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Natürlich Natur studieren

Holz und Glas beherbergen Bücher, Lernende und Lehrende

Natürlich Natur studieren
Lageplan
Natürlich Natur studieren
3D-Schnitt
Natürlich Natur studieren
Ansicht Nord
Natürlich Natur studieren
Ansicht Ost
Natürlich Natur studieren
Schnitt/Ansicht Süd
Natürlich Natur studieren
Schnitt/Ansicht West
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2. Untergeschoss
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Eingangsgeschoss
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Sockelgeschoss
Natürlich Natur studieren
1. Obergeschoss
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2. Obergeschoss
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Dachgeschoss
Längst sind es nicht mehr nur Forst- und Agrarwirte, die an der Universität für Bodenkultur in... mehr

Längst sind es nicht mehr nur Forst- und Agrarwirte, die an der Universität für Bodenkultur in Wien studieren. Unter dem Sammelbegriff der Life Sciences lockt die kurz Boku genannte Universität Studierende und Lehrende aus aller Welt, was zu einem starken Wachstum führt. Damit steigt der Platzbedarf und so wurde in den letzten Jahren der Campus in Döbling erweitert. Zuletzt um ein Seminar- und Bibliotheksgebäude. Wie schon beim kurz zuvor errichteten Türkenwirtsgebäude kam auch hier Holz als nachhaltiger Baustoff großflächig zum Einsatz. Lediglich für das Treppenhaus und die Bauteile mit direktem Bodenkontakt setzten SWAP Architekten, die bei diesem Projekt mit dem Baudienstleistungsunternehmen Delta zusammenarbeiteten, auf Stahlbeton.

Der betongraue Sockel und das gleichfarbige Treppenhaus bringen den Goldton des Holzes zur Geltung. Vor allem, wenn das Tageslicht über die großen Fensterflächen ins Gebäudeinnere flutet. Der Fassadenraster zieht sich im Erdgeschoss und der Bibliothek darüber ins Innere, setzt sich an den Stützen und Trägern aus Brettschichtholzelementen fort. Wie das Brettsperrholz der Decken wurden auch sie roh belassen, vermitteln den Charakter des Holzes und lassen die Natur im Innern des Gebäudes spürbar werden. Umso mehr, als die Lernräume der Bibliothek und die Seminarräume auf den alten Baumbestand blicken, der im Nordosten an das Gebäude anschließt.

Mit Bibliothek und Seminarräumen sowie Büros in den beiden obersten Geschossen wird das Gebäude zum Treffpunkt für Lehrende und Studierende. Vor allem die Erdgeschosszone wird zum Kommunikationsknotenpunkt. Innen- und Außenraum lassen sich über aufschiebbare Fenster verbinden. Den Platzbedarf für die Lehre decken vor allem die großen Seminarräume im Untergeschoss und im Erdgeschoss, dessen Foyer sich über die Seminarräume zu einem großen, offenen Raum erweitern lässt. Die Idee der flexiblen Raumgestaltung greift das Thema Nachhaltigkeit bezüglich der Nutzung auf. Daher wurde auch bei der Gestaltung der Institutsräume im zweiten und dritten Obergeschoss mit ihren Teeküchen und Besprechungsräumen darauf geachtet, flexibel auch auf künftige Anforderungen reagieren zu können.

Das in nur 14 Monaten errichtete Gebäude wird mit Fernwärme beheizt, die im Winter die Fußbodenheizung speist. Im Sommer kann über den Boden gekühlt werden, sollte der außen liegende Sonnenschutz nicht ausreichen. Mit Lüftungsmöglichkeiten über die Fenster, vertikalen Gärten und dem Baustoff Holz wird das Raumklima jedenfalls zu jeder Jahreszeit wohltuend sein.

architektur.swap-zt.com

Fotos:

Hertha Hurnaus
www.hurnaus.com


(Erschienen in CUBE Wien 01|21)

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