Wechselspiel der Farben

Ein Wohnquartier in Heerdt wird durch seine Fassadengestaltung aufgelockert und klar adressiert

D-Vierzig549-020_15_700pixel

Der Stadtteil Heerdt, insbesondere die vormals industriell genutzte Zone südlich der Hansaallee, durchläuft seit Jahren einen Wandel. Die ehemaligen Industriegrundstücke zwischen Hansaallee und Willstädter Straße im Süden und Böhlerstraße im Westen transformieren sich mehr und mehr zu einem attraktiven Wohnquartier mit verschiedenen heterogenen Nutzungen. Schulte Architekten aus Köln, denen die Vorhaben auf zwei aneinandergrenzenden Baufeldern von der Projektentwicklung Wohnen in vierzig549 übertragen wurde, planten dazu vier Wohngebäude mit insgesamt 177 Wohnungen und acht Stadthäuser mit Tiefgaragen sowie eine fünfzügige Kita.

Der Bebauung aus fünfgeschossigen Gebäuderiegeln definiert den Abschluss zur vorhandenen Gewerbebebauung im Nord-Westen des Plangebietes. Sie gliedert sich dabei in zwei L-förmig dimensionierte Gebäuderiegel entlang der Hildegard-Knef-Straße, die den ebenfalls an dieser Straße angeordneten Kindergarten und weitere begrünte öffentliche Freiflächen rahmen. Die Gebäude verfügen über zweigeschossige Klinkersockel sowie darüberliegende Geschosskörper, die in hellen Putzfarben gestaltet sind und definieren einen eindeutigen, selbstbewussten Abschluss des Quartiers. Die Einfassung und Rahmung des Straßenraumes wird durch die vollflächig verklinkerten Giebelflächen zum Kindergarten und in den fünfgeschossigen Gebäudeköpfen zu den grünen Freiflächen des Quartiers weitergeführt. Im Bereich der Geschossdecken sind die Putzfassaden profiliert, was diese zusätzlich horizontal strukturiert. Die Farbflächen, die vertikal dazu verlaufen, verzahnen sich mit diesen Elementen und schaffen eine Ablesbarkeit und Identifikation der einzelnen Häuser innerhalb der großmaßstäblichen Riegel. Über zwei Etagen ausgeführte, leicht zurückversetzte Farbfelder innerhalb des Gebäudesockels markieren dazu die Hauseingänge. Auch hier unterscheiden Farbwechsel die Häuser voneinander. Die Gartenseiten der Gebäuderiegel sind ebenfalls durch die horizontale Gestaltung der Gebäudesockel geprägt. Sie werden aber auch durch die Balkone und Loggien gegliedert, die leicht aus der Fassade des Hauptbaukörpers auskragen. Das Farbspiel der vertikalen Hausfarben wird von der dazugehörigen Straßenseite übernommen und unterstreicht auch hier die vertikale Gliederung der verschiedenen Bereiche. Eine mäandrierende Rahmung der Loggien und Balkone gestaltet innerhalb der Großform der Baukörper eine zusätzliche Gliederung. Alle Brüstungen orientieren sich in ihrer Farbgebung ebenfalls an den umgebenden Hausfarben.

www.schultearchitekten.de

Fotos:

Manos Meisen
www.manosmeisen.de

(Erschienen in CUBE Düsseldorf 04|23)

Nothing found.

Wohnen im Komponistenviertel

Junges Wohnquartier in alter Nachbarschaft in Weissensee

Lichtdurchflutete Arbeitswelt

Hocheffizientes Bürogebäude in der Maxvorstadt

Gelungene Überführung

Der Umbau eines ehemaligen Wochenendhauses begeistert die Bauherrin

Individualität im System

Grundschule verbindet Planungs- und Fertigungseffizienz mit zeitgemäßer Gestaltung

Nothing found.

_DSC3126-1_15_700pixel

Reduziertes Design

Maximilian von Dieken baut Möbel mit persönlicher Note

200227_BV_ST_Gi-r_Str_Exterior_Kamera_5_bearb_700pixel

Spiegelbild der Umgebung

Zwei neue Stadthäuser in Kaiserswerth

Ausblick mit Heckentheater

Neu gestalteter Garten präsentiert sich zu jeder Jahreszeit attraktiv

PK1020-134_19_700pixel

Gemeinsam Neues wagen

Viel Freifläche umrahmt den Sitz von zwei verbundenen Unternehmen

Landmark der Nachhaltigkeit

Das Bürohochhaus „Eclipse“ in Golzheim erfindet das Arbeiten im Hochhaus neu

Urlaub im Garten

Ein Ensemble aus Pool, Sauna, Outdoorküche und Ruhezonen schafft gute Erholungsbedingungen

FOM_06-2022_0091_19_700pixel

Kleiner Bruder im Park

Die FOM hat auf ihrem Campus in Derendorf einen skulpturalen Seminar-Pavillon bekommen