Gut für Mensch und Natur

Nachhaltige Platzgestaltung unterstützt Artenvielfalt und Regenwasserbewirtschaftung

Sebastian_Glombik_Vogelkamp_8149_19_700pixel

Dieser Quartiersplatz liegt im Vogelkamp Neugraben, eines von drei neuen Wohnquartieren im Entwicklungsgebiet Neugraben-Fischbek. Sie werden von der IBA Hamburg in direkter Nachbarschaft zum ökologisch bedeutenden Naturschutz- und EU-Vogelschutzgebiet „Moorgürtel“ unter der Dachmarke „Naturverbunden Wohnen“ entwickelt. Der Entwurf der Landschaftsarchitekten Hahn Hertling von Hantelmann zur Gestaltung des Quartiersplatzes stützt dieses Leitbild; das Thema der dezentralen Regenwasserbewirtschaftung wird nachhaltig behandelt. Die Pflanzenauswahl lockt Insekten, insbesondere Schmetterlinge, und Vögel an und trägt zur ökologischen Vielfalt im neuen Wohnquartier bei.

Das Besondere am Platz ist die Konzeption als selbstentwässernde Freianlage. Das auf den Platzflächen anfallende Regenwasser wird in den flächig bepflanzten Beeten dezentral gesammelt, verdunstet und versickert. Die gemuldeten Pflanzflächen dienen als Schwamm und speichern das Regenwasser in den oberen Substratschichten bevor es über die Pflanz- und Erdoberfläche verdunstet oder in tiefere Bodenschichten versickert. Auf zusätzliche Rinnenkörper und einen Anschluss an das städtische Siel wurde bewusst verzichtet. Ermöglicht wurde die Umsetzung durch den vorgefundenen Boden mit sehr guten Versickerungswerten. Spiel- und Bewegungsangebote sowie Platzflächen für freies Spiel und Nachbarschaftsfeste schaffen eine hohe Aufenthaltsqualität für die Bewohner. Dezentral arrangierte Baum- und Pflanzinseln zeichnen lineare Motive auf die Platzfläche. Die Komposition der Pflaster-, Spiel- und Pflanzstreifen wechselt ähnlich eines Strickmusters in Farbe, Struktur, Breite und Oberflächenbeschaffenheit, wirkt jedoch durch die Wiederholung der Motive als geschlossenes thematisches Areal mit Wiedererkennungseffekt und Adressbildung. Ruhezonen werden durch lange Bankreihen parallel zu den Pflanzbeeten angeordnet mit Blick zu den offenen Platzsituationen. Spielangebote zum Klettern und Balancieren sowie einen Treffpunkt für Kinder und Jugendliche an einem Betonrelief laden zu Aktion und Aneignung ein.

Das Leitbild der Pflanzenverwendung nimmt das Motiv der Moorflächen aus der Nachbarschaft auf. Mehrstämmige Birken, als Solitäre gesetzte Erlen und niedrige Weiden – als flächiges Parterre gepflanzt und mit bodendeckendem Sommerflieder kombiniert – prägen das Bild. Im Frühjahr bietet Riesenlauch mit seinen dekorativen kugeligen Blütenständen einen besonderen Blühaspekt in Violett und Weiß. Hoch aufstrebende Rutenhirse ergänzt das sommerliche Pflanzbild. Der durch das Quartier streifende Wind bewegt den gepflanzten Weidenteppich in Wellen und lässt die Birkenblätter im Wind tanzen.

www.hhvh.de

Fotos:

Sebastian Glombik
www.sebastianglombik.com

(Erschienen in CUBE Hamburg 01|21)

Nothing found.

Porzer Würfel

Eine Nachverdichtung in Holzhybridbauweise schafft bezahlbaren Wohnraum im Kölner Süden

Urban und kommunikativ

Die Außenanlagen der Neubauten auf der Margarethenhöhe erfüllen vielfältige Anforderungen

Transformation ins Heute

Wohnung im Westend wird geöffnet, aufgehellt und präzisiert

Nothing found.

Welche Farbe hat das Wasser?

Balance zwischen Abwechslung und Wiederholung in der Jenfelder Au

Ausgewogen und Gelassen

Umbau und energetische Sanierung beleben den Charme eines historischen Hauses wieder

weberdinge_VIN_01_15_700pixel

Unaufdringlich anders

Die Regalserie Vin von weberdinge ist zeitlos und nachhaltig

raumideen-Luebeck_048_15_700pixel

Wohntraum wird wahr

Ein Rundum-sorglos-Paket macht die Bauherrin glücklich

Licht für eine Oase in der Stadt

Licht für eine Oase in der Stadt

Gutes Lichtdesign offenbart die Schönheit von Raum und Material

Urbanes Wohnen neu gedacht

Die Architektur der „Heimatmole“ stärkt die Gemeinschaft

KF1587-81_15_700pixel

Perfekt eingefügt

Ein Bürohaus interpretiert die Tradition des gewerblich genutzten Innenhofs neu