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Vorne Historie, hinten Moderne

Ein ehemaliges Weinhauerhaus wird zum Wohnhaus

Erst einmal einziehen, sich peu à peu im neuen Heim einrichten und möglicherweise die eine oder... mehr

Erst einmal einziehen, sich peu à peu im neuen Heim einrichten und möglicherweise die eine oder andere Stelle an die persönlichen Lebensgewohnheiten anpassen. In den meisten Fällen ein ganz normaler und vertrauter Ablauf. So hat es auch eine fünfköpfige Familie in der Kurstadt Baden südwestlich von Wien zunächst praktiziert. Sehr wohl in dem Bewusstsein: Je älter das Gemäuer, desto mühsamer der Umbau. Mitten im Zentrum hatte die Familie das mittelalterliche Weinhauerhaus erworben, vorläufig hergerichtet und bezogen. Aufgrund mehrfacher Änderungen ihres ursprünglichen Wohnkonzepts entschieden sich die Bauherren schließlich, einen Architekten hinzuziehen. Die Wahl fiel auf das Wiener Büro Caramel Architekten. Gemeinsam haben Bauherr und Architekt die vielen vorhandenen und neuen kreativen Ideen in ein Gesamtkonzept vereint.

Eine grundsätzliche Entscheidung wurde direkt zu Beginn der Zusammenarbeit festgelegt: Die nostalgische Heurigenatmosphäre sollte nicht in Konkurrenz mit den modernen Erweiterungen auf der Gartenseite treten – Alt und Neu sollten außen und innen ablesbar sein und eine Korrelation der unterschiedlichen Stile bilden. Der Lebensmittelpunkt mit Koch-, Ess- und Wohnbereich wurde als offene Ebene geschaffen, die durch die durchgehende Ganzglasfassade mit dem Garten verbunden wird. Unterstützt wird diese Wirkung durch die auskragende Sichtbetondecke, die ein harmonisches Spiel mit der Betonoberfläche der Gartenterrasse aufnimmt und den lebhaften Wasserspiegelungen des Swimmingpools einen passenden Kontrast bietet. Im ersten Obergeschoss wurde das Raumprogramm auf das Wesentliche angepasst, damit neben dem Elternschlafzimmer samt Badezimmer noch ein Schlaf- und Arbeitszimmer mit Bad für die drei Kinder berücksichtigt werden konnte. Zum Spielen selbst können die Kinder ein großzügiges Zimmer im Untergeschoss nutzen, das über einen offen verglasten Stiegenbereich mit ausreichend Licht versorgt wird. Als Abschluss befindet sich im Dachgeschoss ein lichtdurchfluteter Arbeitsbereich mit Ausblick über die angrenzenden Gärten und Bauwerke. Was die Innengestaltung betrifft, so war der Drang der Familie zur Autonomie und Eigeninitiative besonders ausgeprägt: Unzählige Details und Unerwartetes, wie beispielsweise ein verdeckter „Sparherd“ und ein einfaches Lichtsystem, sind zu entdecken und tragen zum besonderen Charme des alten, neuen Wohnhauses bei.

www.caramel.at

Fotos:

Marie Veis

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