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Verdichtetes Wohnen im Grünen

Modernes, mittelständisches Zweifamilienhaus mit baulichen Qualitäten

Dank seiner sonnigen Südhanglage mit Blick über Stadt, Zürichsee, Limmattal und auf die Berge... mehr

Dank seiner sonnigen Südhanglage mit Blick über Stadt, Zürichsee, Limmattal und auf die Berge ist Höngg ein beliebtes Wohnquartier. Im Heizenholz, am Stadtrand von Höngg, haben die zwei Büros Gunz & Künzle und Piotr Brzoza Architekten ein Doppeleinfamilienhaus realisiert. Der Neubau für zwei junge Familien hat ein bestehendes Doppelhaus ersetzt, das Teil einer Siedlung aus den 1940er-Jahren war. Im Sinne der Verdichtung wurde eine wesentlich grössere Nutzfläche von insgesamt 420 m² erreicht.

Die Zweiteilung sowie die Hanglage mit Seeblick drohten das Haus doppelt zu polarisieren. Das Gebäude reagiert darauf mit einer kräftigen inneren Struktur; gleichwertige polygonale Zellen verschränken sich zu einer Art Wabenmuster, das sich vom Keller über alle drei Hauptgeschosse wiederholt. Durch das Weglassen einzelner Wände entstanden im Erdgeschoss fliessende Wohnräume und im Dachgeschoss allseitig Sitzterrassen. Grundsätzlich wurde eine Gleichwertigkeit der Waben und ihrer Verbindungen – auch zum Aussenraum – angestrebt, wobei jedes Zimmer über eine eigene feinjustierte Geometrie und Ausrichtung verfügt. Damit konnte auf beschränktem Raum eine hohe räumliche Dichte erzeugt werden. Je eine Wabe pro Hausteil ist vertikal durchgestanzt und mit einer Holzwendeltreppe verfüllt; dieser hohe Raum gibt beiden Haushälften eine räumliche Mitte. Zwei Bäumen ähnlich entwickeln sich die Zimmer diesem Stamm entlang in die Höhe und greifen dabei ineinander, sodass nicht klar ist, wo eine Haushälfte aufhört und die andere beginnt. Das räumliche Verschleifen wiederholt sich in der äusseren Gestalt des Hauses. Die Konfrontation der inneren Zellenstruktur mit der polygonalen Parzelle, dem Grundsatz maximaler Ausnützung und Gebäudehöhe folgend, führt zu einer Gliederung des Volumens in unterschiedlich ausgerichtete, verschachtelte Fassadensegmente. Damit passt sich das Haus dem Massstab des Quartiers an, vor allem aber zeigt es sich als ein zusammenhängendes Volumen, das mit feinen Vor- und Rücksprüngen seine Umgebung definiert. Diesen Eindruck von Körperhaftigkeit verstärkt die kostengünstige Kompaktfassade durch den groben Kellenwurfputz und die handwerklich anmutenden feuerverzinkten Absturzsicherungen.

Die Ausbildung der Fassade sucht bewusst gestalterische Antworten auf die ökonomischen und ökologischen Rahmenbedingungen des Bauens. In der Kompaktfassade bleiben die Volumetrie, die Setzung der Öffnungen und die gezielte Anordnung einzelner Applikationen als architektonische Mittel erhalten. Die Architekten nutzten diese konsequent und haben mit bescheidenen finanziellen Mitteln in der alltäglichen Architektur eines mittelständischen Zweifamilienhauses bauliche Qualitäten geschaffen.

www.gunzkuenzle.ch
www.brzoza.ch

Architekten: Gunz & Künzle www.gunzkuenzle.ch Piotr Brzoza Architekten www.brzoza.ch... mehr

Architekten:

Gunz & Künzle
www.gunzkuenzle.ch

Piotr Brzoza Architekten
www.brzoza.ch

Baumeister:

Gassmann
www.gassmannag.ch

Fassade:

Compactherm
Telefon 044/8584949

Treppe:

Treppenbau.ch
www.treppenbau.ch

Garten:

Lüscher Gartenbau
www.lueschergartenbau.ch

Bedachung:

ABS Service
www.abs-service.ch

Fotos:

Christoffer Joergensen