbetreuung und Parken: Alles auf einem Grundstück

Design trifft Geschichte

In den Augsburger Maxim Suites verschmilzt Denkmalarchitektur mit modernem Interior