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Mediterranes Wohnen am See

Auf dem Papierfabrik-Areal in Horgen entstand eine naturverbundene Ufersiedlung

Grundstücke am See sind eine Rarität. Doch auf dem Gelände der stillgelegten und abgetragenen... mehr

Grundstücke am See sind eine Rarität. Doch auf dem Gelände der stillgelegten und abgetragenen Papierfabrik in Horgen konnte nun auf 10'440 m² direkt am Zürichsee eine ganze neue Ufersiedlung mit sieben Neubauten entstehen. Die zwei- und dreigeschossigen Häuser mit 24 Eigentumswohnungen bilden ein Ensemble, das Natur und Architektur vereint. Als Wahrzeichen der industriellen Vergangenheit wurde der markante Hochkamin erhalten.

Zum See hin fügen sich vier zweigeschossige Mehrfamilienhäuser und ein Privathaus in die Uferlandschaft ein. Entlang der rückwärtigen Strasse schirmen zwei dreigeschossige Punkthäuser das Areal ab. Die Höhenstaffelung der Gebäude schafft eine Verbindung zum Wasser und erinnert an Schiffe in einem Hafen. Die versetzte Anordnung der Häuser ermöglicht es, die natürlichen Vorzüge des Grundstücks optimal zu nutzen. Alle Eigentumswohnungen erhalten direkten Wasserbezug, die dahinter platzierten Punkthäuser bieten aus den Attikawohnungen freien Seeblick. Durch die Anordnung ergibt sich zudem uneingeschränkte Sicht für die unteren Geschosse der Punkthäuser. Auf dem gesamten Gelände wurde ein grossflächiger Garten angelegt, der durch verschiedene Bepflanzungsflächen gegliedert ist. Wegen der ausgeprägten Bepflanzung des Gartens entsteht zusammen mit dem Blick auf den See eine grosse Naturbezogenheit, die einen mediterranen Charakter trägt. Gleichzeitig schafft das parkartige Grün aus Bäumen, Gräsern und Stauden eine Privatsphäre für die Bewohner. Die offene Atmosphäre wurde auch in der Erscheinung der skulptural wirkenden Gebäude übernommen: Die Gebäudehülle wird aus grossen Fensterflächen und aus horizontalen und vertikalen Elementen in erdfarben lasiertem Beton gebildet. Die Fassade zeigt zudem ein perforiertes, dreidimensional verformtes Aluminiumlochblech, das mit einer unregelmässigen Wellenstruktur das Wasser zitiert. Dieses Zusammenspiel aus Glas, schimmernden Metallflächen und Betonelementen bricht die Stockwerkstruktur auf, so dass die Geschosse übereinander zu schweben scheinen.

Die Ufersiedlung ist energetisch und gebäudetechnisch zukunftsorientiert – sie entspricht den Minergie-P-Anforderungen. Die Gebäudehülle ist winddicht und hoch wärmedämmend. Dank einer Regelbelüftung wird Frischluft mit optimaler Raumlufttemperatur in die Räume gebracht. Unterhalb der Gebäude ist eine Tiefgarage angelegt, über die alle Gebäude erschlossen werden. In der Seegarten-Siedlung sind neun unterschiedliche Grundrisstypen angeordnet, von der 3.5-Zimmer-Wohnung bis zur 6.5-Zimmer-Wohnung mit hohem Ausbaustandard. Jede Wohnung ist zum See hin orientiert, wegen der raumhohen Fenster und ideal platzierten Terrassen lässt sich das Naturschauspiel der „Seebühne“ zu allen Jahreszeiten erleben.

www.wildbaerheule.ch

Architekten: wild bär heule www.wildbaerheule.ch Fotos: Roger Frei www.rogerfrei.com mehr

Architekten:

wild bär heule
www.wildbaerheule.ch

Fotos:

Roger Frei
www.rogerfrei.com