Arbeitswelten mit Teehaus
Funktionaler Minimalismus nach der Japandi-Philosophie
Zwischen Mitte und Prenzlauer Berg liegt AchtBerlin, ein Bürokomplex, in dem sich auch die neuen Headquarters der Marke Paper & Tea befinden: Eine harmonische Verschmelzung von Funktionalität und zeitgenössischem Design prägt das Erscheinungsbild dieses Projekts.
Schwitzke Górski entwickelte in enger Zusammenarbeit mit dem Paper & Tea Brand-Studio ein frisches Interior-Konzept – mit dem Ziel, die Essenz der Marke perfekt einzufangen. Das Design verkörpert die Japandi-Philosophie, die sich aus skandinavischen und japanischen Gestaltungselementen zusammensetzt und durch formale Einfachheit und natürliche Materialien eine minimalistisch-gemütliche Atmosphäre schafft. Paper & Tea ist ein junges Unternehmen, das die Traditionen der japanischen Teekultur mit dem modernen, pulsierenden Geist Berlins verbindet und Filialen in ganz Europa betreibt. Mit den neuen Headquarters sollte ein zentraler Treffpunkt geschaffen werden, an dem Beschäftigte aus verschiedenen Abteilungen zusammenkommen, zusammenarbeiten und Ideen austauschen können. Entstanden ist ein Ort, der Teekultur und moderne Arbeitswelten vereint. Die Designer arbeiten seit vielen Jahren mit Paper & Tea zusammen und haben zuvor bereits Konzeptentwürfe für Visual-Merchandising-Lösungen und Einzelhandelsgeschäfte der Marke entwickelt. Auf der Grundlage dieser etablierten Beziehung hatte das Krakauer Team das Projekt direkt per privatem Auftrag angenommen. Der Kunde stellte sich einen kreativen Arbeitsbereich mit gemeinsamen Schreibtischen, einem Gemeinschaftstisch sowie gut ausgestatteten Schulungsräumen vor. Gleichzeitig sollte das Büro als Showroom für die Marke dienen – eine angenehme Umgebung für Kund:innen und Mitarbeitende, die die Werte und die Philosophie der Marke verkörpert. Im Fokus standen daher Flexibilität und Kommunikation durch inspirierende Räume mit einer Tee-Bar, gestalteten Entspannungsbereichen, einem Tea House sowie grünen Rückzugsorten. Die größten Herausforderungen für das Krakauer Team ergaben sich aus dem Bestandsbau: Die Deckenplatten bestehen aus Spannbeton, was Bohrungen unmöglich machte. Alle Elemente mussten daher frei stehend entworfen werden. Außerdem war der Raum bereits mit einem rosafarbenen Vinylboden und rauen Betonwänden ausgestattet, die unverändert bleiben sollten. Daraus resultierten innovative, frei stehende Lösungen aus Eschenholz, insbesondere für die filigranen Konstruktionen in der Lounge und im Teehaus.
Fotos:
Clemens Poloczek
www.clemenspoloczek.com
(Erschienen in CUBE Berlin 04|25)