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Blickpunkt Chammerholz

Der Neubau mit Holzfassade setzt sich in den gewachsenen Grünraum einer Villa

Am obere Dorfende von Wermatswil, in Uster-Nord, liegt das auf drei Seiten an die Natur... mehr

Am obere Dorfende von Wermatswil, in Uster-Nord, liegt das auf drei Seiten an die Natur grenzende Grundstück des Blickpunkts Chammerholz. Waldanstoss, ein schöner Baumbestand und eine eindrückliche Sicht auf den Bachtel, die Churfirsten und die Glarner Alpen zeichnen diesen einmaligen Ort aus.

Die besondere Lage und die Grundstückqualitäten inspirierten Moos Giuliani Herrmann Architekten zu einem konsequenten Schottenbau, welcher den Blick zur Nachbarbebauung bewusst ausblendet. Lichthöfe ermöglichen dem Tageslicht, in die Tiefe der Grundrisse zu gelangen. Die Dimensionen des Gebäudes wurden durch Waldabstand und Baulinien definiert. Der Neubau mit vier unterschiedlich grossen Wohneinheiten auf zwei Stockwerken ersetzt eine Villa aus den 1960er-Jahren und übernimmt deren gewachsenen Grünraum. Die Holzfassade aus verkohlten und anschliessend gebürsteten Latten verleiht dem Gebäude einen pavillonähnlichen Ausdruck, welcher gut zur Umgebung passt. Den Zugang zu den individuellen Eingängen und Garagen bildet ein in die Umgebung eingeschnittener Hof. Die Gebäudeorganisation orientiert sich nach den beiden attraktiven Seiten. Jede der vier nebeneinander- und zum Teil übereinanderliegenden Wohneinheiten sind zum ganztägig besonnten Waldrand und zur Landwirtschaftszone beziehungsweise aufs Bergpanorama ausgerichtet. Nebst der Inszenierung dieser beiden Ausblicke vermittelt die schottenartige Anordnung der einzelnen Wohneinheiten die gewünschte Privatheit, indem so die übrige Nachbarschaft ausgeblendet wird. Diese Introvertiertheit wird durch die Lichthöfe noch verstärkt.

Die Grundrisse der Innenräume ordnen sich um diese Lichthöfe, welche Sonnenlicht schon am Morgen zu Küche, Essen und Wohnen lenken. Zwei Einheiten werden gar über diese Lichthöfe erschlossen. Die raumbreiten Fenster lenken den uneingeschränkten Blick in den Garten, zum Wald oder in die Ferne zu den Bergen. Sie lassen aber auch, durch ihre Ausrichtung nach Osten und Westen, die flache Morgen- und Abendsonne tief ins Gebäude scheinen. Nur im nördlichen Reihenhaus sind die Fenster eines Zimmers auf den Nussbaum ausgerichtet. Der Wohnbereich ist so angeordnet, dass das Nebeneinander von Sitzgruppe und Esstisch verhindert wird, die räumliche Verbindung und die grosszügigen Durchblicke aber gewahrt bleiben. Jede Einheit verfügt über einen Master-Bedroom mit Ankleide und Terrasse, welchem eines der zwei schönen Bäder direkt zugeordnet werden kann. Optional kann jedes Wohnzimmer mit einer Feuerstelle versehen werden.

Das Gebäude umgibt ein parkartiger Grünbereich, in welchem Blütenkirschen und der grosse Nussbaum gut eingebunden sind. Organisch geschnittene Eibenhecken begrenzen die Aussenbereiche. Sie greifen bis in den sonnendurchfluteten Wald und schaffen so einen fliessenden Übergang. Der Wald gehört allen Wohneinheiten und ist für vielseitiges Spielen geeignet. Kinderspielen oder ein gemeinsames Fest ist ebenfalls im gut geschützten Hof denkbar. Pro Einheit ist ein Sitzplatz direkt am Gebäude angeordnet. Ein Aussenschrank für Grill und Gartengeräte bildet die Abgrenzung zum Nachbarn. Zu jedem Hausteil gehört ausserdem ein grosszügiger und gut belichteter Hobbyraum, ein Keller und Technikraum mit moderner Infrastruktur. Die Garderobe, ein der Küche zugeordnetes Reduit und diverse Schränke bieten viel Stauraum. Jede Einheit verfügt über eine eigene, ebenerdige Garage mit zwei Autoabstellplätzen und genügend Platz für Velos, Ski und Kinderwagen.

www.mgh.ch

Architekten: moos. giuliani. herrmann. architekten. www.mgh.ch Fotos: Sabrina Scheja mehr

Architekten:

moos. giuliani. herrmann. architekten.
www.mgh.ch

Fotos:

Sabrina Scheja