Vernetzter Kreativcampus

Das „Mizal“ bietet eine hochflexible Arbeitsumgebung am Eingang zum Medienhafen

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Südlich des Rheinufertunnels entstand in direkter Nachbarschaft zum Überflieger ein neues Gebäudeensemble, das ein Höchstmaß an räumlicher Flexibilität mit Design und Nachhaltigkeit verbindet. Der kreative Campus „Mizal“ wurde nach Plänen des Düsseldorfer Architekturbüros Eller + Eller für Codic Development entwickelt und wird von der weltgrößten Werbeholding WPP genutzt. Für seine besonders nachhaltige Architektur erhielt das markante Ensemble mit über 52.000 m² Bruttogeschossfläche die DGNB-Zertifizierung in Gold.

Größte Herausforderung für die Architekten war dabei die städtebauliche Situation zwischen Bahndamm, Völklinger Straße und Plockstraße mit ihrer sehr heterogenen umliegenden Bebauung sowie den hochfrequentierten Verkehrshauptschlagadern der Landeshauptstadt, die dazwischen verlaufen. Die kreative Auseinandersetzung damit wurde zur Triebfeder für das Konzept eines Campus mit Büronutzung – einem Komplex, der in mehrere Gebäudeteile gegliedert, aber doch funktional und gestalterisch intensiv vernetzt ist. Dieser nutzt das Grundstück optimal aus, bleibt in seinem Großvolumen aber feingliedrig: Die mäandernde Gebäudekante bildet Innenhöfe aus und integriert so den Außenraum in das Gebäude. Die Vor- und Rücksprünge lassen die Baukörper dabei einen menschlichen Maßstab annehmen. Unterstrichen wird das durch Staffelung der Gebäudehöhen, die vom elfgeschossigen Hochhaus über einen viergeschossigen Sockelbau bis hin zum fünfgeschossigen Campusgebäude reichen. Wer den Weg mit dem Auto zum Mizal wählt, erlebt bei der Einfahrt in die Tiefgarage Deutschlands größtes hybrides Stellplatz- und Garagensystem. Dieses vollautomatisierte Parksystem (von Lödige Industries) ist besonders platzsparend und umweltschonend zugleich. Fußgänger:innen und Radfahrer:innen erreichen den Campus jenseits der Verkehrssachsen vom Hemmersbacherweg aus. Dezentral zwischen den Gebäuden liegen die Eingänge. Sie sind in einen großzügigen biotopartigen Außenraum eingebettet, der zu Aufenthalt und Begegnung einlädt. Dabei springt auch die einheitlich gestaltete Fassade ins Auge, die im Licht leicht changiert: Die wartungsarme Closed Cavity Fassade – die größte ihrer Art in Deutschland – zeichnet sich durch einen zweischaligen Aufbau aus. Dadurch  ist sie baupysikalisch besonders optimiert. Plastisch windet sie sich in horizontalen Bändern um die Baukörper mit ihren abgerundeten Ecken und eingeschobenen Loggien. Be- und Entlüftung, Schall-, Blend- und Sonnenschutz, aber auch Selbstreinigung sind innovativ in die Fassade integriert. Die Büroetagen in den Gebäuden sind räumlich maximal offen gestaltet. Die Treppen, Aufzüge und Nebenräume liegen in einem zentralen Kern, so dass bis zur Fassade eine weitläufige Fläche entsteht, die frei und flexibel nutzbar ist. Einheiten mit bis zu 3.200 m² Nutzfläche können ohne notwendige Unterteilungen entstehen und erlauben ein Höchstmaß an Flexibilität, Kommunikation und Arbeitsproduktivität. Selbstredend lässt sich damit eine Vielzahl von Arbeitsplatzszenarien realisieren – vom konzentrierten Einzelarbeitsplatz bis hin zu sehr offenen Lösungen für kreativ-vernetzte Teams. Der Außenbezug ist auf allen Etagen stets präsent – mit Ausblicken über die Innenhöfe bis hin zu Medienhafen, Stadttor, Rheinturm und Innenstadt, aber auch auf die begrünten und begehbaren Dachfflächen. Die hochtransparente Fassade projiziert die Vielfalt kommunikativ-kreativer Vorgänge im Gebäude nach außen und erscheint dadurch zugleich wie die ideale gebaute Visitenkarte.

www.eller-eller.de

Fotos:

Manos Meisen
www.manosmeisen.de

(Erschienen in CUBE Düsseldorf 04|23)

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