Architektur in Artikel
Kategorie
Themen
Interior in Artikel
Themen
Kategorie
Garten in Artikel
Themen
Kategorie
Spezial in Artikel
Kategorie

Repräsentativ und minimalistisch

Eine japanische Formensprache definiert das Wohnhaus am Zürichsee

Eine grossartige Aussicht war für die Bauherrschaft das wichtigste Kriterium für ihr Wohnhaus... mehr

Eine grossartige Aussicht war für die Bauherrschaft das wichtigste Kriterium für ihr Wohnhaus auf dem steilen Grundstück am rechten Zürichseeufer. Architekt Nori Sasaki errichtete es ganz im japanischen Stil, sehr minimalistisch und gleichzeitig auf einem hoch funktionalen Level. Im Mittelpunkt stand der repräsentative Charakter des Hauses, gleichzeitig sollte es die Bewohner vom Lärm der Strasse und der Zuglinie, aber auch vor der Wärme an dieser sonnigen Lage schützen.

Der architektonische Wunsch nach grosszügigen Auskragungen und einer exklusiven Anordnung von Gebäudekörpern führte zur einzigartigen Tragkonstruktion. Die schwebenden Wohnflächen sowie die rechtwinklig dazu auskragenden Geschosse mussten im Schnittbereich mit dem Untergeschoss verbunden werden. Der scheinbar schwebende und stützenlose Baukörper des Obergeschosses stösst mit seinen Massen an bautechnische Grenzen. Eine Garage wurde nicht gewünscht. Der Autoparkplatz liegt direkt vor dem Haupteingang. Das Dach und die Obergeschoss-Fassade sind aus einheimischem Stein. Der untere, zurückstehende Teil der Fassade wirkt unsichtbar, sodass man das Obergeschoss als schwebend wahrnimmt.

Das Herz des vierstöckigen Hauses bildet das grosszügige Wohn- und Esszimmer mit seiner unverbaubaren Seesicht und dem riesigen Panoramafenster. Von hier schweift der Blick über den Zürichsee bis zum Uetliberg. Das wärmeabweisende, blendfreie Isolationsglas von swissFineLine sorgt dafür, dass die Raumtemperatur konstant bleibt. Zusätzlich wird das Raumklima durch ein automatisches Luftaustausch-System mit Feinstaub-Filter geregelt, welches in allen Zimmern eingebaut wurde.

Neben dem grosszügigen Wohnbereich befindet sich ein repräsentativer Eingangsbereich, wo der Hausherr internationale Geschäftspartner empfängt. Aufgrund der Hanglage ist der Haupteingang ein Stockwerk nach unten versetzt. Durch das Tor an der Strasse fährt man so direkt bis vor die Haustür auf den grosszügigen Vorplatz, der auch als Parkplatz gedacht ist. Um an der steilen Hanglage auch im Winter bei Minusgraden eine komfortable Zufahrt zu ermöglichen, ist unter dem Asphalt eine Heizung installiert, die den Boden auf drei Grad erwärmt und der Glatteisbildung vorbeugt. Rund um das Haus ist eine Art Steingarten angelegt. Vom Haupteingang gelangt man schliesslich direkt in den Wintergarten mit Zugang zu Balkon und Aussenanlage. Hier wurde die Raumhöhe zugunsten des Wohnzimmers im Obergeschoss auf 2.4 m gesenkt. Trotzdem wirkt der Raum nicht klein, sondern gewinnt durch die vollständige Verglasung, die auch im Balkongeländer fortgeführt wird, an Weite und erlaubt ebenfalls einen grandiosen Blick über den See hinweg. Die Überdachung des Balkons ist gleichzeitig die Unterseite des weit auskragenden Obergeschosses. „Die Statik des freistehenden Elements wurde maximal ausgereizt, sodass wir ohne zusätzliche Stützen bauen konnten“, erklärt der Architekt. Blickt man von unten auf das Haus, scheint es, als ob das Obergeschoss schweben würde.

Der gesamte Innenausbau ist minimalistisch. Bei der Aufteilung und dem Ausbau der Innenräume folgte der Architekt einem typisch japanischen Wohnstil. Funktionsräume wie die Küche sind versteckt, sie dienen nur der Vorbereitung und haben keinen repräsentativen Charakter. Kleinere Zimmer befinden sich im ganzen Haus verteilt. Sie dienen als Stauraum und ihre Wände sind verrückbar, sodass der Grundriss bei Bedarf verändert werden kann. Repräsentativ ist nur das grosse Wohn- und Esszimmer. Es ist komplett in Weiss gestrichen und wird durch gezielt platzierte Lichtquellen indirekt beleuchtet. Die Wände sind glatt und strukturlos. Als warmer Kontrast zum Weiss der Wände wurde ein dunkles Eichenparkett verlegt. Schlaf- und Arbeitszimmer sowie Ankleide der Familie liegen unter dem Dach.

Auch energetisch ist das Haus auf dem neusten Stand: Drei 120 m tiefe Erdsonden mit einer Wärmepumpe beheizen das Haus sowie die Autorampe. Am unteren Ende des Hanggrundstückes, geschickt hinter einer Hecke verborgen, sind Solarpaneele installiert; sie versorgen Dusche und Pool mit Warmwasser.

www.sasaki.ch

Architekten: Nori Sasaki www.sasaki.ch Bauingenieure: Urech Bärtschi Maurer... mehr

Architekten:

Nori Sasaki
www.sasaki.ch

Bauingenieure:

Urech Bärtschi Maurer
www.ubm-bauing.ch

Energietechnik:

Naef Energietechnik
www.naef-energie.ch

Baumeisterarbeiten:

Dozza Bau
www.dozzabau.ch

Tiefbau:

Kibag
www.kibag.ch

Elektoarbeiten:

Elektro4
www.elektro4.ch

Fassade (Steinarbeiten, Abdichtungen):

SW-Spezialbau
www.sw-spezialbau.chapso.de

Fenster (gross):

swissFineLine
www.swissfineline.ch

Fenster (standard):

Huber Fenster
www.huberfenster.ch

Gipser, Maler:

Max Schweizer
www.schweizerag.com

Umgebungsarbeiten:

Spalinger Gartenpflege
www.spalinger-ag.ch

Gegen-Strom-Schwimmbad:

Vita Bad
www.vitabad.ch

Fotos:

Stefan Küng
Nori Sasaki