Harlachinger Eisberg

Einkaufen, Wohnen, Kinderbetreuung und Parken: Alles auf einem Grundstück

Bild_002_15_700pixeloWIi0qqxuK3bG

Im Stadtteil Harlaching entstanden in 27 Monaten Bauzeit ein neues Wohn- und Geschäftsgebäude sowie eine Kindertagesstätte mit gemeinsamer Tiefgarage. Oberirdisch wurden zwei getrennte Gebäudeteile erstellt, wovon das Vordergebäude aus drei und das Rückgebäude aus zwei Vollgeschossen besteht. Unterirdisch sind die beiden Gebäudeteile wie ein Eisberg durch drei gemeinsame Untergeschosse miteinander verbunden. Dieser gelungene „Wurf“ stammt vom Münchner Architekturbüro be_planen.

Das Vordergebäude fügt sich wie selbstverständlich in die Bestandsbebauung der Naupliastraße ein, indem es die Höhen, Materialität und Farbigkeit der Putzfassaden und Stehfalzdächer der Umgebung  aufnimmt. Vom straßenseitigen Hauptzugang aus führt eine Rolltreppe entlang einer Sichtbetonwand direkt in die Räume im ersten Untergeschoss. Hir hat sich ein moderner Supermarkt niedergelassen. Im Erd- und 1. Obergeschoss ist der zweite Einzelhandel eingezogen – ein Drogeriemarkt. Beide Etagen sind durch eine interne Treppe sowie einem Glasaufzug verbunden. Im Erdgeschoss befindet sich zudem die Anlieferung für beide Einzelhändler. Unter den Dachschrägen des Vordergebäudes sind des Weiteren fünf barrierefreie Wohnungen entstanden, von denen drei familiengerecht sind. Erschlossen werden diese über das Treppenhaus, in welches man über den Innenhof und den nordseitigen Laubengang gelangt. Das Highlight der Wohnungen sind die großen, nach Süden orientierten Dachgauben mit großen Fenstern. Im zweiten und dritten Untergeschoss wurde eine Tiefgarage mit Stellplätzen für Kund:innen und Bewohner:innen sowie Mieterkeller, Allgemeinräume und Technikflächen geschaffen. 

Der polygonale Bau der Kindertagesstätte fügt sich mit seiner leichten, hölzernen Lamellenfassade inmitten einer großen Spielwiese in den alten Baumbestand des Grundstücks ein und bildet einen Kontrast zum grau verputzten straßenseitigen Vordergebäude. In den beiden Geschossen des Rückgebäudes befindet sich eine Kindertagesstätte mit zwei Krippengruppen im Erdgeschoss und zwei Kindergartengruppen im Obergeschoss. Die Dachfläche im 2. Obergeschoss ist begehbar und wird als Dachgarten mit Pflanzbeeten von den Kindern genutzt. Über alle Etagen befindet sich im Mittelpunkt des Gebäudes der offene Treppenraum mit den Garderoben. Von hier aus werden alle Gruppen- und Nebenräume erschlossen. 

www.beplanen.de

Fotos:

Erich Spahn
www.erich-spahn.de

(Erschienen in CUBE München 02|23)

Architektur:

be_planen
www.beplanen.de

Außenanlagen:

Terrabiota
www.terrabiota.de
Deutschmann Garten- und Landschaftsbau
www.galabau-deutschmann.de

Schlosserei:

RST-Inox
www.rst-inox.com

Dachabdichtung:

J.A.Burghart
www.burghart-bedachungen.de

Malerarbeiten:

Malereibetrieb Thomas Mayer
www.mayer-malereibetrieb.de

Bodenbelag Tiefgarage:

Vier Werk
www.vier-werk.de

Innendämmung:

A-Team Bau
www.a-teambau.de

Dachdeckung:

Prefa
www.prefa.de

Aufzüge und Rolltreppe:

Schindler
www.schindler.com

Lastenaufzug:

Lödige Fördertechnik
www.lodige.com

Stahlblechtüren:

Georg Diezinger
www.diezinger-brandschutz.de

Holz-Alu-Fenster:

BayWa
www.baywa.de
Hama Alu+Holzbauwerk
www.hama-online.de

Toranlagen:

Neimcke
www.neimcke.de

Nothing found.

Haus mit zwei Gesichtern

Drei schmale Satteldächer prägen ein Doppelhaus für zwei Parteien

Zwischen Produktion und Pause

Die neue Kantine auf dem HAKRO Campus

Gesundheitsfördernd

Die Architektur des Karolinen-Hospitals Arnsberg unterstützt den Heilungsprozess

Schöner Wohnen in Winterhude

Auf einer Tiegarage in rückwärtiger Hoflage entstand dieses Haus mit viel Grün

Nothing found.

20220328125152_IMG_5401_10_700pixel

Farbe und klare Formen

Andrea Reicherzer fertigt alltagstaugliche Keramik

_E0A8748-Kopie_230803_DINA4_19_700pixel

Vom Kloster zur Klinik

Profanierung eines Gebäudes von Friedrich von Gärtner

_LRR4027-Bearbeitet

Haus im Aluminiumkleid

Eine preisgekrönte Fassade ist der Eyecatcher des Mehrfamilienhauses am Weiherweg

Eighties dezent verjüngt

Ein Haus aus den Achtzigern – vorher etwas angestaubt – nachher hochglanzpoliert

Mehrwert durch Lebensqualität

Multifunktionaler Familiengarten mit unterschiedlichen Aufenthaltsorten

Lässige Oase in der Stadt

Ein Hotel am Sendlinger Tor begeistert mit biophilem Design und urbanem Lebensgefühl

Working on the Edge

Bestmögliche Raumlösungen für Kollaboration und Kommunikation