Identität trifft Innovation
Der Lensing Media Port im Dortmunder Hafen
Das traditionsreiche Dortmunder Hafenviertel ist um ein besonderes Gebäude reicher. SHA Architekten und JOI-Design, verantwortlich für Innenarchitektur, haben mit dem Lensing Media Port ein ehemaliges Lagerhaus in einen pulsierenden Digital Hub verwandelt (siehe auch Seite 42). Es macht die DNA des Auftraggebers, der in der Region tief verwurzelt ist und eine lebendige Kommunikation pflegt, sichtbar, spürbar und erlebbar. Das Projekt steht für inklusive, wertschätzende Arbeitskultur, die Menschen, Umwelt und Wirtschaft gleichermaßen berücksichtigt, und wurde mit dem Iconic Award 2025: Interior-Workplace sowie mit dem German Design Award ausgezeichnet.
Das ehemalige Lagerhaus wurde um einen modernen Glasanbau erweitert. Mit feinem Gespür für das historische Erbe gelang es dem Innenarchitekturbüro Joi-Design, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu verbinden: Moderne Glasstrukturen und Stahlrahmenfenster integrieren historische Elemente wie freigelegte Betonpfeiler und authentische Backsteinwände in die zeitgemäße Architektur. „Uns war wichtig, die Kultur des Ortes spürbar zu machen, die Geschichte von Wandel und Identität zu erzählen. Gleichzeitig ist ein moderner und zukunftsorientierter Arbeitsort entstanden, der mit seiner Offenheit Menschen verbindet, Identität stiftet und echte Begegnungen ermöglicht“, fasst Sabrina Voecks, Creative Director Joi-Design, zusammen.
Das außergewöhnlich tiefe Gebäude ist vollständig barrierefrei gestaltet und wurde so organisiert, dass natürliches Licht jeden Arbeitsplatz erreicht. Zentrale Kommunikationsbereiche entlang des verglasten Anbaus schaffen über alle Etagen hinweg Orte des Austauschs. Flexible Zonen ermöglichen Rückzugsorte und geben Raum für Teamwork. Eine dynamische Struktur, die mit den Bedürfnissen der Menschen wächst und sich ständig wandelt – New Work in Reinkultur. Ein Restaurant mit Hafenterrasse, eine Club-Lounge für Lesungen, Diskussionen und Netzwerkevents sowie ein Konferenzraum mit lokalem Bezug lassen den Raum zu einem lebendigen Teil des Quartiers werden, der Mitarbeitende, Nachbarinnen und Nachbarn einbezieht. Recycelte Möbel, aufgearbeitete Leuchten und bewahrte Bausubstanz zeigen, dass verantwortungsbewusstes Design Ästhetik und Sinnhaftigkeit vereinen kann. So wurden etwa Druckerplatten zur Wandverkleidung verwendet und weggeworfene Tastaturen zu Wanddesign umgewandelt, während alte Kaue-Systeme nun als Garderoben genutzt werden.
Fotos:
HGEsch
www.hgesch.de
