Subtil eingefügt

Büroneubau reagiert mit Präsenz und Dialogbereitschaft auf den Kontext der City Nord

Subtil eingefügt

Die City-Nord zählt zu den größten und anspruchsvollsten städtebaulichen Projekten der 1960er-Jahre in Europa. Der damalige Oberbaudirektor Werner Hebebrand entwickelte das Konzept, um Struktur und Nutzung der historischen Innenstadt zu bewahren, denn expandierende Unternehmen forderten Flächen für neue, große Konzernzentralen. Heute steht das Ensemble aus markanten Solitären unter Denkmalschutz, umgeben von ausgedehnten Grünflächen und aufgeständerten Fußgängerbereichen – und entwickelt sich kontinuierlich weiter. Auf diesen heterogenen Kontext reagiert der Büroneubau am Kapstadtring von Barkow Leibinger aus Berlin: Durch seine gestaffelte Kubatur zeigt er sowohl eigenständige Präsenz im Stadtraum als auch Dialogbereitschaft zu den Nachbargebäuden. Er ist unabhängig und kontextuell zugleich. Es gibt keine „Vorder-“ oder „Rückseite“, sondern gleichwertige, vielgestaltige Ansichten. Seine äußere Hülle folgt der pragmatischen Grundstruktur einer Bürofassade, ist aber auf subtile Weise so gestaltet, dass sie jedem Gebäudevolumen einen eigenständigen Charakter verleiht. Der Entwurf wurde 2017 in einem kooperativen Werkstattverfahren mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Der Aufbau aus drei parallel versetzten, in der Höhe gestaffelten Scheiben (30, 40 und 60 Meter) vereint die Vorteile einer differenzierten Gebäudekubatur mit geschützten Vorbereichen auf der Eingangsebene und einer effektiven horizontalen und vertikalen Vernetzung der inneren Flächen. Als Pendant zum denkmalgeschützten ehemaligen Bürohaus der Claudius Peters AG, das städtebaulich gestärkt und gleichzeitig in den wichtigen Sichtachsen freigehalten wird, sorgt dieser neue Hochpunkt für eine klare Adressbildung am Kapstadtring. Im Gebäude entstand Platz für 1.300 Arbeitsplätze, die der Nutzer Signal Iduna von mehreren Standorten zusammengeführt hat. Die zwei- und dreibündige Struktur der Geschosse bietet flexible Möglichkeiten für verschiedene Office-Konzepte. In Zusammenarbeit mit Sassan Philipp Haschemi & Associates, Corporate Design- und Kunstberater der Signal Iduna, wurde ein ganzheitliches innenarchitektonisches Konzept realisiert. Allen Büroflächen zugeordnet sind Außenbalkone, die sich jeweils im „Knick“ zwischen den Scheiben befinden und allen Mitarbeitenden Raum für Pausen, informelles Arbeiten oder spontane Gespräche bieten. Angrenzend an die zentrale Lobby befinden sich moderne Konferenz- und Schulungsräume, eine Cafeteria sowie ein Betriebsrestaurant mit Außenbereich. Die Gestaltung der Außenanlagen durch das Büro Capatti Staubach folgt dem Leitbild der City Nord, dessen Erscheinung von Rasenflächen und Platanen geprägt wird, mit einfachen, zugleich repräsentativen Mitteln.

www.barkowleibinger.com

 

Fotos:
Simon Menges
www.simonmenges.com
Nino Tugushishi

(Erschienen in CUBE Hamburg 04|25)

Nothing found.

WENIGER IST MEHR

Im „Club Zukunft Düsseldorf“ auf dem EUREF-Campus wird die klimaneutrale Stadt gestaltet

Wohnen im Komponistenviertel

Junges Wohnquartier in alter Nachbarschaft in Weissensee

Lichtdurchflutete Arbeitswelt

Hocheffizientes Bürogebäude in der Maxvorstadt

Gelungene Überführung

Der Umbau eines ehemaligen Wochenendhauses begeistert die Bauherrin

Nothing found.

Schwitzke-Partner-x-Optiker-Bode-Jungfernstieg_Innenansicht-c-Bevis-Photography_15_700pixel

Preisgekröntes Storedesign

Symbiose aus Handwerkskunst und Lifestyle am Jungfernstieg

ksg_Lohsepark-HH_HGEsch_0010_15_700pixel

In hanseatischer Tradition

Stein und Fassade des Hotels sind eine zeitgenössische Reminiszenz an Hamburgs Kontorhäuser

IMG_8391-3_15_700pixel

Funktion und Form

Dieser besondere Stuhl ist wandelbar und maßgeschneidert

4940_15_700pixel

Drei und drei macht eins

Familienrituale prägen ein maßgeschneidertes Zuhause

Foodlab_hamburg_opening_vivi_highres124_15_700pixel

Kreativität und Genuss

Das Foodlab schafft Perspektiven für Food-Start-ups und deckt alle vier Wochen den Tisch neu

11_15_700pixelseOkn7A9Caicx

Eins + eins = eins plus

Hatte der ältere Garten teilweise noch geometrisch geformte, klassische Rundungen, einen auf zwei Seiten offenen Teepavillon mit vorgelagertem…

Beate_Rottwinkel_Architektin_Hamburg_w13_38_15b

Weit und leicht

Eine moderne Interpretation des klassischen Siedlungshauses