Im Geiste der Aufbruchsjahre

Umbau und Erweiterung eines Verwaltungsgebäudes der 1950er-Jahre zu einem nachhaltigen Ensemble

01-trt-ar_architekten_foto_ebener_19_700pixel

Es ist eine Hommage an die Nachkriegsarchitektur mit ihren einfachen Konstruktionsprinzipien und reduziertem Materialeinsatz. Zugleich transformiert das von a+r Architekten entworfene Technische Rathaus den Bestand in die Gegenwart. Ergebnis ist ein offenes, bürgernahes Verwaltungsgebäude in ressourcenschonender Bauweise. Die Architekten positionierten den Neubau in Richtung Süden, wo er sich – dem Schwung der Straße folgend – einladend der Innenstadt zuwendet. Ein helles und einladendes Atrium bildet das Herz des Ensembles aus Alt- und Neubau. Teil dieses neuen Zentrums ist die ursprüngliche Fassade des Bestandsgebäudes von 1954. Da der Neubau kompakt angelegt ist, entstand auf der Gebäuderückseite eine wertvolle Freifläche. Als öffentlich zugängliche Grünanlage entlang des Flusses trägt sie zu einer höheren Aufenthaltsqualität im Stadtraum bei.

Insgesamt 220 neue Arbeitsplätze wurden geschaffen. Dabei steht die Kommunikation der Mitarbeiter untereinander und mit den Besuchern im Mittelpunkt. Blickbeziehungen innerhalb des Gebäudes – teilweise von Büro zu Büro – schaffen dafür die ideale Voraussetzung. Von außen sorgen große, einladende Fenster für eine Architektur der Transparenz. Es gibt Kombi- und Großraumbüros, die ihre Erschließungsflure mit in die Fläche einbeziehen. Außerdem Teeküchen auf jedem Stockwerk sowie eine Cafeteria in einer dem Altbau aufgesetzten Etage in leichter Holzbauweise. Sie ist über eine Dachterrasse mit dem großen Sitzungssaal verbunden. Durch eine separate Erschließung eignet sich dieser Bereich auch für öffentliche Veranstaltungen. Auf dem Niveau der Brunnenstraße entstand ein attraktiver Eingang. Das großzügige Foyer mit integriertem Front Office führt in das neue Atrium.

Wichtig war den Planungsverantwortlichen der „grünen“ Stadt Tübingen auch der Aspekt der Nachhaltigkeit. Ein Kernthema von a+r Architekten, die es mit dem Erhalt des Altbaus und damit einer deutlichen Einsparung sogenannter grauer Energie von Anfang an umsetzten. Auch die Konzeption des Gebäudeverbunds mit einem sehr günstigen Verhältnis der Oberfläche zum Volumen trägt zu einer deutlichen Energieeinsparung bei. Die hoch wärmegedämmte Lochfassade mit einem Fensteranteil von rund 50 Prozent kommt sowohl dem winterlichen als auch dem sommerlichen Wärmeschutz zugute. Damit erreicht das Gebäude den Werten nach Passivhausstandard. Über Geothermie und Solaranlagen wird erneuerbare Energie gewonnen. Nachhaltig sind ebenso der eingesetzte Recy­clingbeton, der geringe Wartungsaufwand der langlebigen Ziegelfassade und die besonders flexiblen Grundrisse.

www.ackermann-raff.de

Fotos:

Marcus Ebener
www.marcus-ebener.de

(Erschienen in CUBE Stuttgart 01|21)

Nothing found.

Ein neues Wir-Gefühl

Ein Verlag in Herne erprobt auf einer Loft-Etage eines Industrie-Altbaus neue Arbeitswelten

Die Marke erlebbar gemacht

Die Hauptzentrale eines Parfümerieunternehmens in Flingern-Nord setzt auf New Work

Nothing found.

IW-Plan_sued2_700pixel

Wohnen, arbeiten, leben

Lebendige Gartengestaltung unterstreicht klare und geradlinige Architektursprache

Steigenberger-Schreibtisch_gro-sserer-Ausschnitt_15_700pixel

Gut durchdacht

Die Produktdesignerin Rosi Weiße setzt auf Funktionalität und neue Blickwinkel

Arbeiten unterm Tankstellendach

Identitätsstiftende Workspaces mit Fokus auf Funktionalität und New-Work-Ansätze

Für Körper und Seele

Geschichtsträchtige Apotheke im denkmalgerecht sanierten Fachwerkhau wird zum modernen Restaurant

Im Dialog mit der Landschaft

Sensible und nachhaltige Aufstockung eines inklusiven Hotels

Blühendes „Gartenhaus“

Architektur, Innenarchitektur und Marke vereinen sich ganzheitlich in einem Design und Boutique Hotel